falle

lapismont

Foren-Redakteur
Teammitglied
falle

verwundert benennst du
meine faulenden stellen
und ich weise noch hin
auf das hitzeproblem

doch was dir
hier noch
von mir
(letztlich) blebt
sind modder und stinkende reste

am morgen
mein schatz
brachte ich dir
brötchen ins haus
dieses weißbrotgelumpe
und aß artig
gelee dazu

bis du
zum aufbruch bliest
und es bewegung nanntest
was
jagd
für mich hieß
das ließest du zu
nur zu
sagtest du

geh
schoss
triff
mich

verwundet
schlaf ich
mit den schwatzhaften witwen
und sie verlassen mich
alle
hungrig
ein bein in den netzen
der geifer vertrocknet

folgen sie dir

so saftig


ich habe die liebe
in beton gegossen
ein sturm wird sie
nicht lösen
aber
das interessiert spinnen nicht

so dreh mich noch einmal
wink den hurricanbeinen
bis du in der falle bist
schlafend vielleicht

dann
kann ich reden
 

blackout

Mitglied
Tja, was soll man dazu sagen, Lapismont? Ich bin ratlos. Man braucht eben eine gewisse Prise Talent zum Schreiben von Gedichten, das ist eigentlich alles.

Ich habe heute ein Gedicht gelesen, von einem US-amerikanischen Lyriker namens Neeli Cherkovski. Kann ich dir leider nicht posten, weil er noch nicht 70 Jahre tot ist. Der hat, ohne deine Werke zu kennen, dein und anderer Poeten Werk kommentiert. Empfehlenswerter Faustschlag direkt in den Magen der heutigen Lyrik.

blackout
 

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