Ein Wunder

anemone

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Vanessa sitzt auf der Lehne der verschmutzten Parkbank mit Blick auf den Eichenbaum, in dessen Holz auch ihre Initialien eingeritzt wurden vor langer Zeit. <Es wird Zeit für ein Wunder!> denkt sie lebhaft und nimmt die Hände auseinander, die sie zum Gebet zusammengefaltet hatte. in ihrer Nähe über ihrem Kopf singt ein Vogel seine schöne Melodie.
<Ist nicht dieses schon ein Wunder?> hört sie die Antwort. Sie kratzt sich das Bein, welches gerade juckt und antwortet:< Du weißt, ich will es nicht für mich!> Sie sieht noch mal auf die zerstörte Bank vor ihr an der Eiche. Alles was ich bisher unternommen habe, um ihm zu helfen, hast du verhindert!> <Das war nicht ich! Warum willst du ausgerechnet für ihn ein Wunder? Es gibt so viele, die ein Wunder wollen.> <Weil er in meinem Herzen ist!>
Vanessa geht weiter und sieht in Gedanken die pompösen Brunnen vor sich, die aufwendigen Pflasterungen der Stadt. Ein Mäuschen hüpft über ihren Weg. <Und wenn du es nicht für ihn willst, dann tu es mir zuliebe! Bitte!> -Ob sie es ihr Wert ist?
 

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