Föhn

4,00 Stern(e) 2 Bewertungen

onivido

Mitglied
Herrliches Frühlingswetter. Da treibt es die meisten Menschen hinaus in die erwachende Natur, auch wenn es nur in den Englischen Garten ist, dem Park im Isartal, Stolz der Eingeborenen. Gute fünfzig Prozent, der in den Monaten Februar bis Juni geborenen Münchner, werden dort angeblich gezeugt.
Auf dem gekiesten Weg pilgern die Spaziergänger zum “Chinesischen Turm”. Ein kleiner Junge liegt auf dem Boden, schreit sich die Seele aus dem Halse.
“Moses, steh jetzt bitte auf!" fleht seine Mutter.
“Komm wir gehen zur Eisdiele!”

“Schrei nur, Kloana, des is gsund für d´Lunga”, meint ein älterer Passant spöttisch und erntet dafür einen entrüsteten Blick der Mutter des Balgs und den ätzenden Rat sich um seinen eigenen Angelegenheiten zu kümmern.
Der Mann, Herrn kann man jemanden mit so einem Verhalten nun wirklich nicht nennen, geht unbeeindruckt ein paar Schritte weiter und setzt sich auf eine Bank. Will er den Ausgang des Dramas beobachten? Schmerzen ihn die Füsse vom Spaziergang, oder ist es das Pochen der afrikanischen Trommeln, das aus der angrenzenden Wiese dringt, was ihn zum Sitzen anhält? Afrika! Rufen die Trommeln wieder Erinnerungen wach? Hadert er wieder mit sich, weil er Miriam Mzotho nicht geheiratet hatte?
Mittlererweile sind sogar zwei Polizisten an dem Befinden des Schreihals interessiert. Bestimmt wachen sie darüber, dass die Mutter das Kind nicht mit brüskem Verhalten für den Rest seines Lebens traumatisiert.
Ein junger Mann nutzt die Gelegenheit einer Gafferin die Handtasche zu entreissen und sprintet davon. Der Mann auf der Bank, bewegt sich kaum merklich. Der Handtaschendieb stürzt über sein ausgestrecktes Bein und prallt hart auf den Kiesweg. Die gestohlene Handtasche hat sich beim Aufprallen auf dem Boden geöffnet.Handy, Hausschlüssel, Geldbeutel, Tempotaschentücher, Sonnenbrille, Kugelschreiber liegen verstreut auf dem Kiesweg. Und sind das nicht sogar Condome? Der verhinderte Dieb kommt nach ein paar misslungenen Versuchen benommen auf die Beine und humpelt aus mehreren Schierfwunden blutend davon. Die Eigentümmerin der Handtasche sammelt erbittert den Inhalt der Tasche zusammen. Die Polizisten sind immer noch mit dem schreienden Kind beschäftigt. Der alte Mann setzt seinen Weg fort, zum chinesischen Turm, zu einem kühlen Weissbier.
 

Ofterdingen

Mitglied
Hallo,

Ich will nicht allzu kleinlich sein, doch ist der Text sprachlich schon ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Egal, ich finde es mutig von dir, dass du dich mit diesem Beitrag in die Leselupe getraut hast (Ich nehme an, du bist nicht von hier, sondern von irgendwo im Ausland, vielleicht Schwarzafrika). Würde ich einen ähnlichen Text schreiben für ein afrikanisches Publikum, würde ich vorher vermutlich meine Kisuaheli- oder anderen Afrikanisch-Kenntnisse überprüfen und nicht einfach drauflos schreiben. Du hast dich anders entschieden. Sei´s drum.

"Mittlererweile sind sogar zwei Polizisten an dem Befinden des Schreihals interessiert."

Es gibt im Deutschen den Genitiv und deswegen muss es heißen "des Schreihalses".

"Condome?" Schreibt man mit K: Kondome.

"... humpelt aus mehreren Schierfwunden blutend davon" muss heißen: Schürfwunden

Trotzdem: Lasse dich nicht entmutigen! Mache einfach weiter! Und wenn du mal ein bisschen Knete übrig hast, kaufe dir ein deutsches Wörterbuch und/oder die Duden-Grammatik.

Mit besten Grüßen,

Ofterdingen
 

onivido

Mitglied
hallo Ofterdingen,
von Schwarzafrika bin ich zwar nicht, aber diese Menschen mit meinen "Schierfwunden" in Verbindung zu bringen ist gerade jetzt schon sehr waghalsig. Natuerlich hast du Recht . Ich bin im Ausland, nur hast du dich im Kontinent geirrt. Fuer deine Hilfe bin ich dir sehr dankbar und ich werde den Text sofort korrigieren, bevor noch mehr Leser meine Sprachmaengel bemerken. Na ja, vielleicht koennen sie sogar darueber lachen. Dann haette ich wenigstens was Gutes angestellt.
Danke////Onivido
 

onivido

Mitglied
Herrliches Frühlingswetter. Da treibt es die meisten Menschen hinaus in die erwachende Natur, auch wenn es nur in den Englischen Garten ist, dem Park im Isartal, Stolz der Eingeborenen. Gute fünfzig Prozent, der in den Monaten Februar bis Juni geborenen Münchner, werden dort angeblich gezeugt.
Auf dem gekiesten Weg pilgern die Spaziergänger zum “Chinesischen Turm”. Ein kleiner Junge liegt auf dem Boden, schreit sich die Seele aus dem Halse.
“Moses, steh jetzt bitte auf!" fleht seine Mutter.
“Komm wir gehen zur Eisdiele!”

“Schrei nur, Kloana, des is gsund für d´Lunga”, meint ein älterer Passant spöttisch und erntet dafür einen entrüsteten Blick der Mutter des Balgs und den ätzenden Rat sich um seinen eigenen Angelegenheiten zu kümmern.
Der Mann, Herrn kann man jemanden mit so einem Verhalten nun wirklich nicht nennen, geht unbeeindruckt ein paar Schritte weiter und setzt sich auf eine Bank. Will er den Ausgang des Dramas beobachten? Schmerzen ihn die Füsse vom Spaziergang, oder ist es das Pochen der afrikanischen Trommeln, das aus der angrenzenden Wiese dringt, was ihn zum Sitzen anhält? Afrika! Rufen die Trommeln wieder Erinnerungen wach? Hadert er wieder mit sich, weil er Miriam Mzotho nicht geheiratet hatte?
Mittlererweile sind sogar zwei Polizisten an dem Befinden des Schreihalses interessiert. Bestimmt wachen sie darüber, dass die Mutter das Kind nicht mit brüskem Verhalten für den Rest seines Lebens traumatisiert.
Ein junger Mann nutzt die Gelegenheit einer Gafferin die Handtasche zu entreissen und sprintet davon. Der Mann auf der Bank, bewegt sich kaum merklich. Der Handtaschendieb stürzt über sein ausgestrecktes Bein und prallt hart auf den Kiesweg. Die gestohlene Handtasche hat sich beim Aufprallen auf dem Boden geöffnet.Handy, Hausschlüssel, Geldbeutel, Tempotaschentücher, Sonnenbrille, Kugelschreiber liegen verstreut auf dem Kiesweg. Und sind das nicht sogar Kondome? Der verhinderte Dieb kommt nach ein paar misslungenen Versuchen benommen auf die Beine und humpelt aus mehreren Schürfwunden blutend davon. Die Eigentümmerin der Handtasche sammelt erbittert den Inhalt der Tasche zusammen. Die Polizisten sind immer noch mit dem schreienden Kind beschäftigt. Der alte Mann setzt seinen Weg fort, zum chinesischen Turm, zu einem kühlen Weissbier.
 

Oben Unten