gedanken glücks spiel

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versuche zu denken nichts zu denken
finde den einstieg in jene kühlen höhlen
von irrlicht und irrsinn freudig begrüßt
ertaste sorgfältig liebenswürde
und fühle jeder weiteren frage nach
der ich keine antwort überlassen will

ein niemand ist in meiner nähe
dem jemand zu sein ich mich mühe
biete das übliche glücksspiel an
er will nicht einmal die regeln wissen
fragt mich ob ich den witz schon kenne
ich nicke na klar kenne sie alle

und es ist natürlich
nichts außer einem
gewöhnlichen sonntagnachmittag
 

Walther

Mitglied
hi karl,

wieder einer deiner herrlich lapidaren texte. der titel selbst ist bereits eine wunderbare idee - schweben zwischen dem spiel mit dem gedankenglücksspiel und den gedanken beim glücksspiel.

lg w.
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Karl,

ja, das ist eigentlich nur eine Beschreibung einer Situation, wie sie jeden Sonntag in unzähligen Wohnzimmern anzutreffen ist. Aber gerade deswegen ist es so traurig, dramatisch und trostlos.
Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße
Manfred
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

der Einstieg ist mir etwas zu philosophisch aufgebläht im Sinne von "Sein oder nicht Sein" (zu denken nicht zu denken) und der Schluss eine unnötig erklärende Präzisierung.

Der Mittelteil transportiert für mich alles was ich brauche, um das Glücksspiel der Tristess mit dem Galgenhumor erahnen zu können.

LG
Manfred
 
gerate einmal wieder in jene kühlen höhlen
von irrlicht und irrsinn freudig begrüßt
ertaste sorgfältig liebenswürde
und fühle jeder weiteren frage nach
der ich keine logische antwort überlassen will

ein niemand ist in meiner nähe
dem jemand zu sein ich mich mühe
biete das übliche glücksspiel an
er will nicht einmal die regeln wissen
fragt mich ob ich den witz schon kenne

ich nicke na klar kenne sie alle
 
Hallo Karl,
warum, warum nur hast du dein Gedicht geändert, nur weil Perry eine andere Meinung hatte? Walther und Franke haben doch durch ihre guten Noten bescheinigt, dass dein Gedicht, so wie es da stand, okay ist. Und es war m.E. okay. Wenn ich deinem Original eine gute Note gegeben hätte, würde ich mich jetzt“ schwarz“ ärgern.

Gruß
Marie-Luise
 
Liebe Marie-Luise,
weil ich die Kritik von Manfred gut annehmen konnte und glaube, dadurch meinen Text noch verbessern zu können. In der Substanz ist das Gedicht doch erhalten. Habe es nur noch ein wenig mehr verdichtet...
Darum stelle ich meine Texte doch hier zu Diskussion ...
Herzliche Grüße
Karl
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Karl,

da muss ich Marie-Luise zustimmen.
Die Urfassung war besser.

Liebe Grüße
Manfred
 
versuche zu denken nichts zu denken

gerate wieder in jene kühlen höhlen
von irrlicht und irrsinn freudig begrüßt
ertaste sorgfältig liebenswürde
und fühle jeder weiteren frage nach
der ich keine logische antwort überlassen will

ein niemand ist in meiner nähe
dem jemand zu sein ich mich mühe
biete das übliche glücksspiel an
er will nicht einmal die regeln wissen
fragt mich ob ich den witz schon kenne

ich nicke na klar kenne sie alle
 
Liebe Marie-Luise, lieber Manfred,
habe noch einmal Perrys Kritik überdacht. Die erste Zeile war wirklich keine philsosophische(Die müsste nämlich lauten: Ich weiß, dass ich nichts weiß.)
Der langweilige Sonntagnachmittag ist aber m.E. wirklich nicht nötig.
Danke für eure Hartnäckigkeit und liebe Grüße
Karl
 
Lieber Karl,
ich verstehe nicht, dass du das als Hartnäckigkeit ansiehst.
Ich habe doch nur mitgeteilt, was ich empfinde. Wenn du das anders siehst, muss ich mich doch damit zufrieden geben.
Alles, was du geschrieben hast, passt – und das ich ja vielleicht nur mein Gefühl – zu einem langweiligen Sonntagnachmittag.
So, das sind aber die letzten Sätze, die ich dazu geschrieben habe.
Hartnäckig sein, oder nicht sein, das ist hier die Frage.:)

Viele Grüße
Marie-Luise
 

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