Echo

Agnete

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Echo



Es ist nicht an der Zeit, zu fragen,

wenn dumpf das Jagdhorn wieder schallt

vor altem Fels im Märchenwald,

von dem sein Echo widerhallt.



Es ist nicht an der Zeit, zu sagen,

dass Waffen nie Probleme lösen,

zur Abschreckung in Bunkern dösen,

bis sich die ersten Schüsse lösen.



Es gab die Zeit, da konnt man mahnen,

sein Wort erheben, laut und klar:

Mehr Waffen heißt auch mehr Gefahr.

Ach, wisst ihr noch, wie’s damals war?



Wie tot erscheinen jene Bäume,

die heut ein altes Schlachtfeld säumen.

So düster, dass nichts froh mehr werde.

Zu viel sah die verfluchte Erde.



Habt ihr die Bilder schon vergessen?

Was treibt euch, Jäger – nur das Horn?

Was treibt euch wie im Wahn nach vorn?

Der Jäger ist des Friedens Dorn.



Moral wird anders nun bemessen:

Der Jäger wird zur Gottgestalt.

Zum Helden, schlachtet ohne Halt,

denn Orden winken für Gewalt.



Ist es noch Zeit, aufzubegehren,

sich der Verblendung zu erwehren?

Man hört des Jagdhorns dumpfen Schall.

Es wiederholt im Widerhall.
 



 
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