Happy Endings (englisches "sonnet" à la und über/mit Shakepeare)

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Walther

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Happy Endings

Die ganze Welt hat einen Frühling. Wir
Nicht. Dafür haben wir April. Für Immer?
Ich wollt, wir wären gar nicht wirklich hier,
Doch mit dem Wunsch würd’s besser nicht, nein, schlimmer.

Der olle Shakespeare schrieb mal „Was ihr wollt“:
Ach Meister, sag ich, ich will nichts als Sonne.
Doch die sitzt still in einer Ecke, schmollt
Und gönnt uns nicht die kleinste Liebeswonne.

Ach, William, hör mal, lass die blöden Dramen,
Gott gab uns die Komödie für den Spaß.
Und wenn die Wetterfrösche jetzt schon lahmen,
Dann kämen Happy Endings sehr zupass.

OK, das Wetter ist nicht wirklich deines.
Wie man’s auch dreht: Es bleibt ein ganz gemeines.

Damit wir mal ein "richtiges" Beispiel haben...
 

Mondnein

Mitglied
Allein schon der Sprung vom betonten Ende zum un-
betonten Versanfang der zweiten Zeile - April
April! - trotz der Sinnbetonung auf "Nicht" ... I like
it.
 

Walther

Mitglied
Allein schon der Sprung vom betonten Ende zum un-
betonten Versanfang der zweiten Zeile - April
April! - trotz der Sinnbetonung auf "Nicht" ... I like
it.
Hi Hansz,
dank dir, lieber dichter @Mondnein. man kann das auch als "Wir nicht" lesen. dann alle anderen haben ja "Frühling", wie der dichter behauptet. diese lesart hebt der text hervor. so der plan.
lg W.
PS: der sonnetist dankt @Mondnein und @Ulritze für die leseempfehlungen!
 

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