Einigkeit und Tugend

visco

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Einigkeit und Tugend


Die Bauern in den Dörfern gehen unverändert ihrer Arbeit nach. Das Land fragt nicht nach politischen Idealen, vielmehr die Menschen, die es nach ihrem Bild gestalten wollen. Das höchste Maß an Nutzen zieht, wer sich den Eigenarten des Landes unterwirft. Aus verständlichen Gründen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß ein Allgemeinwohl nicht etwa nur mit einem Maß gemessen wird. Der politische Meter, mit dem Kriege beschlossen werden, unterscheidet sich gewaltig von dem, mit dessen Hilfe das Land vermessen wird, auf dem sie ausgefochten werden.


Als Helden sind wir zurückgekehrt, gefeiert in den Städten und in den Dörfern. Jubelnde Menschen lassen unsere Herzen höher schlagen, bis sie vor Stolz beinahe bersten. Heldentum und Ruhm sind dem Bauern zwar nicht fremd, doch sieht er sie in einem anderen Licht. Mein Stolzgefühl, auf der Seite des Guten die Freiheit gebracht zu haben, versiegt in den Augen der Menschen, die mich bejubeln. Mein Gewissen findet in der Armut zerstörter Städte und verlassener Höfe reichere Nahrung.


Die Idee von Einigkeit und Freiheit, geboren in den Köpfen, ausgebildet zu einem Streben, verwirklicht durch den entschlossenen Gebrauch von der Waffe in der Hand des Mannes, der wie ein Feuer entflammt loszieht, andere zu morden, findet ihre wahre Bestimmung erst in der Wandlung zur Tugend. Sie soll das Handeln der Menschen bestimmen, sie leiten, nicht aber selber Werkzeug sein. Dann erst wird Freiheit sein.
 

visco

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Hallo allerseits!

Nun ist mein Text schon mehrere Male aufgerufen worden, aber keiner von euch hat mich bisher wissen lassen, was ihr davon haltet. Schade. Dabei würde ich gerne aus euren Hinweisen (oder auch Fragen) lernen.

Viele Grüße,
Viktoria.
 

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