Geplatzter Traum

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Walther

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Geplatzter Traum

Ich hatte eine helle Sichtung
Ganz tief im Wald auf einer Lichtung.
Das Licht schien schräg in eine Richtung,
Da trat der Urgrund aller Dichtung

In es hinaus, und ich war weg
Und rührte mich nicht mehr vom Fleck.
Uff, diese Schönheit tanzte keck,
Und ich verging in dem Versteck,

In dem ich stand und mich erst rührte,
Als ich den leisen Hauch verspürte,
Des warmen Winds, der mich berührte
Und mich letztendlich doch verführte,

Aus meinem Schatten vorzutreten,
Um diese Sichtung anzubeten.
Sie band die Schuhe im Konkreten,
Und dadurch ging die Stimmung flöten.
 
Hallo Walther,

es ist interessant, wie sich das lyrische Ich, das offensichtlich einen Dichter verkörpert, von einer "falschen" Muse auf den Holzweg locken lässt, um dann enttäuscht festzustellen, dass sich die Inspirationsquelle (der thematische Gegenstand des Gedichts?) als zu profan erweist - so meine Interpretation. Anders gesagt, man spürt ein vielversprechendes Thema auf, investiert viel Zeit darin, aber es entpuppt sich als Fehlinvestition... Stellt sich die Frage, was einen Inhalt, eine Idee, als zu konkret definiert.

Gruß,
Artbeck
 

Walther

Mitglied
Hallo Walther,

es ist interessant, wie sich das lyrische Ich, das offensichtlich einen Dichter verkörpert, von einer "falschen" Muse auf den Holzweg locken lässt, um dann enttäuscht festzustellen, dass sich die Inspirationsquelle (der thematische Gegenstand des Gedichts?) als zu profan erweist - so meine Interpretation. Anders gesagt, man spürt ein vielversprechendes Thema auf, investiert viel Zeit darin, aber es entpuppt sich als Fehlinvestition... Stellt sich die Frage, was einen Inhalt, eine Idee, als zu konkret definiert.

Gruß,
Artbeck
Hi Artbeck,
danke fürs reinlesen und interpretieren.
ad (1) das lyrich verkörpert den dichter - nicht. ad (2) der text will weniger - und mehr, z.b. unterhalten.
das leben bricht sich in träumen und vergeblichkeiten. man kann auch daraus freude gewinnen - s.o.
lg W
 

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