Ende der Saison

monsieur H

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Ende der Saison

Nichts ist wichtiger bei einem Masurenurlaub als dessen Zeitpunkt - vor oder nach der Saison.
Wir waren "Nach Saison" gefahren!

Die Fahrradverleiher beantworteten unsere Anfragen meist so - es ist Nachsaison, "no need for reservation". Gleich der Erste bei unserer Anreise hatte nur noch Mountainbikes ohne Gepäckträger und wenn wir nicht Adrian getroffen hätten, wäre uns wohl nur ein Taxi geblieben, um ins Quartier zu kommen.
Adrian betreibt einen Mini-Freizeitpark und verleiht auch Räder. Er war gerade mit dem Einräumen von Kinderunterhaltungsgeräten beschäftigt (wie sie Schausteller benutzen). "End of season" meinte er entschuldigend. Aber er hatte zwei robuste Räder für uns.

Kajakverleiher wiederum hatten ausreichend viele Kajaks und holten uns auch pünktlich wieder zurück "behind the second bridge on the right side", klare Ansage, das gefiel mir. Und dann waren wir fast allein auf den Flüssen, Fließen und Seen.

Nicht sicher bin ich, ob die Abendbrotzeit in masurischen Restaurants saisonabhängig ist. Die, die noch geöffnet hatten, schlossen meist schon 19 Uhr, da möchte man um 17 Uhr zum Abendbrot erscheinen. Etwas früh für meinen Geschmack. Der wurde dann immer zufriedengestellt! Ein Grund für das zeitige Essen könnte sein, dass man danach noch etwas Helligkeit hat. Wir paddelten zuletzt über den Laśmiadysee zurück vom Restaurant ins Quartier und waren glücklich über die Stille, das klare Wasser und die unbebauten und unbeleuchteten Ufer.

Der größte Nachteil der Nachsaison aus unserer Sicht war der verpasste Abflug der Störche. Wir fanden viele Nester, in fast jedem Dorf, leider alle schon leer Anfang September.
So würden wir beim nächsten Masurenbesuch vielleicht eine Woche eher anreisen, um sowohl die Störche als auch die Stille bewundern zu können.

12.9.26
 



 
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