haut

seefeldmaren

Mitglied
ich sitze mich ins sofa, das seit tagen
die form von meinem fortgehn in sich trägt,
und höre, wie die uhr minuten sägt,
um sie als späne aus dem tag zu tragen.

mein mund hält jedes wort im ritual,
der bildschirm kaut an einem fremden leben,
die hand vergisst, sich von dem knie zu heben,
im flur zerfällt das nächste rufsignal.

ich hielt den blick gesenkt, die hand am riegel,
und ließ den menschen vor der türe stehn,
nun übt mein mund sein bitten vor dem spiegel,
doch niemand bleibt, die lippen anzusehn.

es wird genommen, und es wird genommen,
die tür ist fort, der flur ist abgebaut,
selbst meine fenster hat man mitgenommen,
ich taste nach dem ausgang meiner haut.
 



 
Oben Unten