Entensprache

2,00 Stern(e) 1 Stimme

anemone

Mitglied
Was war nur los mit mir? Es war doch sonst nicht so meine Art, mich wie heute hundemüde zu fühlen. Ich öffnete die Hintertüre meines Wagens, um dort schon mal die Tasche hinter die Sitzbank zu stellen und sehnte mich plötzlich danach, mich auf die hinteren Polster langzustrecken. >>Warum eigentlich nicht!?<< kam es mir in den Sinn. Ich ließ die Wagentüre weit auf und machte es mir auf dem Polster der Rückbank gemütlich. Es dauerte nicht lange und ich war tief und fest eingeschlafen auf diesem Parkplatz in der Nähe der städtischen Parkanlage.

Es weckte mich ein Geräusch; Es klang wie Entengeschnatter und die Armbanduhr verriet mir, dass ich etwa eine Stunde geschlafen haben musste. Eine Entenmutter mit ihren Jungen zog an meiner Autotüre vorbei. Was mag sie ihrem Nachwuchs erklärt haben? „Vorsichtig, das ist ein Auto!“ oder „Hier müsst ihr aufpassen, das ist ein Mensch!“ Wie auch immer, ich jedenfalls hatte meinen Schlaf aus, denn ich sah plötzlich meine Handtasche nicht mehr.
Ich war mir sicher: Sie stand direkt an der Türe, zu meinen Füßen. Ich sprang auf und suchte nach ihr. Nein, auch vorn hinter dem Lenkrad und im Kofferraum keine Tasche zu sehn. <<Sie muss mir gestohlen worden sein!<< war meine einzige Erklärung. Seltsam, hier war alles so friedlich. Ich konnte mich an den Gedanken nicht gewöhnen, dass ausgerechnet hier ein Dieb sein Unwesen getrieben haben sollte. Natürlich, ich musste zugeben, ich hatte es ihm einfach gemacht, ihn geradezu verführt.

Dann kam es mir in den Sinn: <<Die Entenmutter hat ihren Jungen mitgeteilt: „Seht da, den Dieb!“<< , ja das muss es gewesen sein und ich bemerkte meinen Schlüssel in der Hosentasche. Dann konnte der Dieb nicht weit sein und erleichtert atmete ich auf und machte mich daran, ihn zu suchen.
Kaum war ich zwei Minuten gelaufen, entdeckte ich eine Parkbank und daneben einen Abfallbehälter und darin, was soll ich sagen? Meine Handtasche! Ich sah mich um: Vom Dieb keine Spur und in meiner Tasche fehlte das Geld, aber sonst war noch alles vorhanden, glaube ich wenigstens. Sogar die Bonbons hatte der Dieb mir gelassen. War doch nett von ihm, oder?
Ich steckte mir gleich eines in den Mund und trat ohne Geld meinen Heimweg an. Dabei kam mir der Spruch in den Sinn:- Geld macht nicht glücklich!- Und ich hatte Mitleid, mit dem unglücklichen Dieb, während ich auf mein Bonbon biss, ohne Zahnschmerzen zu bekommen.
 
R

Rote Socke

Gast
Hallo anemone,

schätze mal, dass Du ernsthafte Kritik magst. Mir fehlt der Biss und der rechte Sinn des Werkes. Da ließe sich wahrlich mehr rausholen. Auch die Pointe ist mir etwas unglaubwürdig.

Das ist mein persönlicher Eindruck beim Lesen. Soll Dich nicht entmutigen, sondern ein ehrliches Feedback sein, mit Ansporn der Geschichte einen neuen Drive zu verpassen.

Schönen Gruss
Socke
 

Oben Unten