monsieur H
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Einmal pro Woche hole ich mir in der Mittagspause einen „Taco“. Der Weg ist etwas länger als zu Frau Mai im Bahnhof, wo es Nudeln und Reis gibt. Den „French-Tacos“-Imbiss betreiben Türken, Frau Mai betreibt einen Asiaten, oder sollte ich sagen, eine Asiatin, der Laden heißt „Mai-Mai“, weil sie ihn mit ihrem Mann führt.
Ich finde die Tacos sehr praktisch, weil sie schmecken und man sie in einer kleinen Papiertüte mitnehmen kann, keine Alufolie wie bei Dürüms. Ansonsten ist es auch eine Teigtasche, mit Inhalt nach Wahl.
Heute kam ich in den Laden und entdeckte einen neuen Verkäufer, einen jungen Araber, der mich freundlich anlächelte. „Du bist neu“ sagte ich, da ich seine beiden Kollegen gut kenne und diese mich auch. Er runzelte fragend die Stirn. „Du bist neu“ wiederholte ich langsam und deutlich und lächelte auch. „Die 9“, fragte er zurück. Alle Gericht im Tacoladen sind nummeriert und offensichtlich erwartete er eine Nummer, „neu“ klingt wie 9. Ich versuchte es noch einmal in anderen Worten, aber er zückte sein Telefon und rief wahrscheinlich einen Kollegen an, der als Telefonjoker fungieren sollte. Mein Small-Talk-Versuch war fehlgegangen. Ich erklärte der gut deutsch sprechenden Telefonstimme, dass ich nur die Nummer 16 haben wollte. Das klappte auch.
Beim Warten dachte ich über die Sprachverwirrung in dieser Speise nach. „French Tacos“. Tacos kommen aus Mexiko, das Wort ist spanisch. French ist soweit richtig, dass diese Form von Teigtasche zuerst in Frankreich gereicht wurde. Dann natürlich das Wort „französisch“ ins Englische übersetzt und fertig ist ein glatt durchgehender Markenname für ein Produkt, dass sich einfach gut verkaufen soll, am besten weltweit.
Der junge Mann kassierte 8 € und bedankte sich sehr freundlich für meinen Einkauf.
Die Mitarbeiter von Mai-Mai gehören zur Familie. Ich konnte den Satz „Sie sind neu“ dort noch nicht verwenden.
31.3.26
Ich finde die Tacos sehr praktisch, weil sie schmecken und man sie in einer kleinen Papiertüte mitnehmen kann, keine Alufolie wie bei Dürüms. Ansonsten ist es auch eine Teigtasche, mit Inhalt nach Wahl.
Heute kam ich in den Laden und entdeckte einen neuen Verkäufer, einen jungen Araber, der mich freundlich anlächelte. „Du bist neu“ sagte ich, da ich seine beiden Kollegen gut kenne und diese mich auch. Er runzelte fragend die Stirn. „Du bist neu“ wiederholte ich langsam und deutlich und lächelte auch. „Die 9“, fragte er zurück. Alle Gericht im Tacoladen sind nummeriert und offensichtlich erwartete er eine Nummer, „neu“ klingt wie 9. Ich versuchte es noch einmal in anderen Worten, aber er zückte sein Telefon und rief wahrscheinlich einen Kollegen an, der als Telefonjoker fungieren sollte. Mein Small-Talk-Versuch war fehlgegangen. Ich erklärte der gut deutsch sprechenden Telefonstimme, dass ich nur die Nummer 16 haben wollte. Das klappte auch.
Beim Warten dachte ich über die Sprachverwirrung in dieser Speise nach. „French Tacos“. Tacos kommen aus Mexiko, das Wort ist spanisch. French ist soweit richtig, dass diese Form von Teigtasche zuerst in Frankreich gereicht wurde. Dann natürlich das Wort „französisch“ ins Englische übersetzt und fertig ist ein glatt durchgehender Markenname für ein Produkt, dass sich einfach gut verkaufen soll, am besten weltweit.
Der junge Mann kassierte 8 € und bedankte sich sehr freundlich für meinen Einkauf.
Die Mitarbeiter von Mai-Mai gehören zur Familie. Ich konnte den Satz „Sie sind neu“ dort noch nicht verwenden.
31.3.26