Ferdinands Teepause mit Cantor und Staubtee in Hutschenreuther-Tassen

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Cantor‑Teepause
(Ein Gedicht für Ferdinand und von Ferdinand)

Ferdinand besuchte Cantor eines Tages
und er sprach zu Cantor: "Ja, ich wag es!
Komm, wir legen eine Pause ein."
Cantor sprach: "Das wäre wirklich fein."


Es war grade 15:00 Uhr, wie immer.
und der Teedurst wurde schlimm und schlimmer.

Es begann, wie stets, bei jeder Pause:
Cantor sagte: Fühle dich zu Hause!"
Es begann: Mit einem leisen Klirren
startete ein Bruch in den Geschirren.

Delta kam, Funktion mit fester Haltung.
Seltsames begann in der Verwaltung.
Denn die Pause teilte sich in zwei
Dann sofort in vier, nicht erst in drei.

Dann in acht, in sechzehn, mehr und mehr.
In unendlich viele, schau mal her.

Jede kleiner als die grade eben,
immer weniger soll sie ergeben.

Cantor startete mit Stühlerücken,
doch kein Stäubchen wollte sich verdrücken.
Und der Staub bedeckte alle Tische,
und er bildete Fraktalgemische.

Zwischen allen Pausen lagen Lücken,
Pausen, Lücken, pauen, keine rücken.
Delta und dx, die ständig streiten.
mussten immer schneller heftig streiten.

„Hier gibt es nur Dedekindsche Schnitte!
Nicht die Kleinsche Flascheohne Mitte!“

Die Cantor‑Teepause besteht
aus unendlich vielen, und vergeht.
Teepausen sind gut für jedes Leben.
Trotzdem werden sie Maß Null ergeben.
.

"Diese Pause ist kein Schabernack.
Es ist eine Pause mit Geschmack.“

Und die Teepause endete, welch ein Erlebnis:
— in jeder Kopie, in jeder Lücke, in jeder Iteration — ohne Ergebnis.
 



 
Oben Unten