[G2]Am Abend davor

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AaronCaelis

Mitglied
Am Abend davor
28Okt2000


"Schon. Aber du hast keine Wahl."

"Keine Wahl! Wieso nicht? Warum wird sie mir verweigert?"

"Ich kenne den Grund nicht. Aber ich weiß, dass sie die Macht dazu haben. Und darum hast du keine Wahl."

"Aber ich will nicht. Wieso müssen wir ihnen gehorchen?! Ihre Macht muss Grenzen haben. Wir sollten kämpfen."

"Das werden wir. Aber nicht jetzt. Sie sind zu stark und wir haben bereits einen Feind. Wir sollten tun, was sie uns sagen. Wir sollten uns von ihnen helfen lassen, von hier fortzukommen. Sie werden uns schützen und uns begleiten. Und dann, wenn wir im Land unserer Väter angekommen sind, werden wir uns ihrer entledigen."

"WENN wir es bis dorthin schaffen. Du und ich, wir werden erst einmal die Erlaubnis einholen müssen, dieses Land zu verlassen. Und ich glaube nicht, dass er uns so einfach gehen lässt. Dabei sind wir als Brüder aufgewachsen."

"Ja. Aber jetzt weißt du, wer deine wahren Brüder sind. Und dass wir auserwählt sind."

"Aber es missfällt mir trotzdem, dass ich uns führen soll."

"Wie ich schon sagte: du hast keine Wahl."

"Wieso kannst nicht du an meiner Stelle sprechen? Du gehst mit Worten viel besser um als ich."

"Nicht ich bin der Prophet, du bist es. Aber ich will dich morgen begleiten und für dich sprechen, wenn du deine Aufgabe erledigst."

"Dann nimm du den Stab!"

"Nein! Behalte ihn bis morgen. Dir zur Obhut gaben sie ihn, nicht mir."

"Es liegt ein großer Zauber auf ihm, Aaron, ich fühle es. Ich habe Angst."

"Ich auch, Bruder. Aber morgen werden wir gemeinsam vor Pharao stehen. Und der Stab wird in unserer Hand sein, nicht in seiner."

"So gute Nacht, Bruder. Mögest du Ruhe und Erholung finden im Schlaf, ich werde es nicht."

"Dann gut Nacht. Bis morgen bei Sonnenaufgang."
 
H

HFleiss

Gast
am abend davor

Dumm, dass man bis zum Schluss nicht erfährt, wer sich da eigentlich worüber unterhält. Die Geschichte krankt an Blässe, und zwar in jeder Hinsicht, sowohl was die Zeichnung der Personen angeht, als auch des Ortes und der Antagonisten.

Ich vermute einen biblischen Vorgang (der Hinweis auf Pharao), aber dadurch, dass keinerlei Spannung vorhanden ist, lässt das Interesse schon nach den ersten beiden Absätzen nach.


Liebe Grüße
Hanna
 

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