ertragnbar

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T

Trainee

Gast
Hallo Karl,

soll es im Titel tatsächlich "ertragnbar" heißen?

keiner trägt mehr zukunft in
beschwerte gegenwarten
beschwerden bleiben überflüssig
adam und eva
vereinigt euch endlich
unterm erkenntnisbaum

denn immer noch
denkt das oberhaupt
es könne den unterleib
beherrschen
Mit der zweiten Versgruppe habe ich ebenfalls ein kleines Problem:
Ich nehme an, dass du mit dem "Oberhaupt" das Göttliche meinst. Doch aufgrund der namentlichen Nennung steht Adam hier auch für ein suggeriertes "Oberhaupt" und Eva als "Unterleib" da.
Das ist eine Vorstellung, die mir missfällt. Wenngleich die wohl von einigen so gelebt wird ...

Liebe Grüße
Trainee
 
Hallo Trainee,
beim Titel ist mir natürlich ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen.

Ich habe in meinem Gedicht die Oberhoheit des Geistes (spricht der Vernunft) gemeint. Nur wenn Körper und Geist als Einheit gesehen werden, können sich beide wirklich frei entwickeln.
Adam und Eva stehen hier für mich nur als Metapher aus der Bibel, die ich nicht gutheiße. Mir geht es also nicht um die vermeintliche Herrschaft des Mannes. Ganz im Gegenteil...


Sei herzlich gegrüßt. Und Danke für Deine Zeilen.
Karl
 

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