Ich habe dich verloren

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E

enniaG

Gast
Vorschlag zu deinem Werk

Hallo, Lady,
dein Gedicht gefällt mir inhaltsmäßig sehr gut.
Meiner Meinung könntest du noch mehr Wirkung damit erzielen,
wenn du es etwas anders anlegtest.

Mein Vorschlag, den du nur als solchen werten möchtest:

Ich habe dich verloren

Emotionen –

versunken
in den Tiefen des Meeres

abgestürzt –zerschellt
im zerklüfteten Canyon

vergraben
in der Weite
moosbedeckten Waldes

davon geschwebt,
um sich
mit Ewigkeit zu vermählen.

Falls du doch lieber deine Urfassung behalten möchtest – ändere nur : in den TIEFEN...
( Substantiv).

Sonntagsgrüße von Ennia
 
Hallo Ennia,

vielen Dank für deine konstruktive Kritik. Die Idee deiner Fassung ist nicht schlecht, ist aber nicht mein Stil. Die Wüste ist für mich z.B. ein wichtiger Aspekt, denn ich verbinde mit ihr unendliche Weite, verborgene Geheimnisse und somit auch die Ewigkeit. Wenn du Lust hast kannst du ja bei meinen älteren Werken mal reinschauen, dann findest du meinen Stil wieder. Die Tiefen werde ich gleich ausbessern, danke für das aufmerksame lesen.

Gruß Lady Darkover
 

La Noche

Mitglied
Hallo Lady Darkover,

Schön dich mal wieder zu lesen. Dein Gedicht gefällt mir sehr. Auch wenn der Vorschlag von Ennia sich gut anhört, würde ich alles so stehen lassen. Gerade das ständige Wiederholen des ich habe dich verloren macht für mich einen besonderen Reiz aus, so eine Art sich immer wieder um dieselbe Tatsache zu drehen, und die Emotionen greifen dies auf.

Schönen Sonntag noch,
La Noche
 
S

Stoffel

Gast
Hallo,

schön, Euch drei mal wieder zu lesen :)

Ich denke, um dieses "unendliche" der Liebe/Gefühle/und alles, was man als "ganz groß " bezeichnen möchte, auszudrücken..bleiben uns die Tiefe/Höhe/Breite.
Unendlich hoch..weiter als die Wolken, unendlich tief, die tiefsten Stellen des Meeres, unendlich breit/weit..die Wüste..
denn wenn wir uns dort befinden, erscheint es uns ja als "unendlich".

Für mich drückt es dieses "unendliche" aus.
Gefällt mir.

Schönen Tag Euch
lG
Susanne
 

Brigitte

Mitglied
Hallo Lady D,

schön, dich mal wieder zu lesen und dann gleich mit etwas Nachdenklichem. Finde ich gut, auch Ennias Vorschlag ist gut.
Ich hoffe doch, es geht dir gut????????

Einen schönen Tag und
liebe Grüsse Brigitte
 
Hallo La Noche,

vielen Dank, dass ich nicht in Vergessenheit geraten bin und ich von dir und "Brigitte" (es geht mir gut, kein Grund zur Sorge), höre. Es liegt mir immer viel daran gerade von euch einen Beitrag zu bekommen, denn ich weiß er ist konstruktiv.
Auch einen Dank an Susanne.

Liebe Grüße

Martina
 
H

Holger

Gast
Ein von Anfng bis Ende durchgehaltenes Bild hätte mir besser gefallen, wenn man den Aspekt des Verlierens gut herausarbeitet.
So erfahre ich in 4 bis 5 Versen ständig dasselbe.
Auch nutzt Du sehr die bereits bekannten Klischees.
Fehlt nur noch der Wind, der alles wegbläßt.

Ich überlege momentan auch am "moosbedeckten Wald" hin und her, ob dieses Bild überhaupt stimmig ist, wobei der Boden höchstens bedeckt wäre. Daran will ich mich aber nicht hochziehen. Aber welchen zeck erfüllt im Text das Wort "moosbedeckt" (Lyrik ist nunmal dazu da, Worte auf die Goldwaage zu legen - aber okay: ist durchaus subjektiv)

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich einerseits das Vergraben der Emotionen (also weg damit) und andererseits das Vermählen mit der Ewigkeit als Widerspruch empfinde.

Für meine Begriffe ist an diesem Text noch etwas Arbeit notwendig.

Beste Grüße
Holger
 
Hallo Holger,

erst einmal vielen Dank für deine Kritik. Ich arbeite gerne assoziativ und ich finde das geht am besten mit albekannten Klischees. Der Fantasy sind ja auch keine Grenzen gesetzt, warum hier.
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt (natürlich ist der Boden bedeckt von Moos). Jetzt wo du es erwähnst, hätte ich es vielleicht anders schreiben können, ich werde mal darüber grübeln.
Ich finde es nicht widersprüchlich, wenn Emotionen im Wüstensand vergraben werden und für immer eine Ruhestätte dort finden.

Lieben Gruß

Lady Darkover
 
H

Holger

Gast
Klischees sind nicht gerade ein Beleg für Fanatsie (oder Fantasy) oder sehe ich das falsch?

Der angesprochene Widerspruch bezieht sich auf das Vergraben der Emotionen im Wald und auf das sinngemäße Davonschweben. Was man vergräbt, schwebt nicht mehr weg.

Beste Grüße
Holger
 

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