fast nur widersprüche

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ruhe suche ich und
verweile blind im chaos
frage nach fragen
um eindeutiger zu antworten
wünsche mir einen gott
dem ich nicht glauben kann
bleibe vollkommen gelassen
ein veränderter veränderer
der aus seinem dachfenster schaut
in eine zum feindlichen gebiet
erklärte januargraue umwelt
warte auf hellgrüne baumspitzen
und strebe nach jener goldmitte
die mich mit langeweile erstickt

allein eindeutig bleibt am ende
der tod
 
T

Trainee

Gast
Hallo Karl,
ein Gedicht voller Wahrheiten: Das Leben als Widerspruch in sich. Dieses (vermeintliche?) Streben nach Harmonie, nach einer Mitte, die sich täglich neu definiert. Sozusagen von linksmittig bis rechts außen ...
Im vorletzten Vers bedarf es aus meiner Sicht des "allein" nicht; gerade der kleine Hebungsprall lässt nochmals aufhorchen und visualisiert (wie heißt das bei Tönen ... horchisiert? ;) ) den Widerspruch.

...
und strebe nach jener goldmitte
die mich mit langeweile erstickt

eindeutig bleibt am ende
der tod
Liebe Grüße
Trainee
 
ruhe suche ich und
verweile blind im chaos
frage nach fragen
um eindeutiger zu antworten
wünsche mir einen gott
dem ich nicht glauben kann
bleibe vollkommen gelassen
ein veränderter veränderer
der aus seinem dachfenster schaut
in eine zum feindlichen gebiet
erklärte januargraue umwelt
warte auf hellgrüne baumspitzen
und strebe nach jener goldmitte
die mich mit langeweile erstickt

eindeutig bleibt am ende
der tod
 

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