Gegensatz V

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Hey Ho Manfred

"Gegensatz" heißen die Gedichte, weil sie 1,2 oder 3 sich scheinbar widersprechende Metaphern aufgreifen, die den Leser auffordern, sie zu verknüpfen, oder als Sprachspiel so stehen zu lassen, wie sie sind.

Hier variiere ich eigentlich nur 3 Bilder der Mystik:

"Über uns

Pochen die Sterne

An unsere Haut."

Die Grenzaufhebung


"Der kreisende Punkt

Verliert seine Mitte -"

Die Mitte als Zustand der mystischen Erfahrung und deren Verlust.


"Das Bewusstsein

Ist in den Frühling gesperrt."

Und ein bewusst offenes Ende, je nachdem, ob man den Frühling als wiederkehrende "Erleuchtung", oder als strikte Weltlichkeit, Sinnlichkeit deuten möchte. Der Käfig verändert dann die Gesamtaussage.


Aber man könnte auch den kreisenden Punkt als Erde bezeichnen und das Gedicht politisch lesen. Je nachdem, wie man möchte. ;)

L.G
Patrick
 

Tula

Mitglied
Hallo Patrick

Das Reihen-Experiment insgesamt ist sehr interessant. Mein Bewusstsein ist auch gerade in den Frühling gesperrt, nicht den der Jahreszeiten, sondern den der Jugend. Ein Kreisen ohne Sinn, es pocht und brennt, aber die Sterne bleiben unerreichbar ... :)

LG
Tula
 

blackout

Mitglied
Ich bin entzückt, ein so edles Werk des bisher unbekannten jungen Dichters Schuler lesen zu dürfen. Allein die Vorstellung, dass die Sterne an seine Haut pochen, ist fundamental, zumal bisher noch nie ein Dichter eine derart kühne Metapher gewagt hat. Dies ist nicht das erste Gedicht unseres kommenden Promethiden, und ich bin voller Erwartung, noch weitere derartige, gedankentiefe Gedichte - einen Glücksfall der heutigen Lyrik - in diesem Forum vorzufinden, um mich an ihnen intellektuell laben zu können. Auf uns wartet ein junges Genie seiner Enthüllung, dessen dichterischer Brunnen sprühen wird wie die ein leichter, warmer Sommerregen.

Gruß, blackout
 
Zuletzt bearbeitet:
"Ich bin entzückt, ein so edles Werk des bisher unbekannten jungen Dichters Schuler lesen zu dürfen. Allein die Vorstellung, dass die Sterne an seine Haut pochen, ist fundamental, zumal bisher noch nie ein Dichter eine derart kühne Metapher gewagt hat. Dies ist nicht das erste Gedicht unseres kommenden Promethiden, und ich bin voller Erwartung, noch weitere derartige, gedankentiefe Gedichte - einen Glücksfall der heutigen Lyrik - in diesem Forum vorzufinden, um mich an ihnen intellektuell laben zu können. Auf uns wartet ein junges Genie seiner Enthüllung, dessen dichterischer Brunnen sprühen wird wie die ein leichter, warmer Sommerregen."



Ja, gell, voll genial der Typ.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21492

Gast
Ich weiß nicht, ob ich im Stande bin, das authentisch zu bewerten...ich bin kein Gelehrter und Dichter traue ich mich auch nicht zu nennen, aber nahezu alle Deiner Gedichte gehen mir seltsam nah. Auf dieser Plattform hatten keine Gedichte so eine Wirkung auf mich, wie die Deinen. Bewegend!
 
Na ja, wenn es dir als Leser gefällt, musst du nichts groß von Dichtkunst verstehen, ist ja kein Sonett. ;)

Danke für die lieben Worte, das hat mir den Tag versüßt :)

L.G
Patrick
 

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