Gefährliches Spiel

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Gefährliches Spiel
von Willi Corsten

Ein kleiner Tropf
mit rotem Kopf
schlummert fein
am Hosenbein.

Er ruht dort unentdeckt
bis Maritzebill ihn weckt
weil sie wieder ungerührt
hemmungslose Lust verspürt
und dabei ohn‘ Erbarmen
benutzen will den Armen.

Sie holt den Kleinen eilig raus
aus seinem dunklen Schlummerhaus
streicht ihn gleich mit viel Bedacht
mal zärtlich und mal grob und hart.

Weil er zögert und nicht will
schimpft erzürnt Maritzebill
erlebt dann plötzlich fasziniert
wie er förmlich explodiert
erregt beginnt der Kopf zu glühen
und wilde Hitze zu versprühen.

Sie starrt verlangend auf den Spund
und führt ihn freudig an den Mund
kann nun endlich ihren Willen
lustvoll mit dem Kleinen stillen.

Doch große Vorsicht ist geboten
mit dem Männelein, dem roten
denn behandelt man ihn ungeschickt
ist sogleich sein Stängelchen geknickt
und schnell erloschen ist der Stolz
von dem kleinen Schwefelholz.
 
liebe Sanne

Maritzebill ist eine Frau, ein Kölner Original.
Und nahe beim Hosenbein ruht das Streichholzdöschen, in dem der mit dem roten Kopf schlummert (das Schwefelhölzchen halt)
Alles klar?
Bis bald
Willi
 
Hallo sucher

Wunderschön!
Diese Parodie hast du herrlich hinbekommen - und das in so kurzer Zeit. Mein Kompliment.
Danke sagt dir
Willi
 
liebe Sanne

Vielen Dank für dein Interesse. Hier nun eine Auswahl der Anthologien, in denen du Texte von mir findest:
Rowohlt Verlag ‚Weihnachtsgeschichten am Kamin‘ Band 9 und 15
SeitenWind Verlag ‚Zwischen Heine und Altbier‘ (Mitherausgeber)
Geest Verlag ‚Tränen‘
Cagliostro Verlag ‚Viel zu wenig Zeit‘
Ketteler Verlag ‚Lichtblick‘

Mehr Titel auf Anfrage, doch dafür ist ja immer noch Zeit.
es grüßt dich ganz lieb
Willi
 


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