funkeldunkel

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HerbertH

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Mainstream ist dieses Gedicht sicher nicht.

Mich würde interessieren, ob es "herüberkommt" bei Euch, und wenn nicht, warum nicht.

Danke im Voraus

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
funkeldunkel

im irgend wo selbst dunkelheiten funkeln
verspiesen von der stäbchen stetem suchen
das nirgend - bis die funkelheiten dunkeln
hörst du im ohrenrauschen feen fluchen

wo niemand lauscht da wird kein sinn erschlossen
kein bild entschlüsselt keck in hirne schlüpfen
doch - meditierend - siehst du sommersprossen
in feinen hintergrund konturen knüpfen
 

HerbertH

Mitglied
funkeldunkel

im irgend [ 8]wo selbst dunkelheiten funkeln
verspiesen [ 8]von der stäbchen stetem suchen
das nirgend - [ 8] bis die funkelheiten dunkeln
hörst du im ohrenrauschen feen fluchen

wo niemand lauscht da wird kein sinn erschlossen
kein bild entschlüsselt keck in hirne schlüpfen
doch - meditierend - siehst du sommersprossen
in feinen hintergrund konturen knüpfen
 

HerbertH

Mitglied
funkeldunkel

im irgend [ 8]wo selbst dunkelheiten funkeln
verspiesen [ 8]von der stäbchen stetem suchen
das nirgend - [ 8] bis die funkelheiten dunkeln
hörst du [ 8] im ohrenrauschen feen fluchen

wo niemand lauscht [ 8] da wird kein sinn erschlossen
kein bild entschlüsselt [ 8]keck in hirne schlüpfen
doch - meditierend - [ 8] siehst du sommersprossen
in feinen hintergrund [ 8] konturen knüpfen
 
Lieber Herbert,
du möchtest, dass man zu deinem Gedicht etwas sagt?

Ich sage ehrlich, dass ich es nicht verstehe.
Warum nicht?
Welche Stäbchen suchen stets?
Was ist „verspiesen“ für ein Wort?

Ist mir wie ein Rätsel.

Viele Grüße,
Marie-Luise

Ps. müsste es nicht
feinem Hintergrund
heißen?
 

HerbertH

Mitglied
Liebe Mary,
schön Dich hier zu lesen. Das Gedicht handelt - doch halt: zunächst schließ bitte die Augen und sage mir, was Du dann siehst, aber schau genau hin und lass Dir Zeit ... - genau davon.

Verspiesen ist übrigens ein ganz reguläres, wenn auch selten benutztes Wort, synonym zu verspeist - letzteres passt aber weniger gut zum klangvollen funkeldunkel. Irgendwer hat behauptet, es werde in der Schweiz verwendet. Ich weiß nimmer, wo ich es herhabe...

Und man kann etwas hineinknüpfen, in den Hintergrund in diesem Falle.

Danke, dass Du Dich an dieses Gedicht herangewagt hast, und liebe Grüße

Herbert
 
Lieber Herbert,
deinem Rat folgend, schloss ich die Augen.
Ich nehme an, ich sollte es im Dunkeln funkeln sehen. Hatte wenig Erfolg, doch das ist auch gut so, denn meistens schließe ich die Augen, wenn ich schlafen will. Funkeln würde mich nur stören.
Das stete Suchen der Stäbchen (welcher Stäbchen?) hast du mir nicht erklärt.
Das Wort „verspiesen“ finde ich immer noch nicht gut.
Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht zu Martin Luthers Zeiten modern war.

Luther hat sein Mahl verspiesen, und es hat ihm geschmacket.

Viele Grüße,
Marie-Luise


Ps. Ich hatte gefragt: Wo knüpfen die Sommersprossen Konturen?

In feinem Hintergrund.
 

HerbertH

Mitglied
hi lap,

ja, stimmt. Und jedesmal bekommt es eine andere Bedeutung.

Danke für den Kommentar und die Wertung :)

Liebe Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Liebe Mary,

die stäbchen sind natürlich nicht die Essstäbchen, sondern die Sehzellen.

Nochmal kurz zum "verspiesen": Das mag altertümlich klingen, aber es ist klanglich viieel schöner als "verspeist".

Es ist immer wieder erfrischend, wie unterschiedlich wir Sprache empfinden. Es bringt mich immer wieder zum Nachdenken.

Und das ist auch gut so :).


Liebe Grüße

Herbert
 
Gottfried Keller schrieb in seinem Abendlied:

Augen, meine lieben Fensterlein,
Gebt mir schon so lange holden Schein,
Lasset freundlich Bild um Bild herein:
Einmal werdet ihr verdunkelt sein!

Wie hätte sich denn wohl angehört:

Augen, meine lieben Sehstäbchen.

Nein, lieber Herbert, dein Gedicht mit den von dir gewählten Worten spricht mich nicht an.
Das dürfte dir aber wohl nichts ausmachen, da du ja einige Bewunderer hast.

Dies ist aber endgültig der letzte Kommentar, den ich dazu schreibe.

Liebe Grüße von Marie-Luise
 
Hallo,

mir geht es leider wie Marie-Louise, ich verstehe es nicht. Es klingt schön, wenn man es laut liest, aber einen Sinn ergibt es für mich nicht.

Vor allem:
doch - meditierend - siehst du sommersprossen
in feinen hintergrund konturen knüpfen
????

Merkwürdig!
Aber wahrscheinlich fehlt mir der richtige Zugang zu solchen Gedichten.


Gruß
Christa
 

HerbertH

Mitglied
Liebe Mary,

schade, dass Dich dieses Gedicht nicht erreicht hat.

Sehstäbchen - das wäre allerdings ein unschönes und ungebräuchliches Wort ;)

Liebe Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Liebe Christa,

danke für den Kommentar. Zu der Situation in dem Gedicht hatte ich mich ja schon geäußert. Die verwendeten Bilder sind nicht so offensichtlich, wie vielleicht gewünscht. Aber wenn man ein wenig nachdenkt, erschliessen sie sich meines Erachtens.

Liebe Grüße

Herbert
 

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