Ein Liebesgedicht

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MartinaM

Mitglied
Du bist meine Zeitmaschine
Ausgleich zu dem Weltgetriebe
Luftiger auch als Gedanken
Ohne Grenzen, ohne Schranken

Ja, du bist mein Zeitgerät
Schmetterlinge in Zellen sät
Wickelst Ängste in Kokons
Im Herzensschrank, süß wie Bonbons

Du bist meine Zeitenpause
Mein Innehalten im lärmenden Gebrause
Ein Atemzug, bebend Haar, lächelnd Hand
Unterbricht mein Wahrnehmen, stellt ab den Verstand.
 
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Oscarchen

Mitglied
Moin Martina,

du bringst hier schöne Bilder. Auch der Inhalt ist durchaus lesenswert.
Ich möchte dir aber schon fast vorschlagen, in freien Rhythmen zu schreiben.
Für ein Reimgedicht ist es schon recht holprig und ungeschliffen.
Mondnein hat dir in dem Gedicht mit dem Paketmann die Problematik verdeutlicht.
Drann bleiben....dann klappt das schon!

Liebe Grüße
Oscarchen
 
Zuletzt bearbeitet:

MartinaM

Mitglied
Ich möchte dir aber schon fast vorschlagen, in freien Rhythmen zu schreiben.
Für ein Reimgedicht ist es schon recht holprig und ungeschliffen.
Mondnein hat dir in dem Gedicht mit dem Paketmann die Problematik verdeutlicht.
Drann bleiben....dann klappt das schon!
Hallo :)
danke für das Feedback. Also meinst du, dass ich einfach quasi Prosa schreiben soll? Nicht alle meine Texte reimen sich, aber das passiert manchmal quasi "aus Versehen" oder aus einem "Zufall" heraus. Dann würde ich es unnatürlich finden, das wieder zu unterdrücken?
Gleichzeitig weiß ich dann nicht so ganz, woran ich mich halten sollte..
Gibt es da allgemeine Tipps, irgendwie was zum Nachlesen?
LG
Martina
 

Oscarchen

Mitglied
Hallo :)
danke für das Feedback. Also meinst du, dass ich einfach quasi Prosa schreiben soll?
Nein, ich hatte es nur auf dieses Gedicht bezogen. Du kannst natürlich schreiben, was immer du möchtest.
Es gibt im Internet eine Fülle von Informationen und Anleitungen, was das Verfassen von Gedichten in jeglicher Form anbetrifft.
Zu allen Bereichen. Da würde ich mal ein wenig googeln. Ich glaube schon, dass du da Hilfen und Anregungen findest, um deinen Stil
zu verbessern und zu verfeinern.

Dir noch eine schöne Restwoche
LG
Oscarchen
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Gedicht verwendet schöne, interessante Bilder, die wiederum beim Leser neue, auch andere Bilder auslösen,
was nicht nur legitim ist, sondern letztlich Zweck und Aufgabe von Lyrik und Prosa, jedenfalls wie ich es sehe.
Es ist auch nicht leicht, sich spontan für eine der vielen Formen und Möglichkeiten zu entscheiden, welche die Lyrik (bislang)
hervorgebracht hat.
Ich persönlich bevorzuge Lyrik mit festen Formen (die ja nicht zwangsläufig auch Reime beinhalten müssen), zum einen,
weil es mich beim schreiben zur Disziplin anhält (damit die "Bilder" nicht mit mir durchgehen), und zum anderen, weil auch
(und gerade) freie Rhythmen ein handwerkliches Können voraussetzen, welches ich mir nicht bedingungslos zutraue.
(Viele "freie" Rhythmen sind nämlich gar nicht sooo frei, wie man auf den ersten Blick annehmen mag;
manche orientieren sich an alltäglichen Sprachmustern, Reden und Vorträgen, andere am Rhythmus von Schlagzeilen, Werbetexten und dergleichen.
Brecht z.B. hat häufig so gearbeitet.)
Wie auch immer: Ein schönes Gedicht!
Gruß, Gerold
 

Mimi

Mitglied
Das Determinativkompositum "Weltgetriebe"
würde ich hier am wenigsten mit "leicht" im Sinne von "Leichtigkeit " in Verbindung bringen... es passt nicht und erzeugt ein disharmonisches Bild.

Auch die Verbindungen Schmetterlinge in Zellen, Ängste in Kokons hin zum Herzensschrank süß wie Bonbons klingen unstimmig und eher ungewollt komisch...

Vielleicht fallen Dir passendere Bilder für Dein
"Liebesgedicht" ein...?!

Gruß
Mimi
 

MartinaM

Mitglied
Das Determinativkompositum "Weltgetriebe"
würde ich hier am wenigsten mit "leicht" im Sinne von "Leichtigkeit " in Verbindung bringen... es passt nicht und erzeugt ein disharmonisches Bild.

Auch die Verbindungen Schmetterlinge in Zellen, Ängste in Kokons hin zum Herzensschrank süß wie Bonbons klingen unstimmig und eher ungewollt komisch...
Hallo
Danke für deine Bemerkungen. Beim Weltgetriebe stimme ich dir zu, habe es verändert.
Die Schmetterlinge, die aber in den (Körper-) Zellen wachsen, und Ängste die bewältigt und umgewandelt werden in etwas Positives - das würde ich gerne so lassen..
Liebe Grüße
Martina
 


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