Ereignishorizont

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HerbertH

Mitglied
Ereignishorizont

Auf dem Weg durch den Ereignishorizont, den ich beim Passieren gar nicht wahrnahm, dachte ich noch: "Hups, ganz schön schwarz dahinten, ein richtiges Loch im Himmel".

Danach war es - und wird es für immer sein - für Euch Alle unerheblich, was ich dachte oder noch denken werde. Denn heraustunnelnde Gedankenquanten sind Stückwerk und unverständlich.

Für mich dagegen war diese meine Gedankenwelt die einzig richtig Wichtige, allerdings nur noch für sehr kurze Zeit, bis die Gezeitenkräfte mich zerrissen, in jenem Multiversum.

Aber was ist schon Zeit, in diesem Multiversum?
 

Walther

Mitglied
Für manche Ereignisse bräuchte man schon einen erweiterten Horizont, aber es muß nicht gleich ein schwarzes Loch sein. :)
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Walther,

das stimmt natürlich. Aber mir hat das Spiel mit der physikalischen Erscheinung im Gedicht Spaß gemacht.

Liebe Grüße

Herbert
 

Vera-Lena

Mitglied
Lieber Herbert,

mir fällt es nicht schwer, Deinen Text nachzuvollziehen. Wenn man gerade mal mit sich allein ist und alles zulässt, was da an Gedanken gedacht werden möchte, dann braut sich da alles Mögliche zusammen und vieles bleibt in einer gewissen Überstürtzheit nur Fragment. Mir passiert das jeden Tag beim Frühstückmachen, denn das gerade erwachte Gehirn ist bei mir immer am aktivsten.

Natürlich kann man an diesem Gedanken-Krempel niemanden beteiligen, da wäre jeder überfordert, aber einmal eine Mitteilung darüber herausgeben, dass man in einem solchen Multiuniversum ein Zu Hause hat, das möchte man einfach und zwar bevor die Gezeitenkräfte den armen Denker zerrissen haben.

Liebe Grüße
Vera-Lena
 

HerbertH

Mitglied
Liebe Vera-Lena,

es ist sehr interessant, wie Du das Gedicht liest und bedenkst. Meine Intention war eigentlich, die Relativität der Zeit zu illustrieren. Aber vielleicht habe ich unterbewußt noch mehr und anderes hineingeschrieben, das bei so aufmerksamen Leserinnen wie Dir andere Saiten zum Schwingen bringt.

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

Liebe Grüße

Herbert
 

multimind

Mitglied
Hallo!

Diesen Text mag ich sofort! Der Gedanke, jemand könnte dort sein, wo / wie du es beschreibst ist originell und reizvoll. Gestolpert bin über "die einzig richtig Wichtige", kann nicht genau sagen warum, die Betonung könnte unnötig stark sein, möglicherweise reicht "die einzig richtige" oder die "einzig wichtige"?
Lieben gruß multimind
 
H

Heidrun D.

Gast
Kein Wunder, dass multimind Sinn für`s Multiuniverselle zeigt *smile.

Aber auch ich bin recht angetan, möchte allerdings ebenfalls vorschlagen, das "richtig Wichtige" zu ersetzen, beispielsweise durch das "wirklich Wichtige" ; dann hättest du noch eine nette Alliteration drin ...

Liebe Grüße
Heidrun
(die dich hier niemalsnicht vermutet hätte ;))
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Multimind, liebe Heidrun,

die Anregung nehme ich gern auf.

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

Liebe Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Ereignishorizont

Auf dem Weg durch den Ereignishorizont, den ich beim Passieren gar nicht wahrnahm, dachte ich noch: "Hups, ganz schön schwarz dahinten, ein richtiges Loch im Himmel".

Danach war es - und wird es für immer sein - für Euch Alle unerheblich, was ich dachte oder noch denken werde. Denn heraustunnelnde Gedankenquanten sind Stückwerk und unverständlich.

Für mich dagegen war diese meine Gedankenwelt die einzig wirklich Wichtige, allerdings nur noch für sehr kurze Zeit, bis die Gezeitenkräfte mich zerrissen, in jenem Multiversum.

Aber was ist schon Zeit, in diesem Multiversum?
 

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