J. R. Bennett
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Heu wird zwar gefressen, aber nicht vollständig. Es kann verschmutzen oder feucht werden – gerade bei Außenställen. Deshalb wird auch Heu regelmäßig gewechselt.Man muss das Heu im Kaninchenstall nicht wechseln, das fressen die Tiere ja. Meinst du, dass sie das Stroh wechseln müssen?
Haarspray wurde auch beim Frisieren mit eingesetzten Wicklern verwendet, etwa zur Fixierung vor dem Trocknen. Gerade in den 1960er- und 70er-Jahren war das durchaus üblich.Man macht kein Haarspray ins Haar, während die Wickler noch drin sind.
Eine Kompostgrube ist ein vertiefter, meist befestigter Kompostplatz, wie er in ländlichen Gegenden vorkommt.Was ist denn eine Kompostgrube?
Es war in diesem familiären Kontext üblich, dass zunächst die ältesten Jungen ein vollständiges Osternest bekamen. Emilia selbst hat sich keinen „Spaß“ erlaubt. Als Elia enttäuscht war, versteckte sie für ihn heimlich ein Ei, damit auch er etwas finden konnte. Für ihn wurde dieser Moment zu einer prägenden Erfahrung.… und wieso um alles in der Welt bekommt der Kleine nur ein einziges Ei und wieso ist es nur "ein Spaß" von Emilia, die das Ei dorthin legte? Sind die Nester der anderen etwa von selbst gewachsen, was eine ganz ernste Sache ist?
0: Hiernach kommt eine Leerzeile, die hier nicht hergehört.Es war noch früher Morgen, als Emilia hinüber zum Hühnerstall ging. Sie trug ihren dunkelblauen Arbeitskittel und abgenutzte Arbeitsschuhe.
Beim Aufschließen musste sie sich gegen die Tür stemmen, weil sie mal wieder klemmte. Als sie schließlich offen war, folgte Elia (1) ihr über die verwitterte Schwelle in den niedrigen Vorraum(2). Es roch nach Getreide und Hühnermist. Emilia schöpfte mit einem Messbecher Futter aus einem großen Papiersack, dann öffnete sie den Türriegel am Hühnergehege, trat hinein und streute(3) die Körner in die Tröge. Die Hühner gackerten und trippelten herbei, um sich über die Körner herzumachen. Unterdessen kontrollierte Emilia die Legeplätze nach Eiern, sammelte alle ein, die sie finden konnte, und legte sie vorsichtig in einen Korb.
0: Hiernach kommt eine Leerzeile, die hier nicht hingehört, denn danach geht es nahtlos in der Szene weiter.„Wenn sie gefressen haben, können wir sie später(1) nach draußen ins andere(2) Gehege lassen“, meinte sie.
Plötzlich gab es einen Tumult. Etwas schien die Hühner aufzuschrecken(3). Sie flatterten wild umher.
„Bestimmt dieser Marder“, rief Emilia und deutete nach oben. KEINEN ABSATZ MACHEN
„Der treibt sich schon eine Weile unterm Dach herum und holt sich manchmal ein Küken(4).“
Elia machte große Augen. „Ist das wie eine Katze?“, fragte er.
„Nein, mehr wie ein Fuchs – nur kleiner.“
0: Die Leerzeile hiernach ist falsch.Sie stellte den Korb am Eingang ab. Nach einer Weile beruhigten sich die Tiere wieder. Elia blieb im Gehege und beobachtete, wie die Hühner langsam wieder zu scharren begannen. Einige ließen sich auf den Holzstangen nieder, andere pickten wieder im Stroh.
„Du kannst ihnen noch ein bisschen Wasser geben“, sagte Emilia und wies auf den halb gefüllten Zinkeimer. Dieser reichte ihm bis zur Hüfte(1). Er fasste den Griff mit beiden Händen und schleppte den Eimer zur Tränke. Das Wasser schwappte mehrmals über(2), aber am Ende schaffte er es und goss behutsam nach.
Emilia hörte eine Weile hinauf in die Balken, als könnte der Marder noch dort lauern(3). Elia folgte ihrem Blick, doch er sah nur Schatten zwischen den Sparren.KEINEN ABSATZ MACHEN
Für einen Moment hielt er den Atem an.
„Komm“, sagte Emilia schließlich. Sie schloss den Stall und hob den Korb wieder auf. KEINEN ABSATZ MACHEN
„Das reicht für heute.“
1: Etwas spät diese Info.Draußen zwitscherten die Vögel in den Obstbäumen. Der Boden war noch feucht, und in der milden Luft summten Insekten. Elia trottete neben Emilia her und dachte an den Marder. Irgendwo da oben wartete er vielleicht noch.
„Gehen wir jetzt zu den Kaninchen?“, fragte Elia.
Seine Großtante(1) nickte und sah ihm zu, wie er zu den Kaninchenställen eilte.
„Warte, hier sind noch Karotten. Die kannst du ihnen geben.“
Während Elia mit den Karotten vorausstürmte(2), rief Emilia ihm nach: „Und wir müssen auch noch das Heu(3) wechseln.“
1: Was für Kinder?*****
Die Kinder (1) mussten früh aufstehen. Es war ein besonderer Tag(2). Elia stand auf dem Bett, noch in seinem Schlafanzug mit den kleinen Lokomotiven und Sternen, und hüpfte(3) herum. Er hatte keine Lust, in die Kirche zu gehen. Doch Ausreden(4) wurden nicht geduldet.
Aiden wusch sich und zog sich an, während ihre Mutter hastig zwischen den Zimmern(5) hin- und herlief(6). Sie half Lottie mit der Frisur und kam dann zu ihnen(7). Als sie sah, dass Elia noch nicht fertig war, scheuchte sie ihn ins Bad.
„Los Kinder, macht schon – ihr wisst doch, Oma mag keine Unpünktlichkeit.“
Sie selbst hatte noch Lockenwickler im Haar, und man roch das Haarspray(8), das sie in aller Eile aufgetragen hatte.
1: Wer ist das?In der Kirche rutschten die Jungen ungeduldig auf der Sitzbank hin und her, bis Mrs. Benning(1) sie mehrmals ermahnte. Der Pfarrer sprach über Schuld und Erlösung, über das Opfer und das Versprechen eines neuen Anfangs. Elia verstand den Sinn nicht, aber das Wort Schuld blieb in ihm hängen. Er sah zur Decke hinauf, wo dunkle Holzfelder mit gemalten Engeln über ihm schwebten.
Der Altar war festlich geschmückt. Überall brannten Kerzen und warfen ihr warmes, flackerndes Licht auf das Weiß der Altartücher. Hinter der Kanzel standen zwei große Figuren, deren Gesichter er nicht richtig erkennen konnte(2). Aus(3) dem Seitenschiff fiel nur ein matter Streifen Morgenlicht durch die hohen Mosaikfenster; die Farben darin wirkten gedämpft, als warteten sie noch auf den Tag.
Elia fragte sich, ob Gott ihn jetzt sah – hier, auf dieser Bank, mit den Händen im Schoß und den Schuhen, die er nicht geputzt hatte.
0: Die Leerzeile an dieser Stellte trennt nicht nur eine Handlungssequenz mitten durch, sie schneidet sogar Emilia von ihren Worten ab.***** (1)
Nach der Messe gab es kein Halten. Die Kinder konnten es kaum erwarten, ihre Osterhasen und die liebevoll gefärbten und mit Ostermotiven verzierten Eier zu suchen. Kaum waren sie in Sichtweite von Mrs. Bennings(2) Haus, stürmten die beiden Älteren voraus. Als Elia etwas später in die Küche(3) kam, zeigten sie ihm voller Stolz ihre Osternester.
Die Nester bestanden jeweils aus einem Korb mit grüner Holzwolle; darin lagen Schokoladenhasen, bunte Eier und Schokokugeln in glänzender Folie. Zwischen den Süßigkeiten standen Filzküken mit gelbem Flaum, einem angeklebten Schnabel und Knopfaugen. Doch das Besondere war das Osterlamm(4) – ein Kuchen, in einer Lammform gebacken und mit Puderzucker bestäubt.
Nur Elia ging leer aus(5). Sie(6) ließen ihn glauben, der Osterhase habe nichts für ihn gebracht. Die Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben, und die Tränen wollten nicht mehr aufhören.(7) ABSATZ MACHEN Mit tröstenden Worten(8) nahm Emilia ihn schließlich an der Hand.UND HIER IHRE WORTE ANHÄNGEN
1: Eben haben sie ihm erzählt, dass er nichts weiter versteckt hat.„Wollen wir mal schauen, ob der Osterhase noch etwas versteckt hat?(1)“
Elia nickte. Draußen suchte er zwischen Sträuchern und bei den Kaninchenställen, fand aber nichts. Ihm standen noch immer Tränen in den Augen.
„Schau mal dort bei der alten Kompostgrube“, sagte Emilia. ABSATZ Die Grube war ringsum von einer niedrigen, grauen Betonmauer eingefasst. Direkt daneben entdeckte Elia im Gras ein blaues Ei, auf dem ein Osterhase zu sehen war – eines dieser dünnen Abziehbilder, die man im Wasser von der Folie löste und dann aufkleben konnte. Er hob es auf und hielt es stolz in die Höhe. Dann fiel er Emilia vor Freude um den Hals.
Gemeinsam gingen sie zurück ins Haus, und Elia hielt das Ei in beiden Händen, umschlossen wie einen Schatz. Die Erwachsenen lachten.
Moooooooooooooooooment!Jahre später, als er daran zurückdachte, wurde ihm klar, dass sie sich damals einen Spaß erlaubt hatten – und dass Emilia das Ei dort heimlich ins Gras gelegt hatte, damit er es finden konnte. Doch in diesem Augenblick – mit dem Ei, das er festhielt, und Emilias Hand auf seiner Schulter – war er einfach glücklich.
0: Die Leerzeile hiernach ist falsch.*****
Elia war schon früh wach und ganz aufgeregt. Nachdem er sich angezogen hatte, lief er mit den Schuhen zu Emilia(1).KEINEN ABSATZ MACHEN
„Ich kann meine Schnürsenkel nicht binden.“
Emilia half ihm und gab ihm zuletzt einen kleinen weinroten Brustbeutel aus Leder, in den sie ein Pausenbrot(2) gesteckt hatte.
„Im Kindergarten wird es dir gefallen“, meinte sie. KEINEN ABSATZ MACHEN
„Dort kannst du mit anderen Kindern spielen.“
0: Die Leerzeile hiernach ist falschDoch als Elia mit Emilia(1) vor der großen Eingangstür des Kindergartens stand, wurde ihm angst und bange. Die Tür wirkte wie eine Pforte(2), und davor standen zwei Frauen, die ihm fremd und streng erschienen. Schwester Bonaventura leitete den Kindergarten; die andere Frau stellte sich als „Tante Adele“ vor.
Schon beim Anblick der Nonne spürte Elia ein leises Unbehagen. Die schwarz-weiße Tracht, das unbewegte Gesicht – alles an ihr flößte ihm Respekt ein und wirkte einschüchternd.
1: Die Frauen stellten sich schon vor, bevor Emilia und Elia überhaupt nah waren?Als sie näherkamen(1), blieb Elia stehen. Mit energischer Miene schüttelte er den Kopf und weigerte sich, weiterzugehen. Zur Tür führten ein paar Stufen hinauf. Emilia hielt seine Hand fest, doch Elia zog daran und begann zu schreien. Aber er konnte sich nicht losreißen, und auch auf den Boden werfen half nichts. Da kam Tante Adele die Stufen(2) herab, und gemeinsam zerrten sie ihn die Treppe hinauf. Alles Sträuben und Zetern war vergeblich – am Ende stand er im Flur, schluchzend und mit rotem Gesicht.
1: Welches?Den ganzen Vormittag schmollte er. Auf keine Aufforderung reagierte er, und alle Versuche, ihn zum Spielen zu bewegen, scheiterten. Schließlich kam eine andere „Tante“ zu ihm, sprach freundlich mit ihm und brachte Stifte und Papier zum Malen.
Das Gefühl(1) war verflogen, und er zeichnete einen Vogel, wie ihn noch kein anderes Kind dort je gemalt hatte – nicht nur ein paar unbeholfene Striche, sondern eine naturnahe Abbildung mit den richtigen Proportionen und Farben(2).
Tante Hetti(3) betrachtete das Bild und sagte: „Du hast ja richtig Talent. Du wirst bestimmt mal ein Künstler.“
Sie nahm das Blatt, schnitt den Vogel sorgfältig aus(4) und hängte ihn im großen Saal an die Wand. Dort blieb er – über all die Jahre, die Elia im Kindergarten verbrachte. Zwischen den gebastelten Scherenschnitten und bunten Zeichnungen der anderen Kinder fiel er auf – der Vogel, der sich erheben wollte(5), aber der niemals flog(6).
0: Wo haben sie sich eingefunden?*****
Es war ein warmer Sommertag, und die ganze Familie hatte sich zum Sonntagnachmittag eingefunden – Mrs. Benning, ihre Schwester Emilia, Elias Eltern, Onkel Henry und Tante Faye. Kurz darauf traf noch Stanleys(1) Bruder William ein, der in der Stadt lebte und nur am Wochenende zu Besuch kam.
Die Erwachsenen saßen vor dem Haus, tranken Kaffee und aßen Kuchen. Tante Faye unterhielt sich mit Elias Mutter, während die Männer rauchten und über den neuen Wagen sprachen.(2)
0: Die Leerzeile hiernach ist falsch.Die Kinder spielten im Hof. Aiden und sein Cousin Julian(1) trugen wie so oft dieselben Polohemden und Hosen; jeder hatte ein fast identisches Dreirad – nur die Farben unterschieden sich. Lottie und ihre(2) Cousine Hannah(3) trugen gleiche Kleidchen und hielten ihre Puppen fest umklammert, als wären sie lebendig(4).
Da kam Elias Vater auf die Idee, Fotos zu machen. Er ging ins Haus und holte die Kamera.
0: Leerzeile hiernach ist falsch.Die Kinder sollten sich für die Aufnahmen in einer Gruppe aufstellen. KEINEN ABSATZ MACHEN
Elia mit seinen glatten, hellblonden Haaren und den blauen Augen stand in der Mitte, eingerahmt von Aiden und Julian, die auf ihren Dreirädern saßen. KEINEN ABSATZ MACHEN
Seine Arme lagen auf ihren Schultern. KEINEN ABSATZ MACHEN
Die Mädchen standen außen – Hannah links neben Julian, Lottie ganz rechts.
Mit einer Hand hielt sich Lottie am Dreirad ihres Bruders fest, in der anderen baumelte ein Teddy(1), die Arme hingen schlaff herab wie bei einem, der an den Füßen aufgehängt wurde. Beide Mädchen trugen dasselbe(2) Kleidchen: rosafarbenes Röckchen mit weißer Schürze, veilchenblaues Oberteil, darunter eine weiße Bluse mit aufgeplusterten Ärmeln und Rüschen am Saum.
0: Leerzeile hiernach ist falsch.Fotografiert zu werden war den Kindern viel zu langweilig, und so kam die kleine Gruppe einfach nicht zur Ruhe. Hier wurde geblinzelt und da wurde geschupst.
Doch schließlich schien der Moment gekommen. Elias Vater drückte im selben Augenblick den Auslöser, als Hannah sich nach vorne beugte und Julian in die Hand biss. Julian schrie und verzog das Gesicht. Elias Geschwister schauten herüber, um zu sehen, was da vor sich ging – nur Elia nicht. Von all dem völlig unbeeindruckt, schweifte sein Blick in die Ferne, als ginge ihn das alles nichts an. Ganz gleich, woran er gedacht haben mochte – nun war diese Szene für immer auf Film gebannt.
0: Leerzeile hiernach ist falsch.„Los, mach noch ein paar Schnappschüsse von uns“(1), rief Elias Mutter, die neben Tante Faye stand. Die beiden fassten sich an die Nasen(2) und versuchten, ihr Kichern zu unterdrücken, während sie sich vielsagende Blicke zuwarfen.
„Ganz zu Diensten, meine Damen“, erwiderte Stanley(3) mit gespielter Ernsthaftigkeit und schoss noch einige Bilder.
Indessen löste sich die Kinderschar auf. Die Mädchen wandten sich wieder ihren Puppen zu, als wäre nichts gewesen. Elias Vater rief nach den Jungen. Aiden und Julian, die noch auf ihren Dreirädern saßen und gerade losfahren wollten, sahen über die Schulter zu ihm zurück. Elia hingegen war mit seinen Gedanken ganz woanders und ging in die entgegengesetzte Richtung, ohne seinen Vater zu beachten.
1a: Besser als was?Stanley drückte erneut auf den Auslöser. Ihm schienen die Schnappschüsse auf einmal viel besser(1) zu gefallen.
„Vielleicht mache ich das Fotografieren zu meinem Beruf(2)“, flachste er.“