Ein Bericht

1,00 Stern(e) 1 Stimme

Max Neumann

Mitglied
Das ist ein Bericht für all jene, die aus einem Pyramidenzimmer ausgebrochen sind.
Das ist ein Bericht für alle, die dem Elend des Bahnhofsviertels entkommen sind.
Das ist ein Bericht für alle, die auf täglicher Basis um ihr Leben kämpfen.
Das ist ein Bericht für alle, die Hass in Liebe verwandelt haben.
Das ist ein Bericht für alle, die sich nur mit Vornamen ansprechen.
Das ist ein Bericht für alle, die sich ihren Ängsten stellen.
Das ist ein Bericht für alle, die die Worte des Jahrtausendweihers eingeatmet haben.
Das ist ein Bericht für die Jungs auf Bewährung.

Das ist ein Bericht für die Kinder der Sprühdosen.
Das ist ein Bericht für alle Manischen und Stromfressen.
Das ist ein Bericht für alle, die im Herzen bluten.
Das ist ein Bericht für das Kind vor meinem Haus, das mir gleicht.
Das ist ein Bericht für die Hunde im Regen.
Das ist ein Bericht für alle, die sich auf Konzerten prügeln.
Das ist ein Bericht für den alten Engländer.

Das ist ein Bericht.
Mehr war nicht möglich.
 
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Max Neumann

Mitglied
Hallo Jon,

wenn du nur einen Stern vergibst und keinerlei Feedback oder Bemerkung hinterlässt, wäre es für uns sehr interessant zu erfahren, warum.

Möchtest du uns das nicht mitteilen?
 

Vasco

Mitglied
Hallo Max Neumann, ich hab es auch nicht kapiert. Aber wenn Du aus "ein" ein "kein" machen würdest, dann hätte es für mich einen Unterhaltungswert.

Gruß,
Vasco
 

Anders Tell

Mitglied
Also mir gefällt Dein Text auch keineswegs: Das ist ein Pamphlet und keine Literatur. Außerdem erinnert mich die Penetranz an die Fürbitten in der Liturgie.
 

jon

Mitglied
Hallo Jon,

wenn du nur einen Stern vergibst und keinerlei Feedback oder Bemerkung hinterlässt, wäre es für uns sehr interessant zu erfahren, warum.

Möchtest du uns das nicht mitteilen?
Ich habe dem Autor (also dir / Interessant, dass du von dir in der Mehrzahl sprichst) Feedback gegeben, im Rahmen der Bewertung. (Nachlesbar dort: https://www.leselupe.de/members/jon.439/). Deine Bitte um Mitteilung, warum ich keinerlei Feedback oder Bemerkungen hinterlassen habe, ist also gegenstandslos.
 
Zuletzt bearbeitet:

Max Neumann

Mitglied
Da wir uns nun ohnehin mehr mit Metaebenen als mit Texten beschäftigen, schlage ich vor, die Sache konsequent literarisch auszutragen.

Hiermit fordere ich jon, Anders Tell und Franke jeweils zu einem lyrischen Battle heraus.

Form: – gereimte Verse
– acht Zeilen pro Runde
– jede*r beginnt mit eigenen acht Versen, wie im Hip-Hop üblich

Thema: Das, was hier gerade ohnehin verhandelt wird – Texte, Kritik, Deutungshoheit, Diskurs.

Das ist meine Schule. Daher komme ich.
Lasst uns das lyrisch klären.

Wer traut sich?
 

jon

Mitglied
Schnurzelchen, niemand außer dir beschäftigt sich hier mit irgendwelchen "Metaebenen". Und das hier ist auch kein Battlefield, sondern ein Textarbeitsforum.
 

Anders Tell

Mitglied
@Max Neumann
Wenn Du Werte bekannt gibst ist eine Wertungsabsicht implizit. Irgendetwas wolltest Du ja damit aufzeigen. Wahrscheinlich wie schöpferisch und produktiv Du bist. Da findest Du natürlich keine Zeit, Dich mit anderen Texten auseinander zu setzen. Um Dein merkwürdiges Statement umzudrehen. Wie Jon schon sagte, geht es hier um Textbearbeitung und nicht um Nabelschau.
Wenn Du glaubst der beste von allen zu sein, geschenkt: Du bist der Größte.
Anders
 

Shallow

Mitglied
Ziemlich großer Bohei um einen sehr mäßigen Text, wenn ich das mal anmerken darf. (Das mit den mäßigen Texten kann man auch mir vorwerfen, jeder dritte, vierte ist nicht gut) Damit muss man/ich leider leben. Einen Battle zu fordern, ist ein bisschen pubertär (Übersetzt: Ick hau dir auf die Fresse?). Auch kann man niemandem vorwerfen, dass er mehr (von mir aus auch: nur) Kritiken schreibt und keine Texte selbst verfasst, ist m.E. obsolet: Ich freue mich über jeden, der sich die Mühe macht zu kritisieren. Auch wenn, so zumindest mein Eindruck, nicht immer der richtige Ton getroffen wird. "Schnurzelchen" ist auf ähnlichem Niveau wie "Battlen wir mal ne Runde". Nüchterner und textorientierter ist besser, denn darum geht es uns allen doch. Aus meiner Sicht ist der Text, ich habe es bereits erwähnt, schwach. Ich fürchte, das muss man manchmal annehmen.
Ich freue mich grundsätzlich über ein solches Forum wie die LL, und dass es mal emotional wird, gehört auch dazu. Kann doch nur Ansporn sein, einen besseren Text einzustellen.

Gruß an die Gemeinde von

Shallow
 

Max Neumann

Mitglied
Hallo Shallow,

erstmal danke für dein Feedback. Ich kann gut damit leben, wenn man meine Texte als „schwach“ bezeichnet – nur schade, dass es oft keine Begründung dazu gibt. Von dir kam bisher leider auch keine, und von jon nur ein Stern.

Stattdessen wird dann mit Attributen um sich geworfen, ohne dass erklärt wird, warum. Mich würde das wirklich interessieren, weil für mich der Wert von Feedback genau darin liegt: zu verstehen, was man besser machen kann.

Unabhängig davon sehe ich deine Kritik schon, ich erkenne die Vielschichtigkeit darin. Natürlich kann man niemanden zwingen zu schreiben oder zu kritisieren – so ist das eben.

Eine kleine Bitte habe ich aber: Hip-Hop nur als „ik hau dir in die Fresse“ zu sehen, greift vieeeeel zu kurz.

Ich weiß nicht, ob du Hip-Hop vielleicht mit dem Hooligan-Block im Hertha BSC-Stadion verwechselst. Hip-Hop besteht ja aus den Säulen Sprühen, DJen, Breakdance und Rappen. Und zum Rappen gehört eben auch, Konflikte sprachlich auszutragen.

Die Jungs haben seit den späten 80ern begonnen, sich in Crews zusammenzutun und ihre Streitigkeiten geistreich über Wortwitz und Battle-Raps auszutragen, anstatt sich gegenseitig abzuknallen.

Betrachtet man das breit, ist das ein riesiger Sprung gewesen: Viele Menschen konnten dadurch aus der Gewalt herauskommen. Wenn man wirklich zu den Ursprüngen zurückgeht, sieht man, dass Battle-Rap einen echten Beitrag zur Minderung von Gewalt in sozialen Brennpunkten in den USA, in den Projects, geleistet hat. Hip-Hop ist ein Bildungsgut.


Hör dir gern mal Künstler wie Kool Savas (alte Sachen), Pimp Legionär, LMS, Iron Solomon, und die End of the Weak-Battles in New York City aus den Nullerjahren an.

Und Lil' Waynes Texte zum Beispiel sind fast ausschließlich gefreestylt und klingen trotzdem wie Studioaufnahmen – das sind echte Battle-Texte. In diesem Genre gibt es Titanen, die das wirklich gut machen. Ich wünschte, ich könnte auch so gut sein, aber naja, jeder hat sein Talent, und damit kann ich prima leben.

Nochmals: Wenn man etwas kritisiert, ist es super hilfreich zu erklären, warum. Das bringe ich auch meinem Sohn bei – er soll verstehen, warum etwas so ist, wie es ist, und nicht nur, dass es schlecht sein soll. Wie ihr damit umgeht, ist eure Sache. Für mich persönlich ist das Thema damit abgeschlossen.

Amen.
 

Vasco

Mitglied
Vermutlich hast Du dich einfach in der Rubrik vertan. Du bist hier bei Prosa. Das heißt, deine Leser erwarten hier Charaktere, Handlung, Dialoge oder zumindest eine geistreiche Erzählung.

Mein Vorschlag: Stell es bei 'Ungereimtes' rein, da passt es besser.
 



 
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