geruchsverstärker

nach brandungsgischt riecht es
das will ich so
und nach dem gekreisch
nahrungssüchtiger sturmmöven

sitze am computer
warte auf ungezügelte orgasmen
mit dumpfem aufprall wird es enden
hinter nebelzäunen und fantasielosen
landschaftsbildern gelbbraun mit herbstlaub
in den verlängerten schatten
treffen sich saatkrähen zum plausch

die schwalben flogen längst
kurz nach den mauerseglern
und niemand außer mir glaubt
jetzt noch an den ungebremsten fall
 

blackout

Mitglied
Irgendwas nimmt dich außerordentlich mit, Karl. Wenn ich nur wüsste, was. Dem Gedicht kann ich es leider nicht entnehmen.
Ich bin ja einverstanden damit, in Metaphern zu schreiben,
das ist nicht nur lyrisch, sondern auch angebracht. Gib mir ein Wort, damit ich das Rätsel lösen kann.

blackout
 
Hallo Blackout,
mir geht es beim Schreiben nicht darum, mich verständlich zu machen. Es reicht mir, wenn Du Dir aus den Metaphern Deinen "Reim" machst und eigene Erklärungen findest.
Herzliche Grüße
Karl
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

Gerüche und Geräusche verbinden wir gerne mit Orten und Erlebnissen, gerade das Meer bietet hierzu eine beeindruckende Kulisse. Das sich durch den Text ziehende Motto der Vögel mit dem passenden Schlussbild des "ungebremsten (freien) Falls gefällt mir gut. So fallen wir durch in der Tristess des Vergänglichen, einzig gehalten von Erinnerungen an schöne Landeplätze.
Konstruktiv würde ich das Eingangsbild etwas erweitern, weil der "riecht-Bezug" nicht zum "gekreisch" passt.

Vorschlag:
nach brandungsgischt riecht es
das will ich so sehne mich
nach dem gekreisch
nahrungssüchtiger sturmmöven

LG
Manfred
 
nach brandungsgischt riecht es
und nach dem gekreisch
nahrungssüchtiger sturmmöven

sitze am computer
warte auf ungezügelte orgasmen
mit dumpfem aufprall wird es enden
hinter nebelzäunen und fantasielosen
landschaftsbildern gelbbraun mit herbstlaub
in den verlängerten schatten
treffen sich saatkrähen zum plausch

schwalben und mauersegler flogen längst
und niemand außer mir glaubt
jetzt noch an den ungebremsten fall
 
Lieber Manfred,
danke Dir für Deinen ausführlichen und hilfreichen Kommentar sowie Deine Anregungen. Sie haben mir geholfen, die erste und letzte Strophe zu ändern.
Herzliche Grüße
Karl
 
nach brandungsgischt riecht es
und nach dem gekreisch
nahrungssüchtiger sturmmöwen

sitze am computer
warte auf ungezügelte orgasmen
mit dumpfem aufprall wird es enden
hinter nebelzäunen und fantasielosen
landschaftsbildern gelbbraun mit herbstlaub
in den verlängerten schatten
treffen sich saatkrähen zum plausch

schwalben und mauersegler flogen längst
und niemand außer mir glaubt
jetzt noch an den ungebremsten fall
 

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