Große Plakate schmücken vielversprechend den Eingangsbereich des Supermarktes. Lächelnde Menschen in sauberen, schönen Wohnungen essen zusammen Pralinen und tragen gemütliche Pyjamas.
Herr Krämer zieht seinen alten Trolley daran vorbei und beginnt nachzudenken.
Wie gerne wäre er wie die Menschen aus der Werbung. Die sind nie allein, fühlen sich nie schlecht – sie lächeln immer. Einsamkeit gibt es in der Werbung nicht.
Die Tür öffnet sich, und er geht die hell beleuchteten Gänge entlang. Sofort vermischen sich die verschiedensten Stimmen mit der leisen Musik im Hintergrund und prasseln auf ihn ein.
Herr Krämer geht zur Seite, bleibt für einen Moment stehen und schließt die Augen.
Manchmal, da stellt er sich vor, er hätte eine Party veranstaltet, und all diese Menschen wären bei ihm zuhause. Ja, die ganze Wohnung wäre voller Leben. Die kleinen dunklen Räume werden plötzlich groß und warm. Alle rücken zusammen, keiner ist allein. Einsamkeit gibt es auf einer Party nicht.
Ein Vater belädt den Einkaufswagen mit einer Familienpackung Waschmittel. Zwei kleine Kinder sitzen darin. Die Mutter, ein weiteres auf dem Arm, streichelt ihm mit einer Hand sanft den Rücken.
Eine Familie hatte er sich immer gewünscht. In einer Familie wäre er nie allein. In einer Familie gibt es Zusammenhalt, Liebe und Streicheln. Einsamkeit gibt es in einer Familie nicht.
Herr Krämer geht langsam weiter. Behutsam legt er die Lebensmittel in seinen Trolley.
Auf allen Lebensmitteln sind Menschen abgebildet. Mit Menschen muss man sanft umgehen.
Herr Krämer ist sicher, mit Menschen ist man weniger einsam.
An der Kasse angekommen, stellt er sich an die längste Schlange und bietet mit einem kurzen, rein formalen Blick auf die Einkäufe der Person hinter ihm an, sich doch vor ihn zu stellen.
Er hätte doch Zeit. Wenn sie wüssten, wie gut es ihm hier geht, dann würden sie sich alle vor ihn stellen.
Ein Lächeln, ein Danke. Manchmal bekommt er beides. Das sind die Tage, an denen es ihm besonders gut geht. Herr Krämer ist sicher, mit Nachsicht ist man weniger einsam.
Die kurze Zeit an der Kasse nutzt er, um in den Augen der Kassierer zu tauchen. Er brauchte nur Blickkontakt und einen Augenblick. Herr Krämer ist sicher: Beim Tauchen ist man weniger einsam.
Durch jeden Schritt im Markt hat er ein bisschen mehr von der Einsamkeit verloren.
In den hell beleuchteten Gängen, zwischen Waschmittel und Nudeln, liegt sie auf dem Boden.
Herr Krämer ist sicher, ohne den Supermarkt wäre er einsam.
Zuhause dreht er den Fernseher laut.
Dann ist es fast so, als hätte er Besuch.
Herr Krämer hat viele Lampen und Kerzen.
Jedes Zimmer wird beleuchtet.
Dann ist es so, als würde er eine Party geben.
Ein bisschen Rotwein und ein kleines bisschen mehr sorgen für ein Wärmegefühl.
Fast so, als würde ihn jemand umarmen.
Herr Krämer ist sicher – dann ist man weniger einsam.
Herr Krämer zieht seinen alten Trolley daran vorbei und beginnt nachzudenken.
Wie gerne wäre er wie die Menschen aus der Werbung. Die sind nie allein, fühlen sich nie schlecht – sie lächeln immer. Einsamkeit gibt es in der Werbung nicht.
Die Tür öffnet sich, und er geht die hell beleuchteten Gänge entlang. Sofort vermischen sich die verschiedensten Stimmen mit der leisen Musik im Hintergrund und prasseln auf ihn ein.
Herr Krämer geht zur Seite, bleibt für einen Moment stehen und schließt die Augen.
Manchmal, da stellt er sich vor, er hätte eine Party veranstaltet, und all diese Menschen wären bei ihm zuhause. Ja, die ganze Wohnung wäre voller Leben. Die kleinen dunklen Räume werden plötzlich groß und warm. Alle rücken zusammen, keiner ist allein. Einsamkeit gibt es auf einer Party nicht.
Ein Vater belädt den Einkaufswagen mit einer Familienpackung Waschmittel. Zwei kleine Kinder sitzen darin. Die Mutter, ein weiteres auf dem Arm, streichelt ihm mit einer Hand sanft den Rücken.
Eine Familie hatte er sich immer gewünscht. In einer Familie wäre er nie allein. In einer Familie gibt es Zusammenhalt, Liebe und Streicheln. Einsamkeit gibt es in einer Familie nicht.
Herr Krämer geht langsam weiter. Behutsam legt er die Lebensmittel in seinen Trolley.
Auf allen Lebensmitteln sind Menschen abgebildet. Mit Menschen muss man sanft umgehen.
Herr Krämer ist sicher, mit Menschen ist man weniger einsam.
An der Kasse angekommen, stellt er sich an die längste Schlange und bietet mit einem kurzen, rein formalen Blick auf die Einkäufe der Person hinter ihm an, sich doch vor ihn zu stellen.
Er hätte doch Zeit. Wenn sie wüssten, wie gut es ihm hier geht, dann würden sie sich alle vor ihn stellen.
Ein Lächeln, ein Danke. Manchmal bekommt er beides. Das sind die Tage, an denen es ihm besonders gut geht. Herr Krämer ist sicher, mit Nachsicht ist man weniger einsam.
Die kurze Zeit an der Kasse nutzt er, um in den Augen der Kassierer zu tauchen. Er brauchte nur Blickkontakt und einen Augenblick. Herr Krämer ist sicher: Beim Tauchen ist man weniger einsam.
Durch jeden Schritt im Markt hat er ein bisschen mehr von der Einsamkeit verloren.
In den hell beleuchteten Gängen, zwischen Waschmittel und Nudeln, liegt sie auf dem Boden.
Herr Krämer ist sicher, ohne den Supermarkt wäre er einsam.
Zuhause dreht er den Fernseher laut.
Dann ist es fast so, als hätte er Besuch.
Herr Krämer hat viele Lampen und Kerzen.
Jedes Zimmer wird beleuchtet.
Dann ist es so, als würde er eine Party geben.
Ein bisschen Rotwein und ein kleines bisschen mehr sorgen für ein Wärmegefühl.
Fast so, als würde ihn jemand umarmen.
Herr Krämer ist sicher – dann ist man weniger einsam.