Heikes Sehnsucht

anemone

Mitglied
Er war jetzt bei ihr, ja, so war es wohl. Ihr, zu der er Vertrauen hatte. Warum nur war diese neue Welt so kompliziert?

Heike kannte ihn schon lange, eigentlich, aber eigentlich auch nicht. Es war lange her, dass die Menschen so zu erkennen waren wie sie sind. Seit zwei Jahren gab es die Helmpflicht für Männer. Seit der Zeit war sie ihm schon öfter begegnet, vielleicht, vielleicht auch nicht. Er konnte es gewesen sein, wer wusste es so genau?

Sie schaute täglich danach, ob sie ihn sah. Sein Helm war silbern. Seit die Meteoriten so durch die Luft stoben, mussten sie diese Sicherheitsmaßnahme benutzen. Er winkte nicht.
Das wäre für sie ein Zeichen der Zuneigung gewesen. Er stob vorbei, das war alles; er hielt auch nicht an. Direkt nach ihm stoben weitere Fahrzeuge vorbei. Es waren die neuen Gleiter.
Sie waren mit Lenker und Trittbrettern ausgestattet.

Heike hatte sich in ihn verliebt, damals, als es noch keine Helmpflicht gab. Ihr gefiel alles an ihm und er, er liebte alle Frauen, wie es so Mode war zu der Zeit. Die Sehnsucht nach ihm wurde eher größer, als weniger, auch wenn sie sich nicht sahen.

Warum schaute sie noch nach ihm aus, fragte sie sich manchmal? Sie konnte ihn nicht vergessen. Aber kürzlich sah sie ihn wieder, er nahm seinen Helm ab, blickte sie an und küsste das Mädchen. Es versetzte ihr einen Stich ins Herz und lange noch litt sie unter diesem Fußtritt. Dabei sah er ihr in die Augen, es tat unendlich weh.

Seit der Zeit der Helmpflicht sprach man nur noch durch Handys miteinander. Heike besaß kein Handy.

Das Mädchen trug ein Handy am Gürtel.
 

jorunn

Mitglied
Die Geschichte fand ich gut.Gut lesbar und kurz und knackig. Wenn mir die Motorräder am Anfang auch ein wenig viel "stoben". Da könntest Du vielleicht ein anderes Wort nehmen. Ansonsten bin ich kein Literaturkritiker. Mir gefällts.
Tschüs!! Jorunn
 

anemone

Mitglied
hallo Jorunn

Die Fahrzeuge würde ich als Gleiter bezeichnen. Motorräder wären zu normal. Ich stelle sie mir so vor, wie Jet-Skis.

Die Meteoriten peitschten durch die Luft, wäre sicher besser.

Viel kann verlieren, wer gewinnt. August W. Schlegel
 

jon

Foren-Redakteur
Teammitglied
Das ist doch hoffentlich der allererste Grobentwurf einer noch stark zu überarbeitenden Geschichte....

Grundsätzliches vorab: Worum geht es eigentlich? Dass die Person, aus deren Sicht erzählt wird, kein Handy hat und deshalb im Nachteil ist? Das ist erstens so flach, dass es weh tut, und zweitens so heutig, dass es mir das Herz zerreist, es als Quintessenz eines SF-Textes zu lesen.

Grundsätzliches, Teil 2: Hier häufen sich unlogische Dinge, gesellen sich zu Banalitäten und Falschem, und all das wird durch eine oberflächliche Textarbeit (bizarre Bezüge und merkwürdige Gedanken-Sprünge) noch verschlimmert.

Details:
„Er war jetzt bei ihr, ja, so war es wohl. Ihr, zu der er Vertrauen hatte. Warum nur war diese neue Welt so kompliziert?“ Unglückliche Liebe ist IMMER kompliziert – das hat nichts mit irgendeiner neuen Welt zun tun.

„Heike kannte ihn schon lange, eigentlich, aber eigentlich auch nicht. Es war lange her, dass die Menschen so zu erkennen waren wie sie sind.“ (Selbst wenn alle nackt herum liefen, würde man nicht erkennen „wie sie sind"). „Seit zwei Jahren gab es die Helmpflicht für Männer." (Und die Frauen und Kinder??) Seit der Zeit war sie ihm schon öfter begegnet, vielleicht, vielleicht auch nicht. Er konnte es gewesen sein, wer wusste es so genau? (Gute Frage...)

Sie schaute täglich danach, ob sie ihn sah. Sein Helm war silbern. Seit die Meteoriten so durch die Luft stoben, mussten sie diese Sicherheitsmaßnahme benutzen. (Sein Helm war silbern – seit den Meteoriten mussten sie diese Sicherheitsmaßnahme ergreifen. Welche? Dass sein Helm silbern ist? Was ist daran sicher?) „Er winkte nicht." (Der Helm? Ach nee: ER! Warum sollte er winken? Ist das ein Ritual? Hat sie ihn darum gebeten? Kennt er sie überhaupt? Wenn nicht: Warum sollte er winken? Wenn ja: Vielelicht winkt er deshalb nicht.)
Das wäre für sie ein Zeichen der Zuneigung gewesen. Er stob vorbei, das war alles; er hielt auch nicht an. (Er stob vorbei – ah, ein Raser!! Er hielt auch nicht an – das ist nunmal so beim "vorbeistieben".) „Direkt nach ihm stoben weitere Fahrzeuge vorbei. Es waren die neuen Gleiter.
Sie waren mit Lenker und Trittbrettern ausgestattet.“ (Erstens: Was soll der Absatz? Zweitens: Wofür ist das Wichtig? Drittens: Die alten Gleiter fuhren wohl, wohin sie wollten - so ohne Lenker - und man musste mitlaufen – so ohne Trittbretter.)

„Heike hatte sich in ihn verliebt, damals, als es noch keine Helmpflicht gab." (Hatte sie ihnnur gesehen oder ihn wirklich getroffen, mit ihm gerdet oder wie oder was?) „Ihr gefiel alles an ihm..." (Ach nee! Wie aufregend, wie nachvollziehbar, wie überaus sinnlich und verständlich!) „...und er, er liebte alle Frauen, wie es so Mode war zu der Zeit.“ (Wie bitte? Er liebte alle Frauen, wie es so Mode war zu der Zeit? Was ist denn das für ein Unfug?!? Alle Frauen zu lieben ist erstens eine unausführbare Anmaßung und zweitens hat das – selbst im umgangssprachlichen Verständnis – nichts mit Mode {wie Cityroller-Fahren oder so} zu tun. Andererseits: Wenn er alle liebte, wieso dann ausgerechnet Heike nicht?) „Die Sehnsucht nach ihm wurde eher größer, als weniger, auch wenn sie sich nicht sahen.

Warum schaute sie noch nach ihm aus, fragte sie sich manchmal?“ (Fragezeichen ist Unsinn, hier gehört ein Punkt hin. ) „Sie konnte ihn nicht vergessen. Aber kürzlich sah sie ihn wieder, er nahm seinen Helm ab...“ (Warum? Meteoriten gerade alle weg?) „...blickte sie an...“ (Na endlich entdeckt er sie!) „...und küsste das Mädchen. Es versetzte ihr einen Stich ins Herz...“ (Er küsst sie und das verletzt sie???) „...und lange noch litt sie unter diesem Fußtritt." (Ein Fußtritt ist sowohl faktisch als auch metaphorisch etwas anderes als ein Stich ins Herz.) „Dabei sah er ihr in die Augen, es tat unendlich weh.

Seit der Zeit der Helmpflicht sprach man nur noch durch Handys miteinander." (Warum das denn? Hatten die Helme ein schalldichtes Visier oder was? Was ist eigentlich mit der heutigen Handysucht passiert - ist die bis dahin ausgerottet gewesen? Und was zum Teufel hat das mit dem Kuss zu tun, von dem eben noch die Rede war?) „Heike besaß kein Handy." (Eh... Und? War sie deshalb zur Stummheit veruteilt? Hatte sie Handy-Verbot?)

„Das Mädchen trug ein Handy am Gürtel. " (Wie schön für sie - aber was hat das damit zu tun, dass Heike sich in einen Fremden verliebt hat, den sie nicht kennt und der sie nicht kennt?)

Fazit: Das ist Nonsens.
 

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