Hoffnung. Schenken. - Sonnet sechshebig

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Walther

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Hoffnung. Schenken.

Es wohnen jetzt im Ort nicht Menschen, nur noch Opfer.
Sie sind traumatisiert. Sie haben Tod gesehen.
Da gab es einen, hielts für einen Schenkelklopfer.
Sie mussten bleiben. Dieser eine konnte gehen.

Jetzt ist nichts mehr, wie es im schönen Gestern war,
Nein, schlimmer, niemand kann ein Morgen heut erkennen.
Die Flut kam aus dem Nichts. Doch ist das wirklich wahr?
Man würde gerne irgendjemand „schuldig“ nennen,

Doch da ist keiner, der sich böte. Fragen bleiben,
Die Trauer bleibt. Und der Verlust von Liebsten und
Vergangenheit. Man sah sie mit dem Wasser treiben,
Das letzte Wort, das letzte Bild verschwand im Schlund.

Es wäre Hoffnung jetzt zu schenken: Menschen kamen.
Auch Geld. Das Schicksal jedoch hat noch keinen Namen.
 
Zuletzt bearbeitet:

AbrakadabrA

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In der ersten Zeile würde ich statt "in der Stadt" ggf. "auf dem Land" setzen, da überwiegend die rurale Region in Mitleidenschaft gezogen wurde.

In der letzten Zeile holpert es ein wenig, was jedoch vermutlich als Kunstgriff zu werten ist.

Ansonsten ein lesenswertes Gedicht, welches betroffen stimmt.
 

Walther

Mitglied
In der ersten Zeile würde ich statt "in der Stadt" ggf. "auf dem Land" setzen, da überwiegend die rurale Region in Mitleidenschaft gezogen wurde.

In der letzten Zeile holpert es ein wenig, was jedoch vermutlich als Kunstgriff zu werten ist.

Ansonsten ein lesenswertes Gedicht, welches betroffen stimmt.
Hallo A.,
danke fürs lesen und den hinweis. habe die mitte in S1V1 genommen.
lg W.
 


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