frynstaden
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Das Aufräumen, wenn jemand von einem gegangen ist, ist viel schlimmer als der Tod oder die spätere Beerdigung. Der Tod als endgültiges Ereignis irgendwann im Leben eines jeden Menschen und die Beerdigung, bei der man sich spätestens bewusst wird, dass es ein Abschied für die Ewigkeit ist, bringen längst nicht so viel Schmerz zurück wie das Sichten der Habe des Verblichenen. Die Erinnerung ist ein harter Gegner und auch Clara weinte, noch ehe sie durch die Türe trat.
Schon vor wenigen Jahren, kurz nach Florians Beerdigung, war es für sie nicht einfach gewesen. Es war nicht nur schwer, überhaupt die Räume zu betreten, in denen diese Menschen zuletzt lebten, sich freuten und ihren eigenen Dingen nachgingen. Es lag auch daran, in ihren alten Besitztümern und Geheimnissen zu wühlen wie ein Grabräuber. Wie jemand, der auf einen Schatz hoffte. Es fühlte sich für Clara nicht richtig an. Doch das fühlt sich der Tod auch nicht.
Welche Sachen behält man? Welche wirft man weg? Darf man die Sachen eines Familienmitglieds überhaupt wegwerfen, selbst wenn es diese offenkundig nicht mehr benötigen wird? Clara kam nicht umhin, sich dieselben Fragen bei Larissa wieder zu stellen. Immerhin, der Schrank war nun leer. Kaputte Kleidungsstücke lagen in einer Kiste, noch intakte und somit zu spendende Kleidungsstücke befanden sich sorgsam zusammengefaltet in einer weiteren. Und dann waren noch ein paar wenige Objekte übrig geblieben, die in keine der beiden Kategorien hineinpassten. Verkaufen wollte sie nichts. Clara wollte keinen Profit mit der Habe eines Toten machen. Nicht einmal dann, wenn sie das Geld hätte brauchen können. So etwas verbot ihr der Anstand.
Nun folgten der Schreibtisch und die drei Bücherregale. Oberhalb der Regale hingen einige Fotos von Ausflügen und Urlaubsreisen. Fotos der Familie aus einer Zeit, da sie noch vollständig war. Eine Zeit, die es nur kurz gegeben hatte. Stifte und Papier lagen sorgsam aufbereitet und machten kaum Mühe. Die allermeisten Dinge kamen zunächst in eine Kiste mit der Aufschrift Schreibzeug. Es würde sich schon ein Abnehmer dafür finden. Ähnlich sah es bei den Büchern aus. Larissa hatte eine große Sammlung an verschiedenen belletristischen Werken und selbst immer gesagt, nie die Zeit zu finden, sie alle zu lesen. Sie hatte immer große Pläne gehabt. Nun würde sie es jedoch nicht mehr schaffen und Bücher sollten nie weggeschmissen werden. Somit wanderten sie in andere Kisten, geordnet nach den Themen, die sie behandelten. Clara war diesbezüglich pedantisch. Doch beim Bett war Schluss. Als Clara das erste Kuscheltier nahm, drückte sie es an ihre Brust und brach erneut zusammen.
Schon vor wenigen Jahren, kurz nach Florians Beerdigung, war es für sie nicht einfach gewesen. Es war nicht nur schwer, überhaupt die Räume zu betreten, in denen diese Menschen zuletzt lebten, sich freuten und ihren eigenen Dingen nachgingen. Es lag auch daran, in ihren alten Besitztümern und Geheimnissen zu wühlen wie ein Grabräuber. Wie jemand, der auf einen Schatz hoffte. Es fühlte sich für Clara nicht richtig an. Doch das fühlt sich der Tod auch nicht.
Welche Sachen behält man? Welche wirft man weg? Darf man die Sachen eines Familienmitglieds überhaupt wegwerfen, selbst wenn es diese offenkundig nicht mehr benötigen wird? Clara kam nicht umhin, sich dieselben Fragen bei Larissa wieder zu stellen. Immerhin, der Schrank war nun leer. Kaputte Kleidungsstücke lagen in einer Kiste, noch intakte und somit zu spendende Kleidungsstücke befanden sich sorgsam zusammengefaltet in einer weiteren. Und dann waren noch ein paar wenige Objekte übrig geblieben, die in keine der beiden Kategorien hineinpassten. Verkaufen wollte sie nichts. Clara wollte keinen Profit mit der Habe eines Toten machen. Nicht einmal dann, wenn sie das Geld hätte brauchen können. So etwas verbot ihr der Anstand.
Nun folgten der Schreibtisch und die drei Bücherregale. Oberhalb der Regale hingen einige Fotos von Ausflügen und Urlaubsreisen. Fotos der Familie aus einer Zeit, da sie noch vollständig war. Eine Zeit, die es nur kurz gegeben hatte. Stifte und Papier lagen sorgsam aufbereitet und machten kaum Mühe. Die allermeisten Dinge kamen zunächst in eine Kiste mit der Aufschrift Schreibzeug. Es würde sich schon ein Abnehmer dafür finden. Ähnlich sah es bei den Büchern aus. Larissa hatte eine große Sammlung an verschiedenen belletristischen Werken und selbst immer gesagt, nie die Zeit zu finden, sie alle zu lesen. Sie hatte immer große Pläne gehabt. Nun würde sie es jedoch nicht mehr schaffen und Bücher sollten nie weggeschmissen werden. Somit wanderten sie in andere Kisten, geordnet nach den Themen, die sie behandelten. Clara war diesbezüglich pedantisch. Doch beim Bett war Schluss. Als Clara das erste Kuscheltier nahm, drückte sie es an ihre Brust und brach erneut zusammen.