hypnopomp

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Dimpfelmoser

Mitglied
hypnopomp

weißes rauschen durchbricht
die realitätsverweigerung

die interferenz
wispert:

siehe
diese ebene ist
und in ihr bist du
siehe
nichts anderes ist
sie ist alles
was du bist
du bist ...

die konstruktive
flüstert:

ich lösche
was ist
so bleibt alles
was du bist
ein raum
der nicht ist
wo du ...

die destruktive
raunt:

vertraue nicht
sie kippt
bis sie dich
aus der zeit
schwingt in jenes
das nie war
willst du ...

die harmonie
verstummt:

eine neue wahrhaftigkeit
im schwarzraum
 

wirena

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ups - da ging etwas nicht so, wie ich es wollte - mal sehen, wie und ob ich das richtigstellen kann, ohne Administrator -
 
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Dimpfelmoser

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Liebe @wirena,

da du schreibst „will mehr darüber wissen“ will ich zumindest knapp skizzieren, was mein Ausgangspunkt hierbei war – ohne allzu viel erklären zu wollen, denn letztlich ist dies hier ja auch nur eine, nämlich meine Interpretation; im besten Falle sind auch ganz andere Lesarten möglich (so etwas finde ich eigentlich immer sehr reizvoll).
Ich habe mich gefragt, wie ich diese Phase, in der man sich zwischen Schlaf und Bewusst-Sein befindet, in ein Bild fassen könnte. Ihr Beginn, zu dem eine Realität gewissermaßen noch nicht begreifbar ist, skizziert die erste kurze Strophe - gefolgt von einer Serie sich überlagernder wellenähnlicher Wahrnehmungen bzw. Stimmen unterschiedlicher Charakteristik, in der diese Raum-Zeit-Verunsicherungen in der kurzen Phase des Halbschlafs zum Ausdruck kommt. Und es endet mit einer (stummen) Harmonie, in der (oder vielmehr mit der) ein neuer Zustand – in er letzten Strophe – eintritt, welcher dennoch ein unbestimmter ist („Schwarzraum“).
Ein Danke jedenfalls an dich für das Lesen und die Bewertung.

Liebe Grüße
Dimpfelmoser
 

wirena

Mitglied
Danke Dimpfelmoser – interessant – eigentlich, wollte ich lediglich auf die „Architektur“ Deines Gedichts eingehen :) . Die Einleitung macht Lust auf Weiterlesen, und der Schluss lädt zum Innehalten ein. In diesem Sinne, „ich möchte mehr erfahren“ = eine gelungene Einleitung, die Lust auf Weiterlesen macht.

Ja, es ist spannend, wie Worte, die Sprache immer wieder verschiedenes Erleben ermöglicht, und damit im Grunde genommen auch verschiedene "Realitäten" erschafft – LG wirena
 

Tula

Mitglied
Hallo Dimpfelmoser
Sehr interessant, man könnte fast vermuten, dass selbst Physiker gerne dichten ... ;)

Hier kann man eigentlich eine Menge hineininterpretieren. Die Realitätsverweigerung am Anfang führt mich wenigstens gedanklich in eine moderne Echokammer. Solange da von außen nichts wirklich eindringt (vor allem ins Zentrum - einem zeitgenössischen Hirn), ist alles in Ordnung. Wenn doch, d.h. wenn aus dem weißen Rauschen im Hintergrund doch ein paar erkennbare Wellen in Gegenrichtung auftauchen, wird's in der Kammer zuweilen recht disharmonisch. Aber gewöhnlich bringen Interferenz-Jammer und Störschwingungs-Filter die Kammer-Musik bald wieder in den geliebten Gleichton.

LG Tula
 

wirena

Mitglied
Hallo Tula :) auch ich landete bei der Physik, respektive der Astrophysik - beim kosmischen Hintergrundrauschen und dem schwarzen Loch :) - LG wirena
 
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