Frühlingsnacht

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Den Wipfeln ist das junge Blatt verschollen
Die Blumen noch die eben trieben
Ein dichter schwarzer Fleck ist uns geblieben
Aus dem die Frühlingsdüfte rollen

Da sitzt man unter hohen Eichenbäumen
Die Geige leise in der Hand
Und sieht wie Schatten sich auf Schatten säumen
Zu einem dunklem Schattenland

Und über mir der weiße Sichelmond
Der Amsel wunderlieber Sang
Und noch bevor der Bogen auf den Saiten wohnt
Erklingt der erste Geigenklang...
 

Vera-Lena

Mitglied
Hallo Patrick,

dein Stimmungsbild zu einem Frühlingsabend gefällt mir gut.

Ein paar Änderungsvorschläge möchte ich Dir machen.

In der Lyrik wirkt das "man" sehr unpersönlich und nimmt dem Text die persönliche Bezogenheit, welche Du doch ganz eindeutig ausdrücken möchtest.

Die Geige "leise" in der Hand, würde ich durch "lautlos" in der Hand ersetzen, denn noch erklingt sie ja nicht, wie es uns Deine letzte Strophe verrät.

Die vielen "Und" würde ich aus dem Text herausnehmen.

So zB.: "Die Schatten dichter sich an Schatten säumen"

Hier hast Du einen kleinen Tippfehler. Es muss "dunklen" heißen.

Die letzte Strophe könntest Du, um dem "Und" zu entgehen anfangen lassen mit "Hoch über mir"

Die letzte Strophe finde ich besonders schön, weil sie mehrere Interpretationen zulässt.

Das lyrische Ich könnte, ausgelöst durch den Abendgesang der Amsel, (den ich selbst auch gut kenne) das Gefühl haben, dass die Geige ganz von selbst mitsingt, oder das lyrische Ich ist so begeistert von dieser abendlichen Stimmung, dass die Hände wie von selbst die Geige erklingen lassen.

Hoffentlich stört es Dich nicht, wenn ich den Text jetzt einmal wegen des besseren Überblicks ab der zweiten Strophe so aufschreibe, wie ich ihn mir vorstelle. Es ist und bleibt Dein Gedicht.

Da sitz ich unter hohen Eichenbäumen
Die Geige lautlos in der Hand
Die Schatten dichter sich an Schatten säumen
Zu einem dunklen Schattenland

Hoch über mir der weiße Sichelmond.....
usw.

Liebe Grüße
Vera-Lena
 
Den Wipfeln ist das junge Blatt verschollen
Die Blumen noch die eben trieben
Ein dichter schwarzer Fleck ist uns geblieben
Aus dem die Frühlingsdüfte rollen

Da sitzt ich unter hohen Eichenbäumen
Die Geige lautlos in der Hand
Die Schatten fließend sich auf Schatten säumen
Zu einem dunklen Schattenland

Weiß über mir der krumme Sichelmond
Der Amsel wunderlieber Sang
Bevor der Bogen auf den Saiten wohnt
Erklingt der erste Geigenklang...
 
Den Wipfeln ist das junge Blatt verschollen
Die Blumen noch die eben trieben
Ein dichter schwarzer Fleck ist uns geblieben
Aus dem die Frühlingsdüfte rollen.

Da sitzt ich, unter hohen Eichenbäumen
Die Geige lautlos in der Hand
Die Schatten fließend sich an Schatten säumen
Zu einem dunklen Schattenland.

Weiß über mir, der krumme Sichelmond
Der Amsel wunderlieber Sang
Noch bevor der Bogen auf den Saiten wohnt
Erklingt der erste Geigenklang...
 
Hallo Vera Lena

Es stört mich nicht das du deine ( bessere Version) hier niedergeschrieben hast, zu einem sehr persönlichen Text den ich schon in der Versenkung gesehen habe.
Im Gegenteil, Kommentare wie deiner sind der Grund warum ich vom fleißigen Leser der Leselupe den Schritt gewagt habe mich auch als Autor zu versuchen.
Lernen ist die Devise :)

Die unds habe ich jetzt ausgebessert, ich hoffe der Text klingt so angenehmer.
Beim "man" habe ich ein wenig gezögert, würde ich Laute in den Text einfügen wäre die Zeile mit einem wohligen Seufzer gelesen. Ich neige dazu wenn ich Sätze die ich vor Zufriedenheit " auszeufze" von mir nicht als "ich" zu sprechen.
Aber für den Leser ist dass wohl etwas befremdlich daher wurde es durch "ich" ersetzt.
Danke für die Rückmeldung
Gruß
Patrick
 
Den Wipfeln ist das junge Blatt verschollen
Die Blumen noch die eben trieben
Ein dichter schwarzer Fleck ist uns geblieben
Aus dem die Frühlingsdüfte rollen.

Da sitzt ich, unter hohen Eichenbäumen
Die Geige lautlos in der Hand
Die Schatten fließend sich an Schatten säumen
Zu einem dunklen Schattenland.

Weiß über mir, der krumme Sichelmond
Der Amsel wunderlieber Sang
Bevor der Bogen auf den Saiten wohnt
Erklingt der erste Geigenklang...
 

Vera-Lena

Mitglied
Hallo Patrick,

schön, dass Du Vorschlägen zugänglich bist.

Ich weiß ja nicht, wie andere Leser das sehen, aber mir gefällt Dein Text jetzt noch besser.

Liebe Grüße
Vera-Lena
 

buchstab

Mitglied
Hallo Patrick,

ich würde auch sehr zu Vera-Lenas Vorschlag "Hoch über mir..." tendieren, das "Weiß" hat mich, noch dazu mit Komma hinterher aus dem Rhythmus gehauen, da ich es beim ersten Lesen im Sinne von Wissen verstanden habe.
Mir haben die Bilder des Gedichts von Anfang an auch sehr gefallen, aber es hakte halt etwas. Meine Lösungen hätten zu viel verändert und das wollte ich nicht. So ist es viel schöner.:)

lg

buchstab
 
Den Wipfeln ist das junge Blatt verschollen
Die Blumen noch die eben trieben
Ein dichter schwarzer Fleck ist uns geblieben
Aus dem die Frühlingsdüfte rollen.

Da sitzt ich, unter hohen Eichenbäumen
Die Geige lautlos in der Hand
Die Schatten fließend sich an Schatten säumen
Zu einem dunklen Schattenland.

Hoch über mir, der krumme Sichelmond
Der Amsel wunderlieber Sang
Bevor der Bogen auf den Saiten wohnt
Erklingt der erste Geigenklang...
 
Den Wipfeln ist das junge Blatt verschollen
Die Blumen noch die eben trieben
Ein dichter schwarzer Fleck ist uns geblieben
Aus dem die Frühlingsdüfte rollen.

Da sitzt ich, unter hohen Eichenbäumen
Die Geige lautlos in der Hand
Die Schatten fließend sich an Schatten säumen
Zu einem dunklen Schattenland.

Hoch über mir der krumme Sichelmond
Der Amsel wunderlieber Sang
Bevor der Bogen auf den Saiten wohnt
Erklingt der erste Geigenklang...
 

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