«Für solches Wetter muss man Kinder haben!»

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G

Gelöschtes Mitglied 21114

Gast
An Regentagen bin ich gern zu Hause
Und schreibe mir ein längeres Gedicht
Und gebe meiner ganz privaten Flause
Durch ein bedeutendes Gesicht – Gewicht.

Die erste Strophe füll ich mit Natur:

Der Regen prügelt die Kastanienbäume,​
Ein alter Schäfer deutet seine Träume,​
Und alle Wiesen wechseln die Frisur.​

In Strophe zwei folgt dem ein Du-zu-du:
«Für solches Wetter muss man Kinder haben!»​
«Du meinst?» – «Hmhm!» – «Wir sollten einen Knaben?»​
«Hmhm!» – «Hmhm … ich ziehe die Gardine zu.»​

Ich könnte weiterschildern, dass und wie das Dass
Dann hinter der Gardine, aber nein,
Nur das: Der Regenknabe wurde was.
Die dritte Strophe soll Fermate sein –

Ich wiederhole mich in Strophe vier:

Die Wolkenknoten werden aufgezogen,​
Die Schnecken warten auf den Regenbogen,​
Und irgendwo verführt ein Kavalier.​

In Strophe fünf geh ich mir auf den Leim:
An Regentagen bin ich gern zu Hause​
Und schreibe schöne Zeilen hin und lause​
Gelegentlich mich ab nach einem Reim.​
 
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