Geduld (Tanka)

Vielen Dank, Wirena! Aber - weil man so trennt: "Mag-no-li-en" - dann passt es nicht... Laut Regel in der Einzahl "Mag-no-lie", aber in der Mehrzahl "Mag-no-li-en", weil das "n" mit dem "e" eine eigene Silbe bildet. Dein Einwand zum Bild hingegen, also zum fehlenden ausdrücklichen Bezug auf die Blüten, stimmt natürlich. Wobei ich bei manchen Pflanzen vor allem an die Blüte denke, auch wenn ich diese nicht ausdrücklich erwähne: Rose, Tulpe, Narizsse, Bouganvillea, Oleander, Jasmin, Magnolie. Aber recht hast du schon, präzise ist es nicht... :)

Herzliche Grüsse
Betrold
 

wirena

Mitglied
:) lache - ich will doch gar nicht recht haben Bertold, und wenn schon dann bitte präzise :) Du hast natürlich recht, ich liess mich von gefühltem Silbenzählen leiten -

übrigens: Deine Klassifizierung der Pflanzen mittels Blüte, hat mich darüber informiert, dass es verschiedne Magnolienarten gibt: - Sträucher und Bäume - wusste bisher nur von Bäumen - deshalb, präzise wie Du bist - ist Magnolie auch eine Blüte -

LG wirena
 
@ wirena: Nun - um den Faden weiterzuspinnen: Bei der Magnolie (und eigentlich fast nur bei dieser) denke ich sogar beim Baum in erster Linie an die Blüte... Doch wie auch immer, dein berechtigter Hinweis hat mich motiviert, es einmal so zu versuchen - nicht zum Schaden des Gedichts, möchte ich meinen:

erfroren im frost
die magnolienblüten
frühling kam zu früh

doch nur geduld: sieh der see
füllt sich schon mit neuem licht
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Vielen Dank, Wirena! Aber - weil man so trennt: "Mag-no-li-en" - dann passt es nicht... Laut Regel in der Einzahl "Mag-no-lie", aber in der Mehrzahl "Mag-no-li-en", weil das "n" mit dem "e" eine eigene Silbe bildet.
Hallo, gerade hier ist es etwas komplex. Ich habe nachgelesen, weil ich "Magnolien" unabhängig vom Trennen dreisilbig lese.
Und tatsächlich ist das nicht so eindeutig, wie es in Wörterbüchern aussieht. Zum einen gibt es regional unterschiedliche Aussprachen, aber das wäre noch kein Beweis, ob es zum Standard gehört.
Grundlage ist
T. Alan Hall – Phonologie. Eine Einführung (2. Auflage, 2011)
Kapitel "Die Oberklassenmerkmale", S. 106.

Früher wurde tatsächlich das "i" in Magnolien als Beweis für die Silbenhaftigkeit genommen. (dort nach Chomsky und Halle). "I" bildet demnach einen "Silbenkern". Nach neueren Theorien wird das verworfen. Ich gehe nicht näher ins Detail, denn es wird schnell unverständlich und komplex, es ist ein Fachbauch, und ich war neugierig.

Für mich ist das Ergebnis, dass beides stimmt, je nach Anwendung, also Fa-mi-li-e und Familie (gesprochen etwa wie "ije")
 



 
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