Freiwilligkeit und Pflicht

steyrer

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Die Petition „Bedingungslose Forschungsakzeptanz“ unterstützt einen Gesetzesentwurf: Wer als Nicht-Forscher validierte Forschungsergebnisse leugnet, solle mit einer Geldstrafe belegt und im Wiederholungsfall inhaftiert werden. Anfangs unterschrieben fünfhundert, dann tausend und schließlich zehntausend. Die Initiatoren schlossen daraus: „Dies ist ein eindrucksvoller Beweis für die Wachsamkeit unserer Bürgerinnen und Bürger!“ Obwohl mir das seltsam erschien, schob ich meine Zweifel beiseite, denn unachtsame könnten sich irren, nicht jedoch wachsame. Deshalb leugne ich nicht, sondern akzeptiere, bis aus meiner Freiwilligkeit Pflicht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Aniella

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Hallo @steyrer ,

Spätestens, wenn es Gesetz geworden ist. Ist Akzeptanz nicht auch eine Form der Abgrenzung? Du darfst machen, was Du willst, solange es mich nicht berührt. Wann und wie fällt dann dieser letzte Vorhang und es folgt die Pflicht? Ein schleichender Prozess, wie bei Ebbe und Flut … Irgendwie klar, aber trotzdem unvorhersehbar, wenn man mittendrin ist.

LG Aniella
 

petrasmiles

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Dein LyrI ist der klassische Mitläufer und denken kann er auch nicht - entschuldige, das war mein erster Gedanke, und ich musste gar nicht lachen, weil das Weinen so viel näher liegt.
Ist schon eine schwere Sache mit dem Humor, wenn die Realität dem Irrwitz den Rang abläuft und die Satire von der Realsatire überholt wird.
Aber Du hast Dich bemüht :D

Liebe Grüße
Petra
 

steyrer

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Hallo @Aniella,

Vorweg: Es ist kein Kommentar, sondern eine Kurzsatire und deshalb verwende ich ein lyrisches Ich, das wesentlich einfacher gestrickt ist, als ich selbst.
Ist Akzeptanz nicht auch eine Form der Abgrenzung?
Ja. „Bedingungslose Forschungsakzeptanz“ ist deshalb sogar ein Widerspruch in sich selbst.
Wann und wie fällt dann dieser letzte Vorhang und es folgt die Pflicht? Ein schleichender Prozess, wie bei Ebbe und Flut … Irgendwie klar, aber trotzdem unvorhersehbar, wenn man mittendrin ist.
Und Pflicht führt zu Unterwerfung, Unterwerfung führt zu Verbitterung, Verbitterung führt zu Empörung. Satire ist hier wie ein Fahrzeug, mit dem ich versuchen kann, über ein Minenfeld zu fahren, ohne hochzugehen.

Schöne Grüße
steyrer
 

steyrer

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Aniella

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Hallo @steyrer,

Vorweg: Es ist kein Kommentar, sondern eine Kurzsatire und deshalb verwende ich ein lyrisches Ich, das wesentlich einfacher gestrickt ist, als ich selbst.
Das ist klar. Nichts anderes habe ich angenommen und gemeint. Aber vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Nichts für ungut. :)

Der Weg des geringsten Widerstandes ist oft, aber nicht immer, der beste Weg.

VG Aniella
 



 
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