Friedrichshainerin
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Wie hast du deinen Tag verbracht? So heißt auch eine Erzählung von Saul Bellow.
Antwort: Das kann ich euch verraten. Ich war auf dem Jobcenter.
Vor dem Edeka in der Jessner, an dem mich mein Weg vorbei führt, zwei Männer, zwischen denen ein winziges Kästchen steht. Angele verständnisvoll meine Einkaufswagen-Mark aus meiner Hosentasche. Zögere aber mit dem Wurf, da ich befürchte, dass ich das Kästchen nicht treffe. Und ich möchte ihnen die Spende nicht einfach respektlos vor die Füße werfen. Der eine Mann reicht mir die Hand hin. Der andere nickt mir aufmunternd zu. Sie schnorren wohl zu zweit. Ein osteuropäisch eingefärbtes „Danke“ erreicht mein Ohr.
Frankfurter Allee. Morgens. Eigentlich nicht zu sehr morgens, eher so um elf. „Komisch“, denke ich: „Hier sehen alle nach Drogen aus.“ Außer natürlich die Rentner mit Rollator. Oder die verschleierten Frauen mit Kind an der Hand.
Eine, die dunkelhäutig ist und ein helles Gewand mit Silberstreifen trägt, geht vor mir. Ihr Kind dreht sich ständig interessiert nach mir um.
Ich weiß auch warum. Ich hinke. Seit gestern tut mir der Hacken am linken Bein weh, und ich kann nicht richtig auftreten. Aber wenigstens Fahrradfahren geht noch. Außer, dass ich ab und zu mal absteigen muss, weil mir die Puste ausgeht, wie jetzt gerade. Soll mit den Wechseljahren zusammenhängen, habe ich gehört.
Das Berlin-Klischee scheint zu stimmen. Ständig sticht mir der ekelhafte Canabisgeruch in die Nase. Und das am frühen Morgen.
Ich dachte immer, dass ich die Einzige bin, die die Frankfurter Allee nicht leiden kann. Bis ich Dinah auf dem Boxi traf. Sie hatte psychische Probleme, war deswegen ziemlich dünnhäutig und erzählte mir, dass die Frankfurter ihr Panikattacken verursachte.
Ist irgendwie nicht die quirlige, lebendige Hauptschlagader von Friedrichshain, die sie sein sollte. Bloß eine laute, gefährliche Straße. Man ist froh, wenn man sie hinter sich gelassen hat.
Hier werden großzügig Fahrradfahrer und Fußgänger plattgefahren. Obwohl es genug Ampeln gibt. Gefühlt jedes zweite Auto ist ein Krankenwagen.
Besonders schlimm ist die Frankfurter im Winter. Völlig trostlos. Auch die Gesichter der Menschen. So, als wenn sich jeder fragt: „Warum muss ich hier sein?“. Es gibt keinen Schutz gegen Regen, Schnee und die Windböen, die in der schlechten Jahreszeit ständig versuchen, einen umzublasen. Irgendwie ist man den Gezeiten hilflos ausgesetzt. Warum ist das auf der Schönhauser anders?
So sieht man sich wieder. Ein Punk, den ich kenne, sitzt auf der Straße. Diesmal nicht mit Kästchen wie die beiden Männer, sondern vor einem Kaffeebecher. Ich lasse es Klimpern. Er bedankt sich bei mir. „Ob er mich erkannt hat?“, frage ich mich. Wir hatten mal in den Neunzigern im Punkercafé in der Kinzigstraße geredet. Hieß glaub ich Attentat. „Ich komme aus Hamburg“, erzählte er. Ein intelligenter, offener Typ. „Hat sich vom Äußeren her gar nicht so viel verändert, trotz der langen Zeit“, denke ich.
Ich hatte ihn nie wieder gesehen, aber manchmal bei mir gedacht: „Wo ist der jetzt wohl?“. Die ganzen Jahre ist er scheinbar gleich nebenan gewesen. Ich geb zu, damals, als wir uns begegneten, hatte ich Interesse an ihm.
Eigentlich bewegen sich die meisten in Berlin nur in engen Zirkeln mit den dazugehörigen Verhaltens-und Kleidercodes, so dass man sich manchmal jahrelang nicht mehr über den Weg läuft, auch wenn man gar nicht weit voneinander entfernt lebt.
Damals hatte mir seine Intelligenz und seine Freimütigkeit gefallen. Ich ahnte eine Möglichkeit auf mich zukommen, mit jemandem zu reden. „Sagt mir, was es besseres gibt? Ich weiß es nicht.“ Wahrscheinlich projizierte ich in einen Typ, der mir einen unabhängigen Geist zu besitzen schien, wieder viel zu viel rein. Überschätzte ihn völlig.
„Wenn der mal nicht drogenabhängig ist?“, geht mir durch den Sinn. Er ist immerhin über fünfzig und noch so drauf.
Muss aber nicht sein.
„Wie er wohl lebt?“, frage ich mich. Er ist vielleicht gerade neben seiner Punkfrau, bestimmt viel jünger und seinem Hund aufgewacht, hat festgestellt, dass nichts mehr zu Kiffen da ist und hat sich an die Straße gesetzt. Oder es geht um Frühstück. Hundefutter?
Hört sich jetzt ein bisschen zu spöttisch an, denn was mache ich selber schon so Großartiges, dass ich mir erlauben könnte, mich über andere lustig zu machen. Ich messe ihn mit den Maßstäben der soliden Bürger, für die die Leute aus der Gegenkultur sowieso alle verkrachte Existenzen sind. Bin ich auch schon so wie die Anderen? Wie meine Mutter?
Das, was ich eben gerade verfasst habe, ist der beste Beweis dafür, dass zwischen Schnorrer und dem mildtätigen Spender eine Interaktion stattfindet. Irgendwie stehen sich plötzlich zwei Fremde gegenüber, die sich für eine winzige Minute aneinander annähern, um dann auf ewig wieder auseinanderzudriften.
Das was stattfindet, wird natürlich von Beiden verdrängt. Ein Blick in die Seele des Anderen. Besonders von dem Schnorrer, der sich ja entblößt und angreifbar macht, sich aber auch nach außen öffnet.
Der Gebende will ja auch was für seine Gabe haben. Erwartet etwas. Auch wenn er das nicht zugibt, sich das nicht eingesteht. Na ja, bei einem alten Mütterchen aus Osteuropa vielleicht nicht. Die Schnorrerei ist eine komplizierte Kiste.
Warum ist es bei Punks eigentlich so angesagt zu betteln? Es geht doch nicht in erster Linie um Geld so wie bei Drogensüchtigen. Und sie haben so viel Kumpel, da ist doch immer einer bei, der Geld hat. Hat er das überhaupt nötig, hier an der Frankfurter zu sitzen mit einem leeren Becher vor sich?
Da steckt doch eine Idee dahinter. Was wollen sie rüberbringen, wenn sie dir die Hand hinhalten? Ein Affront gegen die Bürgerlichkeit? Da versucht man doch um jeden Preis, den Schein zu wahren, auch wenn einem das Wasser bis zum Hals steht. Aber ob diese Idee auch jeder Beteiligte so klar erkennt, ist die zweite Frage!
Was ich über den Punk, den ich aus dem Café kannte, schrieb, soll nicht herablassend klingen. Er lebt eben ein völlig anderes Leben als ich innerhalb von seiner Kumpelbase. Wird von männlichen Netzwerken getragen. Hat bestimmt viel Spaß und kennt zig Leute. Hat sich seine innere Freiheit nicht rauben lassen.
Andere Sache. Geht so was überhaupt? Und wenn, dann soll er mir sein Geheimnis mal verraten.
Kann sein, sie grenzen sich zu sehr ab nach außen? Er und ich sind uns schließlich seit dem Tag in den Neunzigern, an dem wir uns kennenlernten, auch nicht mehr über den Weg gelaufen.
Vielleicht fühlt er sich pudelwohl im angeblichen Szenebezirk Friedrichshain? Pudelwohler jedenfalls als ich, die nirgendwo so richtig reingehört. Die eigentlich immer Außenseiter war.
Hat seine Nische gefunden. Ist ein blöder Spruch über einen, von dem es mal so ausgesehen hat, als ob er was ändern wollte. Wollte er bestimmt nie finden.
„Der möchte mit mir bestimmt nicht tauschen“, denke ich. „Warum bilden wir Frauen uns eigentlich immer ein, dass wir Männer retten müssen?“
Viele Freundinnen von mir haben früher auch so gedacht. „Die kommen viel besser klar als wir, da diese ganzen anarchistischen Szenen in Wirklichkeit Männerbünde sind. Zusammenschlüsse von Männern, die sich gegenseitig helfen. Wir Frauen sind dort wohl nur temporär als Sexobjekt geduldet. Und meine Eignung diesbezüglich ist längst meinem Alter zum Opfer gefallen“, geht mir durch den Sinn.
Plötzlich kommt mir der Gedanke: „Wenn das alles Quatsch ist mit der inneren Freiheit, nur meiner überbordenden Fantasie entsprungen, und er ist einfach ein Junkie.“
Am Kino Kosmos geht es steil nach oben die Richard Sorge hoch. Keine Chance mehr, das mit dem Fahrrad zu bewältigen. Ein junger Mann, eigentlich sehr sportlich wirkend, macht es sich leichter, zückt sein Handy und hält es gegen das Display eines der Scooter, die hier an jeder Ecke stehen. Dann springt er auf und düst davon und ist bald außerhalb meiner Sichtweite. „Warum schnappst du dir nicht auch son Teil und düst ihm hinterher, so fußlahm wie du bist“, fragt wird mich jetzt der eine oder andere fragen.
Die Antwort: ich habe kein Smartphone und auch kein PayPal. Beides aber notwendig dafür. Mal wieder nehme ich mir vor, mir endlich Handy und Bezahldienst draufzuschaffen, wobei ich dem letzteren nicht richtig traue.
Also weiter zu Fuß den Aufstieg angegangen.
Gleich hinter dem Kino, auf so einer Art überdachtem Podest, getragen von Säulen, wird Platte gemacht. Man schläft noch. Sehr zugig alles.
Ein Stückchen weiter hoch tun mir die Füße weh. Linker Hand ein Holzhäuschen mit Garten. Wohl von der Kirche. „Dann könnten sie aus Barmherzigkeit wenigstens eine Bank vor den Zaun stellen. Und ich setze noch eins drauf: Die Gartenpforte öffnen und dahinter eine Sitzgelegenheit platzieren, die müde Wanderer einlädt, sich inmitten der Pflanzenwelt niederzulassen, um Ruhe zu finden von der Welt außerhalb.
Ein Mann steht rauchend vor einer Haustür und beobachtet skeptisch, wie ich angehinkt komme. Er wirft den Zigarettenstummel weg und verschwindet hinter der Tür. „Vielleicht wohnt er parterre“, denke ich träumerisch, denn eine Parterrewohnung im Vorderhaus in der Richard Sorge wäre ein Geschenk des Himmels.
Keine Treppen. Licht jede Menge. Wenig Verkehr auf der Straße. Volkspark in der Nähe. Ich sehe mich da schon mit meiner Katze – hab keine - und mit meinem Blumentopf aus dem Fenster kucken. Wird wohl nichts.
Eine Freundin hatte mal hier gewohnt und erzählt, dass sie ausziehen musste, da sie sich die Miete nicht mehr leisten konnte. War schon vor über zwanzig Jahren. Heutzutage bestimmt erst Recht unerschwinglich.
Vor dem Jobcenter keine Fahrradständer. Wenn ich mein Mountainbike einfach davor stellen würde, nur ein Rad blockiert mit der Sicherung,
wäre ich bald eine Fußlahme ohne fahrbaren Untersatz. Zum Glück kenne ich eine Alternative. Ein paar Meter die Landsberger hoch gibt es einen einsamen Bügel, den gute Menschen dort ins Erdreich gesenkt haben.
An diesem Bügel rosten schon zwei Fahrräder vor sich hin. Beim letzten Mal waren sie auch schon dort. Ich klemme mein Bike dazwischen. Dabei knackt es gefährlich im Gebälk. Etwas scheint kaputt gegangen zu sein. „Hoffentlich kein bleibender Schaden“, denke ich.
Im Eingang wird meine Ladungsschreiben genau geprüft. Nicht, dass sich hier noch einer einschleicht. Donnerstag nur für Bestellte. Dementsprechend leer überall.
Ich will die Treppe benutzen, da ich dem Fahrstuhl nicht traue. War da nicht etwas mit Vulkangruppe gewesen?
Kabelbäume angezündet und den Strom lahmgelegt, und alle waren in den Fahrstühlen gefangen gewesen. Jetzt vor kurzem gerade ein Anschlag auf Jänschwalde, ein Kraftwerk, das wohl auch Berlin versorgt.
Und im letzten Winter, kurz nach Silvester, alles zappenduster in Steglitz/Zehlendorf. Für Tage, die sich bestimmt für die Leute hingezogen haben wie Gummi.
Als ich bei you-tube gesehen habe, wie sie sich im Rathaus heißes Wasser geholt haben, habe ich mir erst mal einen Tee gekocht. Nicht weil ich Appetit drauf hatte, sondern einfach, weil ich es konnte. Heute nehme ich mir zum Tausendsten Male vor, mir endlich einen Campingkocher zu bestellen. Sonst stehe ich im nächsten Winter auch nach heißem Wasser an. Die Typen laufen ja immer noch frei rum.
Kaufen geht ja nicht. Es gibt einfach keine Läden mehr.
Ich finde die Treppe nicht gleich und frage ein paar Frauen aus den Büros, die mir entgegenkommen.
Sie zeigen auf eine Glastür, hinter der es verdächtig dunkel ist. „Keine Sorge. Wenn sie die Tür öffnen, springt das Licht an.“
Ich wage es. Es bleibt dunkel. Kein Lichtschalter zu sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit geht das Licht aber wirklich an in der Schleuse. Irgendwie spukte mir die Idee im Hinterkopf rum, dort nicht mehr rauszukommen. Die nächste Tür geöffnet. Das selbe Spiel. Irgendwie war die Architektur im Osten menschenfreundlicher. Nicht so kalt. Ich fühlte mich in "Tatis herrliche Zeiten" versetzt. Hier kriegt man ja ne Krise.
Im ersten Stock angekommen sehe ich noch immer niemanden. Ich bin zu früh. Der Innenarchitekt hat sich völlig in einen Rausch der Sterilität hineingesteigert. Den Film, den ich erwähnte, hat er auf alle Fälle gesehen und als Inspirationsquelle benutzt. Alles sieht so dermaßen gleich aus, dass ich die Angestellten bewundere , die sich hier zurechtfinden. Irgendwelche Orientierungpunkte muss man doch haben.
Waren das noch Zeiten, als es noch geschnitzte Schreibtische gab. Ich bin sowieso der absolute Jugendstilfan, was Architektur anbelangt. Für mich können es gar nicht genug Putten und Ornamente an den Hauswänden sein.
Im alten Jobcenter, in der Rudi Dutschke, das genauso aussah, war ich mal Zeuge, wie ein Mann aus Jugoslawien eine Panikattacke erlitt. Der, der neben ihm saß, Typ Junkie oder Ex-Junkie kannte sich zum Glück mit sowas aus - wahrscheinliche eigene Erfahrungen diesbezüglich - und brachte ihn mit gutem Zureden wieder runter. "Hat wahrscheinlich seinen Beruf verfehlt", dachte ich.
Die Bänke aus Metall auf dem Flur nicht besonders nierenfreundlich, da sie eiskalt sind. Holzbänke haben sie sich wohl völlig abgewöhnt. Auch auf der Straße. Und die Sitzflächen neuerdings in Abschnitte unterteilt, die mit Lehnen eingefasst sind, damit sich ja niemand drauf legen kann. So bekämpfen sie die Obdachlosigkeit auch nicht. Sieht nur besser aus.
Eine Bürotür steht offen und ich höre Stimmen. Also gibt es hier Leben. Die ersten Leute kommen von der Kantine zurück. Sie scheint in der Nähe zu sein, denn es riecht nach Bratensoße. Vielleicht sollte ich auch mal reinkucken. Ich habe gehört, dass das eine öffentliche Kantine ist. Aber so richtig Bock habe ich nicht darauf, im Jobcenter zu speisen. Wer kommt schon gerne hierhin? Jeder ist froh, wenn er wieder gehen kann.
Drinnen, im Büro, kein Problem, da ich zwar als arbeitssuchend gelte, aber eine geförderte Stelle habe. Nach fünf Minuten ist alles erledigt.
Deswegen sticht es aber immer noch gemein in meinem Hacken.
Auf dem Rad kann ich mich bequem die Richard-Sorge runterrollen lassen. Ein Geräusch kommt vom Fahrrad. „Doch irgendwas kaputtgegangen vorhin“, denke ich. Ich nehme mir vor, der Ursache erst in unserem Hof auf den Grund zu gehen.
Noch eine Aufgabe liegt vor mir. Bei Lidl gibt es heute Suppenteller. Nach denen suche ich schon seit Jahren, da alle Läden, in denen es Haushaltswaren gab, pleite sind. Und Geschirr zu bestellen, in einer Stadt wie Berlin, weigere ich mich entschieden. Ist mir zu dumm.
Ich gehe durch das sogenannte Freudenbergareal. Ist ein Neubauviertel, dass sie nach dem jüdischen Besitzer der Gummifabrik, die hier früher war, benannten. Seine Verwandten waren auch bei der Einweihung.
Sind wohl meist Eigentumswohnungen. Ein kleiner Park ist auch dabei abgefallen. Ein Mann hat sich gerade aus seinen Schlafsäcken geschält und blickt blinzelnd in die helle Sonne. Er ist noch gar nicht ganz da.
Heute scheint sich endlich eine Gelegenheit zu ergeben in punkto Teller. Ich schlage zu. Der Karton mit den vier Suppentellern hat ein Gewicht, als wenn er Dachziegel enthielte.
Der Mann, der neben dem Fahrradständer steht, schaut mich zweifelnd an, als ich meine Tasche an den Lenker hänge und fahrradschiebend weghinke. „Komm gut nach Hause“, ruft er mir hinterher. Zu Hause stelle ich fest, dass in den Tellern nur eine halbe Kelle Suppe Platz hat.
Wo sind die tiefen Teller geblieben, über die man sich in seiner Kindheit immer gebeugt hat? Aus der Mode gekommen?
Das, was ich gekauft habe, ist für Hungerportionen geeignet, die Adipositaleute zu sich nehmen sollten und nicht für Dicke Bohnensuppe mit Mettenden oder Möhreneintopf mit Bockwurst. Und außerdem löffelt es sich schlecht, wenn der Teller nicht tief genug ist. Man fischt in flachem Gewässer.
Fazit vom Tage: Sich verweigernde Gehwerkzeuge und immer noch kein tiefer Teller.
Antwort: Das kann ich euch verraten. Ich war auf dem Jobcenter.
Vor dem Edeka in der Jessner, an dem mich mein Weg vorbei führt, zwei Männer, zwischen denen ein winziges Kästchen steht. Angele verständnisvoll meine Einkaufswagen-Mark aus meiner Hosentasche. Zögere aber mit dem Wurf, da ich befürchte, dass ich das Kästchen nicht treffe. Und ich möchte ihnen die Spende nicht einfach respektlos vor die Füße werfen. Der eine Mann reicht mir die Hand hin. Der andere nickt mir aufmunternd zu. Sie schnorren wohl zu zweit. Ein osteuropäisch eingefärbtes „Danke“ erreicht mein Ohr.
Frankfurter Allee. Morgens. Eigentlich nicht zu sehr morgens, eher so um elf. „Komisch“, denke ich: „Hier sehen alle nach Drogen aus.“ Außer natürlich die Rentner mit Rollator. Oder die verschleierten Frauen mit Kind an der Hand.
Eine, die dunkelhäutig ist und ein helles Gewand mit Silberstreifen trägt, geht vor mir. Ihr Kind dreht sich ständig interessiert nach mir um.
Ich weiß auch warum. Ich hinke. Seit gestern tut mir der Hacken am linken Bein weh, und ich kann nicht richtig auftreten. Aber wenigstens Fahrradfahren geht noch. Außer, dass ich ab und zu mal absteigen muss, weil mir die Puste ausgeht, wie jetzt gerade. Soll mit den Wechseljahren zusammenhängen, habe ich gehört.
Das Berlin-Klischee scheint zu stimmen. Ständig sticht mir der ekelhafte Canabisgeruch in die Nase. Und das am frühen Morgen.
Ich dachte immer, dass ich die Einzige bin, die die Frankfurter Allee nicht leiden kann. Bis ich Dinah auf dem Boxi traf. Sie hatte psychische Probleme, war deswegen ziemlich dünnhäutig und erzählte mir, dass die Frankfurter ihr Panikattacken verursachte.
Ist irgendwie nicht die quirlige, lebendige Hauptschlagader von Friedrichshain, die sie sein sollte. Bloß eine laute, gefährliche Straße. Man ist froh, wenn man sie hinter sich gelassen hat.
Hier werden großzügig Fahrradfahrer und Fußgänger plattgefahren. Obwohl es genug Ampeln gibt. Gefühlt jedes zweite Auto ist ein Krankenwagen.
Besonders schlimm ist die Frankfurter im Winter. Völlig trostlos. Auch die Gesichter der Menschen. So, als wenn sich jeder fragt: „Warum muss ich hier sein?“. Es gibt keinen Schutz gegen Regen, Schnee und die Windböen, die in der schlechten Jahreszeit ständig versuchen, einen umzublasen. Irgendwie ist man den Gezeiten hilflos ausgesetzt. Warum ist das auf der Schönhauser anders?
So sieht man sich wieder. Ein Punk, den ich kenne, sitzt auf der Straße. Diesmal nicht mit Kästchen wie die beiden Männer, sondern vor einem Kaffeebecher. Ich lasse es Klimpern. Er bedankt sich bei mir. „Ob er mich erkannt hat?“, frage ich mich. Wir hatten mal in den Neunzigern im Punkercafé in der Kinzigstraße geredet. Hieß glaub ich Attentat. „Ich komme aus Hamburg“, erzählte er. Ein intelligenter, offener Typ. „Hat sich vom Äußeren her gar nicht so viel verändert, trotz der langen Zeit“, denke ich.
Ich hatte ihn nie wieder gesehen, aber manchmal bei mir gedacht: „Wo ist der jetzt wohl?“. Die ganzen Jahre ist er scheinbar gleich nebenan gewesen. Ich geb zu, damals, als wir uns begegneten, hatte ich Interesse an ihm.
Eigentlich bewegen sich die meisten in Berlin nur in engen Zirkeln mit den dazugehörigen Verhaltens-und Kleidercodes, so dass man sich manchmal jahrelang nicht mehr über den Weg läuft, auch wenn man gar nicht weit voneinander entfernt lebt.
Damals hatte mir seine Intelligenz und seine Freimütigkeit gefallen. Ich ahnte eine Möglichkeit auf mich zukommen, mit jemandem zu reden. „Sagt mir, was es besseres gibt? Ich weiß es nicht.“ Wahrscheinlich projizierte ich in einen Typ, der mir einen unabhängigen Geist zu besitzen schien, wieder viel zu viel rein. Überschätzte ihn völlig.
„Wenn der mal nicht drogenabhängig ist?“, geht mir durch den Sinn. Er ist immerhin über fünfzig und noch so drauf.
Muss aber nicht sein.
„Wie er wohl lebt?“, frage ich mich. Er ist vielleicht gerade neben seiner Punkfrau, bestimmt viel jünger und seinem Hund aufgewacht, hat festgestellt, dass nichts mehr zu Kiffen da ist und hat sich an die Straße gesetzt. Oder es geht um Frühstück. Hundefutter?
Hört sich jetzt ein bisschen zu spöttisch an, denn was mache ich selber schon so Großartiges, dass ich mir erlauben könnte, mich über andere lustig zu machen. Ich messe ihn mit den Maßstäben der soliden Bürger, für die die Leute aus der Gegenkultur sowieso alle verkrachte Existenzen sind. Bin ich auch schon so wie die Anderen? Wie meine Mutter?
Das, was ich eben gerade verfasst habe, ist der beste Beweis dafür, dass zwischen Schnorrer und dem mildtätigen Spender eine Interaktion stattfindet. Irgendwie stehen sich plötzlich zwei Fremde gegenüber, die sich für eine winzige Minute aneinander annähern, um dann auf ewig wieder auseinanderzudriften.
Das was stattfindet, wird natürlich von Beiden verdrängt. Ein Blick in die Seele des Anderen. Besonders von dem Schnorrer, der sich ja entblößt und angreifbar macht, sich aber auch nach außen öffnet.
Der Gebende will ja auch was für seine Gabe haben. Erwartet etwas. Auch wenn er das nicht zugibt, sich das nicht eingesteht. Na ja, bei einem alten Mütterchen aus Osteuropa vielleicht nicht. Die Schnorrerei ist eine komplizierte Kiste.
Warum ist es bei Punks eigentlich so angesagt zu betteln? Es geht doch nicht in erster Linie um Geld so wie bei Drogensüchtigen. Und sie haben so viel Kumpel, da ist doch immer einer bei, der Geld hat. Hat er das überhaupt nötig, hier an der Frankfurter zu sitzen mit einem leeren Becher vor sich?
Da steckt doch eine Idee dahinter. Was wollen sie rüberbringen, wenn sie dir die Hand hinhalten? Ein Affront gegen die Bürgerlichkeit? Da versucht man doch um jeden Preis, den Schein zu wahren, auch wenn einem das Wasser bis zum Hals steht. Aber ob diese Idee auch jeder Beteiligte so klar erkennt, ist die zweite Frage!
Was ich über den Punk, den ich aus dem Café kannte, schrieb, soll nicht herablassend klingen. Er lebt eben ein völlig anderes Leben als ich innerhalb von seiner Kumpelbase. Wird von männlichen Netzwerken getragen. Hat bestimmt viel Spaß und kennt zig Leute. Hat sich seine innere Freiheit nicht rauben lassen.
Andere Sache. Geht so was überhaupt? Und wenn, dann soll er mir sein Geheimnis mal verraten.
Kann sein, sie grenzen sich zu sehr ab nach außen? Er und ich sind uns schließlich seit dem Tag in den Neunzigern, an dem wir uns kennenlernten, auch nicht mehr über den Weg gelaufen.
Vielleicht fühlt er sich pudelwohl im angeblichen Szenebezirk Friedrichshain? Pudelwohler jedenfalls als ich, die nirgendwo so richtig reingehört. Die eigentlich immer Außenseiter war.
Hat seine Nische gefunden. Ist ein blöder Spruch über einen, von dem es mal so ausgesehen hat, als ob er was ändern wollte. Wollte er bestimmt nie finden.
„Der möchte mit mir bestimmt nicht tauschen“, denke ich. „Warum bilden wir Frauen uns eigentlich immer ein, dass wir Männer retten müssen?“
Viele Freundinnen von mir haben früher auch so gedacht. „Die kommen viel besser klar als wir, da diese ganzen anarchistischen Szenen in Wirklichkeit Männerbünde sind. Zusammenschlüsse von Männern, die sich gegenseitig helfen. Wir Frauen sind dort wohl nur temporär als Sexobjekt geduldet. Und meine Eignung diesbezüglich ist längst meinem Alter zum Opfer gefallen“, geht mir durch den Sinn.
Plötzlich kommt mir der Gedanke: „Wenn das alles Quatsch ist mit der inneren Freiheit, nur meiner überbordenden Fantasie entsprungen, und er ist einfach ein Junkie.“
Am Kino Kosmos geht es steil nach oben die Richard Sorge hoch. Keine Chance mehr, das mit dem Fahrrad zu bewältigen. Ein junger Mann, eigentlich sehr sportlich wirkend, macht es sich leichter, zückt sein Handy und hält es gegen das Display eines der Scooter, die hier an jeder Ecke stehen. Dann springt er auf und düst davon und ist bald außerhalb meiner Sichtweite. „Warum schnappst du dir nicht auch son Teil und düst ihm hinterher, so fußlahm wie du bist“, fragt wird mich jetzt der eine oder andere fragen.
Die Antwort: ich habe kein Smartphone und auch kein PayPal. Beides aber notwendig dafür. Mal wieder nehme ich mir vor, mir endlich Handy und Bezahldienst draufzuschaffen, wobei ich dem letzteren nicht richtig traue.
Also weiter zu Fuß den Aufstieg angegangen.
Gleich hinter dem Kino, auf so einer Art überdachtem Podest, getragen von Säulen, wird Platte gemacht. Man schläft noch. Sehr zugig alles.
Ein Stückchen weiter hoch tun mir die Füße weh. Linker Hand ein Holzhäuschen mit Garten. Wohl von der Kirche. „Dann könnten sie aus Barmherzigkeit wenigstens eine Bank vor den Zaun stellen. Und ich setze noch eins drauf: Die Gartenpforte öffnen und dahinter eine Sitzgelegenheit platzieren, die müde Wanderer einlädt, sich inmitten der Pflanzenwelt niederzulassen, um Ruhe zu finden von der Welt außerhalb.
Ein Mann steht rauchend vor einer Haustür und beobachtet skeptisch, wie ich angehinkt komme. Er wirft den Zigarettenstummel weg und verschwindet hinter der Tür. „Vielleicht wohnt er parterre“, denke ich träumerisch, denn eine Parterrewohnung im Vorderhaus in der Richard Sorge wäre ein Geschenk des Himmels.
Keine Treppen. Licht jede Menge. Wenig Verkehr auf der Straße. Volkspark in der Nähe. Ich sehe mich da schon mit meiner Katze – hab keine - und mit meinem Blumentopf aus dem Fenster kucken. Wird wohl nichts.
Eine Freundin hatte mal hier gewohnt und erzählt, dass sie ausziehen musste, da sie sich die Miete nicht mehr leisten konnte. War schon vor über zwanzig Jahren. Heutzutage bestimmt erst Recht unerschwinglich.
Vor dem Jobcenter keine Fahrradständer. Wenn ich mein Mountainbike einfach davor stellen würde, nur ein Rad blockiert mit der Sicherung,
wäre ich bald eine Fußlahme ohne fahrbaren Untersatz. Zum Glück kenne ich eine Alternative. Ein paar Meter die Landsberger hoch gibt es einen einsamen Bügel, den gute Menschen dort ins Erdreich gesenkt haben.
An diesem Bügel rosten schon zwei Fahrräder vor sich hin. Beim letzten Mal waren sie auch schon dort. Ich klemme mein Bike dazwischen. Dabei knackt es gefährlich im Gebälk. Etwas scheint kaputt gegangen zu sein. „Hoffentlich kein bleibender Schaden“, denke ich.
Im Eingang wird meine Ladungsschreiben genau geprüft. Nicht, dass sich hier noch einer einschleicht. Donnerstag nur für Bestellte. Dementsprechend leer überall.
Ich will die Treppe benutzen, da ich dem Fahrstuhl nicht traue. War da nicht etwas mit Vulkangruppe gewesen?
Kabelbäume angezündet und den Strom lahmgelegt, und alle waren in den Fahrstühlen gefangen gewesen. Jetzt vor kurzem gerade ein Anschlag auf Jänschwalde, ein Kraftwerk, das wohl auch Berlin versorgt.
Und im letzten Winter, kurz nach Silvester, alles zappenduster in Steglitz/Zehlendorf. Für Tage, die sich bestimmt für die Leute hingezogen haben wie Gummi.
Als ich bei you-tube gesehen habe, wie sie sich im Rathaus heißes Wasser geholt haben, habe ich mir erst mal einen Tee gekocht. Nicht weil ich Appetit drauf hatte, sondern einfach, weil ich es konnte. Heute nehme ich mir zum Tausendsten Male vor, mir endlich einen Campingkocher zu bestellen. Sonst stehe ich im nächsten Winter auch nach heißem Wasser an. Die Typen laufen ja immer noch frei rum.
Kaufen geht ja nicht. Es gibt einfach keine Läden mehr.
Ich finde die Treppe nicht gleich und frage ein paar Frauen aus den Büros, die mir entgegenkommen.
Sie zeigen auf eine Glastür, hinter der es verdächtig dunkel ist. „Keine Sorge. Wenn sie die Tür öffnen, springt das Licht an.“
Ich wage es. Es bleibt dunkel. Kein Lichtschalter zu sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit geht das Licht aber wirklich an in der Schleuse. Irgendwie spukte mir die Idee im Hinterkopf rum, dort nicht mehr rauszukommen. Die nächste Tür geöffnet. Das selbe Spiel. Irgendwie war die Architektur im Osten menschenfreundlicher. Nicht so kalt. Ich fühlte mich in "Tatis herrliche Zeiten" versetzt. Hier kriegt man ja ne Krise.
Im ersten Stock angekommen sehe ich noch immer niemanden. Ich bin zu früh. Der Innenarchitekt hat sich völlig in einen Rausch der Sterilität hineingesteigert. Den Film, den ich erwähnte, hat er auf alle Fälle gesehen und als Inspirationsquelle benutzt. Alles sieht so dermaßen gleich aus, dass ich die Angestellten bewundere , die sich hier zurechtfinden. Irgendwelche Orientierungpunkte muss man doch haben.
Waren das noch Zeiten, als es noch geschnitzte Schreibtische gab. Ich bin sowieso der absolute Jugendstilfan, was Architektur anbelangt. Für mich können es gar nicht genug Putten und Ornamente an den Hauswänden sein.
Im alten Jobcenter, in der Rudi Dutschke, das genauso aussah, war ich mal Zeuge, wie ein Mann aus Jugoslawien eine Panikattacke erlitt. Der, der neben ihm saß, Typ Junkie oder Ex-Junkie kannte sich zum Glück mit sowas aus - wahrscheinliche eigene Erfahrungen diesbezüglich - und brachte ihn mit gutem Zureden wieder runter. "Hat wahrscheinlich seinen Beruf verfehlt", dachte ich.
Die Bänke aus Metall auf dem Flur nicht besonders nierenfreundlich, da sie eiskalt sind. Holzbänke haben sie sich wohl völlig abgewöhnt. Auch auf der Straße. Und die Sitzflächen neuerdings in Abschnitte unterteilt, die mit Lehnen eingefasst sind, damit sich ja niemand drauf legen kann. So bekämpfen sie die Obdachlosigkeit auch nicht. Sieht nur besser aus.
Eine Bürotür steht offen und ich höre Stimmen. Also gibt es hier Leben. Die ersten Leute kommen von der Kantine zurück. Sie scheint in der Nähe zu sein, denn es riecht nach Bratensoße. Vielleicht sollte ich auch mal reinkucken. Ich habe gehört, dass das eine öffentliche Kantine ist. Aber so richtig Bock habe ich nicht darauf, im Jobcenter zu speisen. Wer kommt schon gerne hierhin? Jeder ist froh, wenn er wieder gehen kann.
Drinnen, im Büro, kein Problem, da ich zwar als arbeitssuchend gelte, aber eine geförderte Stelle habe. Nach fünf Minuten ist alles erledigt.
Deswegen sticht es aber immer noch gemein in meinem Hacken.
Auf dem Rad kann ich mich bequem die Richard-Sorge runterrollen lassen. Ein Geräusch kommt vom Fahrrad. „Doch irgendwas kaputtgegangen vorhin“, denke ich. Ich nehme mir vor, der Ursache erst in unserem Hof auf den Grund zu gehen.
Noch eine Aufgabe liegt vor mir. Bei Lidl gibt es heute Suppenteller. Nach denen suche ich schon seit Jahren, da alle Läden, in denen es Haushaltswaren gab, pleite sind. Und Geschirr zu bestellen, in einer Stadt wie Berlin, weigere ich mich entschieden. Ist mir zu dumm.
Ich gehe durch das sogenannte Freudenbergareal. Ist ein Neubauviertel, dass sie nach dem jüdischen Besitzer der Gummifabrik, die hier früher war, benannten. Seine Verwandten waren auch bei der Einweihung.
Sind wohl meist Eigentumswohnungen. Ein kleiner Park ist auch dabei abgefallen. Ein Mann hat sich gerade aus seinen Schlafsäcken geschält und blickt blinzelnd in die helle Sonne. Er ist noch gar nicht ganz da.
Heute scheint sich endlich eine Gelegenheit zu ergeben in punkto Teller. Ich schlage zu. Der Karton mit den vier Suppentellern hat ein Gewicht, als wenn er Dachziegel enthielte.
Der Mann, der neben dem Fahrradständer steht, schaut mich zweifelnd an, als ich meine Tasche an den Lenker hänge und fahrradschiebend weghinke. „Komm gut nach Hause“, ruft er mir hinterher. Zu Hause stelle ich fest, dass in den Tellern nur eine halbe Kelle Suppe Platz hat.
Wo sind die tiefen Teller geblieben, über die man sich in seiner Kindheit immer gebeugt hat? Aus der Mode gekommen?
Das, was ich gekauft habe, ist für Hungerportionen geeignet, die Adipositaleute zu sich nehmen sollten und nicht für Dicke Bohnensuppe mit Mettenden oder Möhreneintopf mit Bockwurst. Und außerdem löffelt es sich schlecht, wenn der Teller nicht tief genug ist. Man fischt in flachem Gewässer.
Fazit vom Tage: Sich verweigernde Gehwerkzeuge und immer noch kein tiefer Teller.
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