Fläuschen lausen

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HerbertH

Mitglied
Lieber Walther, eine eigentümliche Stimmung, in der das LyrI zu sein scheint, so gar nicht verbissen in dem, was es (um)treibt. Ist der Titel mundartlich geprägt oder "nur" ein Verniedlichung der Flausen, die da im Kopf herumspuken? Liebe Grüße Herbert
 

Walther

Mitglied
Hi Herbert,

das ist eine verniedlichung der flausen. :) das gedicht ist ein spaß mot worten und bildern, das sich und das lyrich nicht ganz ernst nimmt.

danke fürs entdecken!

lg W.
 
T

Trainee

Gast
Hallo Walther,

ich hoffe, dass du dich nicht gerade in einer Schaffenskrise befindest, wie sie uns wohl alle zuweilen überfällt.
Dein Gedicht

Fläuschen lausen


Ich hüll mich ein
fach in mein mit
leid & wein mit
mir ein stündchen

Dann lass ich mich
mir die fläuschen
lausen & kichre
mich frei ei ei

Glaub nicht was ich
schrieb & schrieb nicht
was ich glaub gut
sag ich gut so
erscheint mir leider misslungen. Schon der Titel stößt mir unangenehm auf, weil ich mich als erwachsene Frau begreife und allen Verniedlichungen eher skeptisch gegenüber stehe.
Zudem kann ich mir unter dem "Lausen von Fläuschen" rein gar nichts vorstellen. Zwar gibt es im Deutschen den Begriff "Flausen", doch werden jene in der Regel nicht gelaust. Zumindest mutet das ungewöhnlich an.

Nun zur ersten Versgruppe:

Ich hüll mich ein
fach in mein mit
leid & wein mit
mir ein stündchen
"ich hüll mich ein" ist ok. Danach müsste aber infolge deines Enjambements eine weitere Sinneinheit folgen. Was folgt ist jedoch
"fach in mein mit", was ich als unsinnig empfinde. Die beiden Endverse gehen für mich in Ordung.

In der zweiten Versgruppe kicherst du dich frei: "Ei, ei."
Mmh. - Dazu fällt mir leider nichts Passendes ein. Vielleicht soll aber der Reim für sich sprechen?

Die letzte Versgruppe finde ich gut (!) Darauf ließe sich aufbauen. Derzeit rette sie den Rest nicht hinreichend.
Ich hoffe aufrichtig, dass du bald zu deiner alten Form zurückfinden wirst und
grüße freundlich

Trainee
 

Walther

Mitglied
Lb Trainee/Heidrun/8Zwerg/Orlando etc pp,

in einer schaffenskrise befinde ich mich nicht. schon dieser schlenker zeigt, wie du gerade draufbist. so beginnt man keine sachliche textkritik.

deine hinweise habe ich dankend entgegengenommen und möchte sie nicht kommentieren.

allerdings möchte ich dich aus gegebenem anlaß bitten, mich und meine texte nicht weiter mit deiner anwesenheit zu versehen. allen, die es wissen möchten, ist unsere gemeinsame geschichte bekannt. daher muß ich dir einfach die nötige distanz zur besprechung und fairen würdigung meiner texte absprechen.

ich danke dir für dein verständnis im voraus.

übrigens: mit deinen texten halte ich mich aus gutem grund ebenso heraus. das ist ein kluges und forenorientiertes vorgehen, um verhakelungen vorzubeugen.

lg W.
 
T

Trainee

Gast
Hallo Walther,
ich verstehe deinen Unmut nicht.
Meine Kritik ist sachlich verfasst, im ersten Satz lediglich durch aufrichtiges Mitgefühl geprägt, und in keiner Weise ehrverletzend.
Ein "gemeinsame Geschichte" hatten und haben wir übrigens nicht. Und ich bitte dich höflich darum, diesen Eindruck in Zukunft zu vermeiden. :cool:
im Übrigen steht es mir frei zu kommentieren, wann immer ich es möchte, solange ich nicht gegen geltende Nettiquette verstoße. Das gilt übrigens auch für dich.

Mit freundlichen Grüßen
Trainee
 

Walther

Mitglied
Lb. Heidrun,

deine kritik ist ebenso unsachlich wie persönlich motiviert. punkt.

ich wiederhole meine bitte: halte dich aus meinen sachen raus und geh mir aus dem weg! ich lasse dich ebenfalls in ruhe.

ich habe dich nun nochmals freundlich darum gebeten. das sollte grund genug sein, um aus respekt vor den ansicht des anderen seinem wunsch zu entsprechen.

lg W.
 
T

Trainee

Gast
Hallo Walther,
vielen Dank für deine erneute Antwort.
Aus meiner Sicht lässt sich der gern beschworene Forenfrieden nicht dadurch herstellen, dass sich einige User ihrer Kritiker entledigen. Denn das Forum beruht auf freiem Wettbewerb und einem ausgeklügelten Wertungssystem.

Ich finde das Gedicht, wie ich bereits erwähnte, stark überarbeitswürdig. Und habe dir auch mitgeteilt, warum, dazu aber bislang keine Antwort erhalten.

Es irritiert mich schon ein wenig, dass du an unzähligen anderen Stellen Gedichte wegen sog. "anonymer Schlechtwertungen" löschst, gleichsam zur Bestrafung der Nachwelt, dich aber bei mir auf eine leicht übergriffige Art ("unsere gemeinsame Geschichte") darüber erbost zeigst, wenn ich dir eine begründete (!) Kritik schreibe.
Was willst du also?
Schau, du bist in allen Foren (noch mit Ausnahme von dsfo) registriert, stellst überall dieselben Werke aus; meinst du nicht, dass sich unter diesen vielen, vielen Lesern, Menschen befinden, denen sich "lausende Fläuschen" gefallen werden? - Auch hier hast du schon zwei gefunden! Und sicher werden es noch mehr. :) - Stellt dich das nicht zufrieden?

Ich selber bin in Bezug auf Lyrik recht anspruchsvoll - und werde es wohl bleiben. Je mehr ich darüber erfahre, desto eher fallen mir Mängel auf. Und ich weise darauf hin, ganz wie es meiner Pflicht als erfahrene Userin entspricht.

Liebe Grüße
Trainee
 

Walther

Mitglied
Lb Heidrun,

dein standpunkt, der off-topic ist, tut nichts zu sache. er interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. du bist dafür zum glück nicht zuständig.

ich bewerte dein verhalten auch nicht, mit der ausnahme, daß ich dich noch- und letztmals bitte, endlich ruhe zu geben und deiner wege zu gehen. es gibt genügend willige opfer, die du mit deiner aufmerksamkeit ganztägig betreuen kannst.

bester gruß

W.
 
T

Trainee

Gast
Vielen Dank, lieber Walter,
für deine erneute Aufmerksamkeit. Und du hast ganz Recht, zur "Betreuung" bin ich nicht hier. Wohl aber zur Textarbeit, dem angemessenen Austausch unter
Lyrikinteressierten - der tragenden Säule der Leselupe. -
Du warst weiter vorn so freundlich, all meine Lupeninkarnationen aufzuzählen (eine hatte ich selber schon ganz vergessen :D) und sicherlich ein wenig enttäuscht, daraufhin so wenig Resonanz zu ernten.
Das mag vielleicht daran liegen, dass meine Kommentare und Kritiken durchaus geschätzt werden. Selbst von denjenigen, die mich nicht wirklich lieb haben. Weil sie nämlich ehrlich und fundiert sind und ich eine Ausarbeitung nicht scheue. Auch bin ich in der Lage, einen Autor von seinem Text zu abstrahieren.
In der Vergangenheit ist es mir übrigens häufig genug untergekommen, auch eine deiner Arbeiten gut bis sehr gut zu bewerten. Was leicht zu recherchieren ist.
Was du allerdings in jüngster Zeit eingestellt hast, entspricht - aus meiner Sicht - diesem früheren Niveau keineswegs (deshalb meine freundliche (!) Frage nach einer Schaffenskrise).
Du siehst also, es gibt wenig Grund, mich zu meiden. Ich grüße dich deshalb unverdrossen und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit :)

Trainee
 

Walther

Mitglied
Lb Heidrun,

auf deine betreuung kann und möchte ich verzichten. sie ist für mich absolut irrelevant.

danke und gruß

W.
 

ENachtigall

Mitglied
Hallo Leuts und Walter,

dieses Gedicht (am Tag der Philosophie); vielleicht deutet es - wer weiß warum - assoziativ in Richtung Hegels Dialektik; wenngleich nicht ohne poetische Befremdlichkeit:

Melancholie

Ich hüll(e) mich einfach in mein mitleid & wein(e) mit mir ein stündchen

Unfug

Dann lass(e) ich mich(/)mir die fläuschen lausen & kichre
mich frei ei ei
Relativierung

Glaub(e) nicht was ich schrieb & schrieb nicht was ich glaub(e) gut sag(e) ich gut so


Ideell also: der Mensch (als Wesen seiner selbst) im Strudel der Schwere erfindet die Leichtigkeit.

Das Leben ist eine Folge von Verfallsmomenten.

Oder so.

Schöne Grüße von Elke
 

Walther

Mitglied
lb Elke,

der text ist als twitter-lyrik (280) entstanden. wie du richtig erspürt hast, geht es dem autor darum, mit melancholie und selbstmitleid ein böses spiel zu spielen, ein doppeltes, ein ironisch-selbstironisches.

daher hat die "philosophie"-interpretation etwas für sich. ob Hegel gemeint ist? die dialektik ist ein probates mittel, um plakatives als solches zu entlarven, daher paßt und gehört sie in solche spielchen, wie der text sie treibt.

am ende rollt das lyrich die fahne ein, weil es das ganze vielleicht übertrieben haben könnte ...

danke fürs reinlesen und in die zwischenräume fühlen!

lg W.
 

molly

Mitglied
Walther, ist doch ganz einfach hier bei uns: :)

Ein Spatz ist ein Spätzle
ein Schatz - ein Schätzle
ein Haus - ein Häusle
eine Laus - ein Läusle usw.

Liebe Grüße(le)

molly
 

Walther

Mitglied
so isses,

lb Molly,

es gibt menschen unter dieser sonne, die die wonne der verkleinerungen unter sichliebhabenden und den südwestdeutschen dilektsprechern nicht verinnerlicht haben.

lg W.
 

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