fuji bilder

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A

aligaga

Gast
Wer mal was mit Zelluloidfotografie am Hut hatte, kennt noch den Blimp, der für den "Fuji-Film" und die "Fuji-Bilder" über den doitschen Lüften schwebte.

Der Fujiyama wurde vom Siegeszug der japanischen Fotokameras bis zu ihrem Niedergang restlos verbraucht. Ob er sich davon je wieder erholen könnte, ist fraglich. @Ali glaubt, dass nein.

TTip: Zum Singen auf einen anderen Hügel ausweichen!

Heiter

aligaga
 

HerbertH

Mitglied
Hi aligaga,

Dass Fuji auch in Zelluloid gelesen werden kann, wem sagst Du das?
Das ist eine der Entstehungsideen dieses Gedichts....

Wie man einen knapp viertausend Meter hohen Vulkangipfel "verbrauchen" will, erschliesst sich mir nicht - Medien und Werbung sind nicht "die" Welt...

Schönes Restjahr noch

Herbert
 
A

aligaga

Gast
Wie man einen knapp viertausend Meter hohen Vulkangipfel "verbrauchen" will, erschliesst sich mir nicht - Medien und Werbung sind nicht "die" Welt...
Mag ja sein, dass in deiner Welt Werbung nicht vorkommt - und kein Platzhalter ist. Für den ganzen Rest aber ist "Fuji" nicht mehr der Berg, sondern ein Konzern.

Apropos: Die eidgenössischen Chocolatiers haben aus dem Schweizer Wahrzeichen längst ein Knatterhorn gemacht; die Müllhalden und Besucherströme haben dem Everest die Würde genommen.

Eine Hai-Kuh lässt sich nicht beliebig melken. Aus Käse kann man keine Milch mehr machen, höchstens Käsespätzle. Oder ein Fondue. Also: Wer "Fuji" raunen möchte, sollte auch "Gucci" hauchen können.

Heiter, sehr sehr heiter

aligaga
 

Walther

Mitglied
Forget ali, einfach völlig ignorieren, weiß nichts, kann nichts, redet immer über sich, hört/liest such gerne reden/schreiben und findet sich super (tut aber nur er, sonst keiner). nun zum text,

lb Herbert,

der Fuji ist "der" japanische berg. in der tat ist es einen versuch wert, ihn in ein haiku zu packen (wenn man als pointe den fuji film verarbeiten kann, bitte schön).

vielleicht möchtest du den gedachten gedankenstrich einfügen, um den text lesbarer zu machen:
vor kanagawa
brechen wellen - vorm fuji
himmel drachengrau
dann wird die absicht klarer und die aussage sichtbarer.

die frage ist nun: trägt sie für ein haiku weit genug? ich meine ja. bin mal gespannt, was andere haijin sagen, also solche, die das genre drauf haben, z.b. Cellist.

lg W.
 
A

aligaga

Gast
Tja, @Walther - statt geistreich rüberzukommen, wieder mal nur das übliche Hassgebrabbel und primitive Mobbing-Aufrufe, ne! Bei wem möchtest du denn damit "punkten"? Bei deiner winzigen Entrourage? @Ali gönnt sie dir von ganzem Herzen.

Aber immerhin: Ein Gedankenstrich. Wow! Der reißt den futschen* Haiku natürlich raus!

Schallend lachend

aligaga

*Achtung: Metapher!
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Walther,

Haiku ... ein für mich immer noch sehr anspruchsvolles Gebiet :).
Hinsichtlich des Gedankenstrichs: Nimmt man das Gedicht für sich, ist der Sinn "mit" eventuell klarer, trennt er doch Wellen vom Berg. Es gibt aber eine Abbildung mit Wellen und Fuji zusammen, eine zweite mit Fuji und Drachen. Die wolte ich hintergründig in das Gedicht einweben. Aber vielleicht spiele ich einfach zu gern mit solchen Ideen.

Falls ein Haikukenner das Teilchen anschauen mag, bin ich natürlich gespannt.

Liebe Grüße

Herbert
 
A

aligaga

Gast
Da es sich ja nicht um einen japanischen, sondern zutiefst doitschen Dreizeiler handelt, der uns hier sprachlich nicht besonders schön vorgeführt wird, und das Wort "Fuji", "Futsch" oder "Futschi" im Doitschen nicht nur wegen des Konzernnamens, sondern auch anderweitig bereits völlig verbrannt ist, hier noch ein passendes Bildchen dazu.

Die Amis hatten es für die Doitschen der 1940er Jahre gemalt. Heute ist es ein begehrtes Sammlerstück!

Munter und vergnügt

aligaga
 

Walther

Mitglied
Hi Herbert,

das haiku wirkt ohne bei bilder. das haiku selbst ist das bild. beide teile des texts - daher der bindestrich - haben unterschiedlich arten des brandens (einmal wasser/welle, einmal wolken/himmel) gemeinsam.

nicht zu viel wollen - dann gelingt es. einfach das ereignis, das gesehene durch sich hindurch scheinen lassen. man darf das licht ein wenig brechen dabei.

lg W.

ps: weiter auf konsequentem gaga-ignoriermodus bleiben - es rentiert sich nicht, ihn zu beachten.
 
A

aligaga

Gast
ps: weiter auf konsequentem gaga-ignoriermodus bleiben - es rentiert sich nicht, ihn zu beachten.
Wow - was für ein tapfer Kerl du doch bist, @Waltherchen. Keiner pfeift in den Cyberwäldern lauter als du!

Wovor fürchtest du dich denn so?

Sich schief lachend

aligaga
 

Mondnein

Mitglied
vorm

Ich denke noch nach: "vorm" Fuji, nicht darüber, dahinter oder drum herum, sondern davor. Das ist schon eine besondere Aussage. Darf man nicht überlesen.
Es wird damit zu tun haben, daß der Vulkan selten völlig wolkenfrei erscheint, sondern immer etwas vom atmosphärischen Himmel "vor" sich hat.

Die permanente meteorologische Wandlung macht sogar das Bild von ihm unverbrauchbar. Konsumiert wird nie der Berg (guten Appetit), sondern die Bilder von ihm. Aber selbst die sind unzählbar, kaum gleich, in ihrer Differenzierung bedeutend.
 

HerbertH

Mitglied
Vor Kanegawa ist der direkte Hinweis auf das 2. Verlinkten Bilder. Dort brechen Wellen vor dem Fuji. Dies ist die ursprüngliche Idee der ersten beiden Zeilen. Himmel drachengrau ist vom 1.Bild angeregt.

Durch die Anregung von Walther, den Bindestrich einzufügen, bezieht sich das Vorm jetzt auf den Himmel vor dem Fuji.

Ich denke darüber nach, Vorm durch Am zu ersetzen...

Gibt es dazu Meinungen?
 

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