Hohngelächter habe ich genug gehört!

Hagen

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Hohngelächter habe ich genug gehört!



Als wir wiederkamen, nach fünf Jahren aus der Schlacht im Cygnusnebel, nannten sie uns ‘Gewaltos‘ und wollten nichts mit uns zu tun haben, weil wir Krieger sind. Ich

kann sie verstehen, diese Menschen, denn sie wussten ja von allem nichts.

Der Cygnusnebel ist weit weg, und Krieg immer sehr unangenehm, so hatte man sie mit Nachrichten verschont.

Wir kämpften, und die, die zuhause blieben machten inzwischen Karriere, als Anwälte, Wohnungsmakler, Finanzmakler – und Pusher.

Als wir den Galaxy-Crusier verließen, noch ganz steif von den Kältekammern, in denen wir die letzten Monate während des Rückfluges gelegen hatten, fielen sie wie die Schmeißfliegen über uns her, aber sie meinten nicht uns, sie wollten unsere Abfindungen.

Nachdem wir das Drehkreuz am Counter hinter uns gelassen hatten, waren wir für alle Freiwild. Die Wohnungsmakler hatten sogar kleine Stände in der Halle aufgebaut, und wer eine Bleibe für die erste Nacht auf der Erde suchte, musste erst mal einen Schein hinlegen. Die Finanzmakler boten ihre Dienste genauso an, wie die

Dealer und die grell geschminkten Frauen. Zum Schluss kamen die Anwälte, die hatten ihre Leute, die jeden anzeigten, der auch nur bei Rot über die Kreuzung vor dem Spacefield ging, boten ihre Dienste an und kassierten hohnlachend.

Der Taxifahrer bleckte die Zähne und stellte das Komma seines Taxameters eine Stelle nach rechts, als ich vor dem Spacefield einstig.

Ich nannte die Adresse Eva-Marias – ihren Ring und den Schlüssel zu ihrer Wohnung hatte ich fünf Jahre lang an einem Kettchen auf meiner Brust getragen.

Der Taxifahrer wollte anschließend eine `Rauchzulage'.

„Ich habe nicht geraucht, Mann“, sagte ich.

Der Taxifahrer deutete stumm auf die Kippen im Ascher und hielt die Hand auf. Ich zahlte resigniert, nahm meinen Koffer und ging in Eva-Marias Wohnung.

Ihre Bücher waren nicht mehr da, ihre Jugendstilmöbel waren weg, und an den Stellen, wo die faszinierenden Bilder Gaby L.Berndts gehangen hatten, waren helle Flecken in den ausgedunkelten Tapeten, nur eine Matratze lag noch am Boden, daneben ein umgestülpter Karton mit einer Spritze darauf.

Ein Nachbar erzählte mir, wo ich Eva-Maria sicherlich treffen würde, in der U-Bahnstation am Hauptbahnhof.

Sie war tatsächlich dort, fröstelnd stand sie in der Sonne, und ihre erste Frage war: „Hast du meinen Brief nicht gekriegt?“

Es musste ein Abschiedsbrief gewesen sein, denn seit einige Männer nach Abschiedsbriefen neben startenden Raketen stehen geblieben waren, wurde die Post zu unserem Besten ‘überarbeitet‘.

„Komm“, sagte ich, „ich bin wieder da, ich habe meine Abfindung, wir schaffen es!“

Plötzlich stand einer vor mir und bot mir Crack an, sogar umsonst.

„Hau ab, Mann“, sagte ich und legte meinen Arm um Eva-Maria.

Eva-Maria wollte mit mir gehen, aber zwei Männer kamen, packten mich rechts und links, brachten mich runter in die U-Bahnstation und schlugen mich dort zusammen. Das erste Mal in meinem Leben war ich in der Zeitung, sogar mit Bild – aber wie ich am Boden lag, mit einer blutbeschmierten Kette daneben, der Kette von einer Baumsäge.

Die Überschrift lautete sinngemäß: Kaum auf der Erde, und schon wieder Gewalt!

Als ich wieder beieinander war, kaufte ich mir einen Anwalt und zeigte den Pusher an.

Am Tage vor dem Prozess starb Eva-Maria an einer Überdosis, und der Staatsanwalt sah mich ernst an: „Kaum auf der Erde, und schon stirbt ihre Freundin, machen sie ruhig so weiter!“

Der Pusher lachte, als man ihn wegen Mangels an Beweisen frei sprach, und er zeigte mich an Ort und Stelle wegen übler Nachrede an.

Mein Anwalt hatte keine Chance gegen den hochspezialisierten Anwalt des Pushers, er konnte nichts tun, außer kassieren, auch im folgenden Prozess nicht. Ich zahlte das Schmerzensgeld für den Pusher, das Honorar für seinen Anwalt und das Honorar für meinen Anwalt, der nichts erreicht hatte.

Der steckte die Scheine ein, murmelte mit feistem Grinsen: „Bis zum nächsten Mal", und musste mich zurückhalten, weil ich auf den Pusher losgehen wollte, aber nicht, weil ich beide Prozesse verloren hatte, sondern weil mir der Pusher noch im Gerichtsgebäude erneut Crack anbot ...

Mit dem Rest meiner Abfindung zahlte ich den Makler, um Eva-Marias Wohnung übernehmen zu dürfen, ging zu Marcus, einem meiner Kameraden aus dem Krieg, und fragte ihn, ob er mit mir zusammen eine Würstchenbude aufmachen würde.

Seine Frau hatte sich, während er im Krieg war, einen anderen Mann gesucht. Ich versetzte meine Tapferkeitsmedaille und wir machten die Würstchenbude auf.

Kurze Zeit später war der Pusher wieder da, machte einen auf vergeben und vergessen, und fragte, ob wir Interesse an einem Nebenverdienst hätten, - steuerfrei.

Leider kam ich nicht schnell genug aus der Bude heraus, um ihn zu erwischen, aber wir schlossen eine gute Versicherung ab, und ein Schockstrahler aus Spaceforcebeständen lag immer griffbereit unter dem Tresen.

Allmählich legten wir auch die Attribute der Gewaltos ab, ließen uns lange Haare und Bärte wachsen, und unser eigenes Junkfood sorgte für Bäuche – wir sahen wieder wie zivilisierte Menschen aus.

Sehr viel später, wenn wir die ewig kauenden Menschen um uns nicht mehr ertragen konnten, gingen wir auch schon mal wieder ein Bier trinken.

Die Frau war schön, fast zu schön um real zu sein, sie war einfach schön wie die Sünde, und sie wusste es. Obwohl es nicht zu ihr passte, biederte sie sich bei jedem Mann an, trank mit jedem, tanzte mit jedem und küsste jeden.

Es war ein Polterabend nach guter, alter Sitte, der dicke Karl, der immer drei Currywürste bei uns aß, hatte uns mitgenommen, und sich dann gleich unters Volk gemischt.

Nach zwei Stunden waren die Männer betrunken und hemmungslos, und die Frauen damit beschäftigt, auf ihre Männer aufzupassen, oder wenn das nichts mehr nützte, ihren eigenen Spaß zu haben.

Marcus und ich waren gerade dabei, uns über das kalte Buffet herzumachen, keine Bratwürstchen, in einem Fett zu Tode gesotten, das schon hunderte von Betriebsstunden hinter sich hatte, und keine mit Majonäse verkleisterte Pommes Fruits, sondern Schnittchen mit Käse und Schinken, als die Schöne auch zu uns kam.

Ohne Umschweife legte sie Marcus die Arme um den Hals und zog ihn zur Tanzfläche. Marcus schien Feuer zu fangen, sie tanzten so eng umschlungen, dass man einen Müllsack hätte über sie stülpen können.

Als Marcus wieder kam, grinste ich ihn so breit an, dass eine Sardinenbüchse quer in meinem Mund Platz gehabt hätte: „Na, wie war's? Du hast die Braut ja ganz schön begrabbelt!“

Marcus rollte sich in aller Ruhe eine Zigarette, zog die Mundwinkel in die Höhe und sagte: „Das‘n Roboter, Mann! Ich hab nur die Antennenlänge festgestellt!“

„Bist du sicher?“

„Wie der Tod!“

Marcus zündete die Zigarette an und fuhr fort: „Das ist ein ‘Patton-Kampfroboter‘ aus Armeebeständen, auf Frau getrimmt, ich bin mir da ganz sicher!“

„Ich würde meinen Anteil unserer Würstchenbude drauf wetten, dass das eine Frau ist!“

„Achte mal auf ihre Augen! Als wir vorhin am kalten Buffet standen, wo es hell war, waren ihre Pupillen genauso groß wie in dem Schummerlicht auf der Tanzfläche! Und nun guck dir mal ihr Kleid an, was fällt dir auf?“

„Von Kleid kann man kaum reden, ausgeschnitten bis zum Bauchnabel! Lässt tief blicken!“

„Und der hintere Ausschnitt?“

„Sehr hübsch! Ein schöner Rücken kann auch entzücken.“

„Fällt dir denn nicht auf, dass da was eingeflickt wurde? Ursprünglich war der Rückenausschnitt tiefer! Da wurde was eingeflickt um den Eingabeschlitz für den Stick des Eigendatenspeichers zu verdecken. Beim ‘Patton‘ liegt dieser Schlitz genau in Höhe der beiden Grübchen über dem Po. Eine Frau, die so aussieht und mit einer Mentalität wie die Dame dort ausgerüstet ist, zeigt diese Grübchen her, und sie fummelt nicht extra einen Lappen ins Kleid, um sie zu verdecken.“

„Und wenn sie da irgendwelche Narben hat?“

„Eine Frau, die sich solch ein Kleid leisten kann, kann sich schon lange eine Schönheitsoperation leisten! Nee, mein Lieber, das ist ein ‘Patton‘, garantiert!“

„Was ist denn überhaupt ein ‘Patton-Kampf-Roboter‘?“

„Der `Patton' ist ein halbautomatischer, mit Gehirnstrom ferngelenkter Kampfroboter! Das halbautomatisch besagt, dass er Grundfunktionen wie Laufen und Schießen selbständig ausführen kann. Wir hatten die Dinger damals bei der Spaceforce und haben die Schwebepanzer der Stoorcs damit geknackt. Du brauchst ihm nur zu sagen, dass er auf einen Panzer zu springen hat, wie er das zu tun hat, entnimmt er seinen Eigendaten. – Der Patton springt übrigens aus dem Stand sieben Meter hoch und läuft ohne Ausrüstung 120km/h schnell!“

„Und warum macht er das jetzt nicht?“, fragte ich leicht irritiert.

„Weil man ihm offenbar statt Schießen und so die Standardtänze eingegeben hat! Die Partygespräche und Smalltalks, die er von sich gibt, werden von seinem Lenker hier in der Nähe gesprochen, das geht über Funk!“

Marcus machte eine Pause und zündete seine Zigarette neu an.

Der Patton rauchte auch, er brauchte nur zwei Züge für eine Zigarette.

„Weil der Eigensender vom Patton nur sehr schwach ist, muss sein Lenker hier irgendwo in den Blocks sitzen", fuhr Marcus fort, "ist doch logisch, oder? Pass auf, er kommt zu dir! Lass dir nichts andrehen, aber halte grad mal zwanzig Minuten das Gespräch in Gang, ich muss eben kurz weg!“

Ich war mir nicht ganz sicher, ob wirklich ein Roboter einen engen Schmusefox mit mir tanzte, seine Haut fühlte sich warm und angenehm an, und ihre Stimme war rauchig und sonor, als sie sich nach meinem Freund erkundigte.

„Och, der ist nur eben frischen Tabak holen, er wollte bei der Gelegenheit etwas ausnüchtern. Du verstehst?“

Sie nickte.

„Trinken wir ein Bier zusammen?“, schlug ich vor, sie war einverstanden, wir stürzten uns durch das Gewühl vor der Bar, tauchten mit Biergläsern in den Händen wieder auf, führten den üblichen Smalltalk und tranken. Mir fiel auf, dass sie nicht schluckte, sondern einfach nur reinlaufen ließ.

Marcus hatte recht, sie war eine Maschine!

Sie plauderte munter und bot mir ganz nebenbei Crack an.

„Hast du's schon mal probiert?“, fragte sie, „ich habe zufällig etwas dabei, möchtest du? Ich schenk's dir.“

Ich schüttelte den Kopf, die Erinnerung an Eva-Maria kam wieder in mir hoch, ich sah sie wieder vor mir, fröstelnd im warmen Sonnenschein, während die Maschine mit sonorer Stimme auf mich einredete, von tollen Feeling sprach und vom locker drauf sein.

Ich hatte Mühe, nicht über sie herzufallen und das Bierglas in meiner Hand nicht zu zerdrücken.

Ich wartete auf Marcus und spielte den Unentschlossenen.

Die Sache wurde mir langsam klar: Der Pusher saß irgendwo in der Nähe und ließ die Maschine für sich arbeiten, er wird nie mit irgendwelchem Stoff angetroffen werden, und die Maschine würde im Notfall jedem Polizeigleiter entkommen.

„Freispruch wegen Mangels an Beweisen“, tönte die Stimme des Richters von damals in mir, selbst das Lachen des Pushers hatte ich nicht verdrängen können.

Marcus platzte in meine unterdrückte Wut.

„So, da bin ich wieder. Gut, dass du noch da bist! – Du, Gaby hat eben angerufen, sie ist mit dem Gleiter liegengeblieben, wir müssen sie mal eben abschleppen, 'sind inner halben Stunde wieder da, Okay?“

Er legte dem Roboter kurz die Hand auf die Schulter:

„Entschuldige, mein Kuchenstückchen, aber du wartest sicher auf uns, ja?“

Ohne eine Antwort abzuwarten zog er mich nach draußen.

„Wer ist denn Gaby?“, fragte ich.

Marcus grinste: „Keine Ahnung! Hat sie dir auch Crack angeboten?“

Ich nickte grimmig.

„Na, dann hast du ja den verschärften Durchblick! Also pass auf, ich habe den Lenker von dem Dings angepeilt! War gar nicht so einfach, denn der Sender ist zum Einen sehr schwach und liegt zum Anderen frequenzmäßig direkt neben dem Flugfunk. – Aber was erzähl ich dir, das ist Technik!“

Marcus deutete mit dem Kopf auf einen Block schräg gegenüber: „Da sitzt er, im Vierzehnten, es muss doch mit dem Teufel zugehen, wenn der nicht zu schnappen ist!“

Marcus steuerte auf eine Telefonzelle zu, aber ich hielt ihn zurück.

„Was ist?“, fragte er.

„Ich habe dir doch die Geschichte von Eva-Maria erzählt“, sagte ich langsam, „ich habe schon mal einen Pusher angezeigt, du weißt, was dabei herauskam! –Hohngelächter habe ich genug gehört!"

Marcus wurde nachdenklich.

„Du warst genauso wie ich bei der Spaceforce, und du hast für die Leute gekämpft, die sich jetzt hier volllaufen lassen“, setzte ich nach, „deine Frau hat sich inzwischen ganz legal scheiden lassen und deine Abfindung kassiert! – Jeder weiß, dass der da oben im Vierzehnten pusht, aber man wird ihm nichts nachweisen können, er wird uns üble Nachrede anhängen, und unsere Würstchenbude können wir dann vergessen!“

Ich zog Marcus von der Telefonzelle fort und bat ihn, den Schockstrahler aus unserer Bude zu holen. Inzwischen blieb ich vor dem Wohnblock stehen, rauchte und wartete bis jemand herauskam. Ich stellte den Fuß in die Eingangstür und dann kam Marcus mit dem Schocker unter der Jacke und einem gefährlichen Glitzern in den Augen wieder.

„Häuserkampf“, murmelte er, „wie damals ...“

Jetzt begann ich mir Gedanken zu machen, ob das, was wir taten, richtig war, während wir mit dem Lift in den vierzehnten Stock fuhren. Glücklicherweise stellte Marcus den Schocker auf Betäubung.

Den alten 'mit-der-Kreditkarte-die-Tür-Öffne-Trick' kennt ja wohl jeder, wir waren schnell und geräuschlos in der Wohnung des Pushers.

Der Flur, der sich vor uns auftat, war in jenem Motelstil eingerichtet, den unkreative Menschen für geschmackvoll halten. Aus der Tür vorne links drangen gedämpfte Partygeräusche, und dann kam die Stimme des Pushers, die Stimme des Mannes, der Eva-Maria in den goldenen Schuss getrieben hatte.

„Sprachprozessor“, flüsterte Marcus, „der macht 'ne Frauenstimme draus! – Eine phantastische Maschine!"

Ich hörte nicht mehr hin, ich stürmte ins Wohnzimmer, getrieben von Wut, Hass und Trauer. Marcus schickte mit dem Schockstrahler zwei am Tisch kartenspielende Herren in die Betäubung, und ich legte meine ganze Wut, meinen aufgestauten Hass, und meine geballte Trauer in meine Handkanten und hieb sie dem Pusher rechts und links in den Halsansatz.

Der Schmerzensschrei kam aus der tiefsten Stelle seine nachtschwarzen Seele, hoch und kreischend wie ein durchgehender Propeller.

Ich trat ihm den Stuhl weg und setzte noch einen Faustschlag nach, mitten in den Schmerzensschrei. Der Pusher stürzte zu Boden und riss sich dabei die Fernsteuerhaube für den Roboter vom Kopf. Wie ein zu hoch getourter Verbrennungsmotor winselte der Pusher, als ich ihm nochmal sicherheitshalber in den Magen trat.

„Aufhören“, wimmerte er.

„Erst wenn ich gesehen habe, was du zu Mittag gegessen hast!“

Die Stelle, wo man hintreten muss, damit sich dem Anderen der Magen umstülpt, liegt etwa eine Handbreit unter der Herzspitze. Ich traf beim ersten Tritt, er übergab sich auf den Teppich.

„Es ist gut“, sagte Marcus, „das ist nicht fair!“

„Fair? – Oh, Mann, halt mir jetzt bloß keinen lauen Vortrag über Ethik und Moral! Hol' mir lieber den Roboter ran, damit wir's zuende bringen! Früher nannte man uns Krieger, jetzt ‘Gewaltos‘, und alle wundern sich, dass wir eine Spur gemeiner werden, als die, die sich völlig legal wie die Aasgeier auf unsere Abfindungen gestürzt haben! Erwähnte ich, dass mir der da einen Prozess um die Ohren geschlagen hat, wobei er natürlich völlig legal seine finanzielle Überlegenheit ausgenutzt hat? Weil ich jetzt dabei bin, meine physische Überlegenheit ins Spiel zu bringen, kommst du und erzählst mir kleine Geschichten von Ethik und Moral, - Scheiße!“

Marcus setzte sich die Fernbedienung auf und holte den Roboter ran, während ich dafür sorgte, dass der Pusher am Boden blieb. Eine bisher nie gekannte Kälte breitete sich in der Gegend meiner Herzspitze aus.

Die Maschine kam nahezu geräuschlos herein, sie folgte ihrem neuen Lenker, gehorchte auf den kleinsten Impuls, sie benahm sich wie ein Mensch, wie die übelste Sorte Mensch, die durch Einschleichen Karriere machen, die das tun, was die Mächtigen befehlen und trendorientierte Meinungen haben: Wie die Opportunisten.

Die Maschine legte alles, was sie bei sich hatte, an Crack und Heroin und Koks auf die Bedienkonsole.

Es waren siebenundzwanzig Beutelchen, hübsch gesondert verpackt, es hätte gereicht, die ganze Hochzeitsgesellschaft an die Nadel zu bringen, auf eine Reise ohne Wiederkehr zu schicken.

Dealern schießt man die Kniescheiben weg, damit sie niemanden mehr aufsuchen können; - doch den Pusher, den bringt man um, damit er niemanden mehr in die Sucht treiben kann.

Man bringt ihn mit seinem eigenen Stoff um!

Ich schüttete den Inhalt der Beutelchen zusammen und befahl der Maschine dem Pusher alles zu spritzen, und die Maschine gehorchte.
 

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