heimweh flug

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da liegt ein tri tonus pigment auf den saiten
im kehlchen im stimm bänder vlies
________________________mo saik choräle ein kolobri
______________________________________________.singt in
saphir und smaragd und türkis
_________________wohin
____________________.fort wohin


er tippel tanzt in den lüften die knicks zitter flügel
heben die sing vogel hüften
________________________über die nadel die rege die
__________________________________________.dreht dort
am kompass im zirkel
_________________wohin
____________________.fort wohin dort
_________________________________.wohin
 

Tula

Mitglied
Hallo Eis
Sehr schön, wobei das Gedicht mMn das sprachliche Aufsplittern in S1 nicht benötigt bzw. nicht wirklich daran gewinnt.

LG
Tula
 

L'étranger

Mitglied
Hallo,

eine interessierte Frage:

dass man hier jetzt so viel Klanggedichte liest, die mit silbentrennung und ähnlich klingenden Silben spielen, z.B. jetzt auch in diesem Gedicht, bedeutet das, dass es mit Worten nichts mehr zu sagen gibt?

Gruß Lé.
 
Vielen Dank, Tula. Ich habe der Rythmik wegen aufgetrennt.

Nun zu dir, Lé.
Ist das eine interessante Frage?
Zum einen lese ich hier nicht viel von Klanggedichten, zum anderen ruiniert eine Melodie den Inhalt nicht im geringsten - finde ich.
Im Gegenteil, ich lese ein musikalisches Gedicht ohne Gewicht, leicht und schnell. Hingegen ein typisch ungereimtes oder ein gereimtes, das lediglich in der Metrik seinen Rythmus findet, schwer und träge.
Musik, mit dem Wort als Instrument? Mit dem semantischen Instrument vielleicht? Fast schon erzwungene Musik; Gedichte, die man nicht anders kann, als beinahe in sich hineinsingend zu lesen...nein, ganz im Gegenteil, Lé: An der Musik gewinnt das Wort und dessen Bedeutung nur an Stimme.
Insofern - eine interessante Frage? Hm, na womöglich.
Eine interessante Antwort - eher nicht! Hehe
 

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