dunkle materie (sonettino, daktylisch)

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Mondnein

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dunkle materie


mag sein du unterrichtest uns gut
verheimlichst die lustige weise der weisen
die alle schon da sind wohin wir verreisen:
wer weisz nichts von tuten und blasen der tut

sie kennen von blutigen nasen die phra
sen trennenden eng djambe mannsen und hansen
die alle schon da sind wo wir noch zerfransen
zu leitern des werdens – si dore mi fa

sol lasole mio si dore do reen
wohl liest ole john millionen von splittern
zu samen kern korn brillianz blitz gewittern

zusammen – gern wüchsen die kosmen so schön
und platzten weil unreine reime erschüttern
matier obscurant mit lametta blech flittern
 
Lass dich nicht angiften, hansz,
du schreibst Sonette, wie sie hier keiner schreibt, auch nicht die begnadete Elfriede. Einen Zugang zu deinen Arbeiten habe ich noch nicht gefunden, bin aber hoffnungsfroher Dinge, das kommt.
Gruß Joe
 

Mondnein

Mitglied
Okay, Joe.

Es ist halt eine obskurante Materie.

Wie Musik, deren Melodien kaum ins Deutsche übertragen werden können, obwohl ihren harmonischen Beziehungen die Logik der Konsonanzen, des Quintenzirkels und der pentatonischen Ausgewogenheit zugrundeliegt. Man kann diese Beziehungen erklären, übersetzen kann man sie kaum.

grusz, hansz
 
Das habe ich verstanden. Damit deutest du an: Du versuchst als eine Art Arnold Schönberg der Textarbeit zu noch unbekannten Lautmustern zu finden. Spannend.
Gruß Joe
 

Mondnein

Mitglied
Nicht ganz - ich tauche eher durch die bekannten Lautmuster. Aber in untergründige Welten, wie zuletzt in die Sirenennester unter dem Spiegel der Meeresoberfläche.

Allerdings mußte man den Odysseus an den Schiffsmast binden, als er das "hören" wollte.

grusz, hansz
 

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