Heinrich VII
Mitglied
Sophie lauschte angestrengt in die Stille hinein. Doch aus der Küche war kein Geräusch zu vernehmen, auch auf dem Flur regte sich nichts.
Keine Schritte, kein Klappern, nichts. Wo steckt sie nur? Sie weiß doch, dass ich krank bin.
Sophie mobilisierte all ihre verbleibenden Kräfte und versuchte noch einmal, sich Gehör zu verschaffen.
"Kannst du mir mir jetzt endlich den verdammten Tee bringen, bevor ich hier vor Durst umkomme?"
Plötzlich waren Schritte im Flur zu hören. Ihre Mutter erschien mit fragendem Gesicht in ihrem Zimmer.
"Was schreist du denn so?"
"Ich habe einen ganz trockenen Mund und will meinen Tee!"
"Den bekommst du doch, deshalb brauchst nicht so zu schreien."
"Schon vor ner halben Stunde hab ich gesagt, dass du mir den Tee dann bringen kannst."
"Und wann ist ´dann´?"
"Dann ist jetzt!"
Mutter schüttelte verständnislos den Kopf, ging zurück in die Küche und brühte eine Kanne Kamillentee auf.
Nicht viel später kam sie mit einer dampfenden Tasse zurück. "Trink vorsichtig, er ist noch heiß."
"Warum hast du kein kaltes Wasser dazu getan? Ich habe einen Riesendurst und will ihn sofort runterstürzen.
Wenn man Temperatur hat wie ich, trocknet man aus wie ein Flussbett im Hochsommer."
Wortlos nahm Mutter die Tasse, ging zurück in die Küche, schüttete die Hälfte aus und goss kaltes Wasser nach.
Als sie wiederkam, griff Sophie hastig danach, nahm einen Schluck - und spuckte ihn im nächsten Moment quer über die Bettdecke.
"Bäh, schmeckt ja wie Spülwasser!"
"Aber du wolltest doch ..."
"Ich wollte einen gut temperierten Kamillentee. Willst du mich noch kränker machen, als ich ohnehin schon bin?"
Mutter presste die Lippen zusammen, nahm die Tasse an sich und ging erneut in die Küche.
Vielleicht sollte ich dieser verwöhnten Rotzgöre etwas Arsen beimischen, dachte sie und musste leise kichern.
Sie spülte die Tasse aus, goss frischen Tee ein und stellte ihn in den Kühlschrank.
Drei Minuten müssten reichen, dachte sie und warf einen Blick auf die Uhr.
Keine Schritte, kein Klappern, nichts. Wo steckt sie nur? Sie weiß doch, dass ich krank bin.
Sophie mobilisierte all ihre verbleibenden Kräfte und versuchte noch einmal, sich Gehör zu verschaffen.
"Kannst du mir mir jetzt endlich den verdammten Tee bringen, bevor ich hier vor Durst umkomme?"
Plötzlich waren Schritte im Flur zu hören. Ihre Mutter erschien mit fragendem Gesicht in ihrem Zimmer.
"Was schreist du denn so?"
"Ich habe einen ganz trockenen Mund und will meinen Tee!"
"Den bekommst du doch, deshalb brauchst nicht so zu schreien."
"Schon vor ner halben Stunde hab ich gesagt, dass du mir den Tee dann bringen kannst."
"Und wann ist ´dann´?"
"Dann ist jetzt!"
Mutter schüttelte verständnislos den Kopf, ging zurück in die Küche und brühte eine Kanne Kamillentee auf.
Nicht viel später kam sie mit einer dampfenden Tasse zurück. "Trink vorsichtig, er ist noch heiß."
"Warum hast du kein kaltes Wasser dazu getan? Ich habe einen Riesendurst und will ihn sofort runterstürzen.
Wenn man Temperatur hat wie ich, trocknet man aus wie ein Flussbett im Hochsommer."
Wortlos nahm Mutter die Tasse, ging zurück in die Küche, schüttete die Hälfte aus und goss kaltes Wasser nach.
Als sie wiederkam, griff Sophie hastig danach, nahm einen Schluck - und spuckte ihn im nächsten Moment quer über die Bettdecke.
"Bäh, schmeckt ja wie Spülwasser!"
"Aber du wolltest doch ..."
"Ich wollte einen gut temperierten Kamillentee. Willst du mich noch kränker machen, als ich ohnehin schon bin?"
Mutter presste die Lippen zusammen, nahm die Tasse an sich und ging erneut in die Küche.
Vielleicht sollte ich dieser verwöhnten Rotzgöre etwas Arsen beimischen, dachte sie und musste leise kichern.
Sie spülte die Tasse aus, goss frischen Tee ein und stellte ihn in den Kühlschrank.
Drei Minuten müssten reichen, dachte sie und warf einen Blick auf die Uhr.