Dionysos von Enno
Mitglied
Sie wartet nicht mehr. Doch ihr ganzer Leib
ist wie ein Haus, durch das die Stille geht,
die jede Tür, die offen vor ihr steht,
durchschreitet - und sie selbst
(sich selbst!)
ein fremdes
Weib.
Kein Mann hat sie berührt; allein der Krieg,
der wie die Sense durch die Felder zog
und ihren Einen aus dem Atem schlug
ihn fortnahm, eh sein Wort zum Munde stieg.
Dort liegt ein Feld, so endlos und so weit,
daß es die Namen, die es birgt, vergißt;
ein Schweigen drüber, das die Lebenden zerfrißt,
drunter auch er - ein Teil der Dunkelheit.
Sie aber trägt ihn weiter wie ein Licht,
das keiner sieht und das noch alle Wärme kennt:
in ihrem Blut ein Sommer ohne End,
in ihrem Aug sein schwindendes Gesicht.
Und manchmal, wenn die Dämmrung niedergeht
und alle Dinge tief ins Dunkel hinein gehen,
spürt sie ihn nah, so nah wie nie geschehn,
und fühlt, was er aus seinem Totenreich erfleht:
Trag mich nicht länger.
Leg mich ab.
Und geh
youtu.be
ist wie ein Haus, durch das die Stille geht,
die jede Tür, die offen vor ihr steht,
durchschreitet - und sie selbst
(sich selbst!)
ein fremdes
Weib.
Kein Mann hat sie berührt; allein der Krieg,
der wie die Sense durch die Felder zog
und ihren Einen aus dem Atem schlug
ihn fortnahm, eh sein Wort zum Munde stieg.
Dort liegt ein Feld, so endlos und so weit,
daß es die Namen, die es birgt, vergißt;
ein Schweigen drüber, das die Lebenden zerfrißt,
drunter auch er - ein Teil der Dunkelheit.
Sie aber trägt ihn weiter wie ein Licht,
das keiner sieht und das noch alle Wärme kennt:
in ihrem Blut ein Sommer ohne End,
in ihrem Aug sein schwindendes Gesicht.
Und manchmal, wenn die Dämmrung niedergeht
und alle Dinge tief ins Dunkel hinein gehen,
spürt sie ihn nah, so nah wie nie geschehn,
und fühlt, was er aus seinem Totenreich erfleht:
Trag mich nicht länger.
Leg mich ab.
Und geh
Feldpost
Sie wartet nicht mehr. Doch ihr ganzer Leibist wie ein Haus, durch das die Stille geht,die jede Tür, die offen vor ihr steht,durchschreitet - und sie selbst(...