ich kam vom nichts

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Anonym

Gast
ich kam vom nichts
und wurde zu nichts
dazwischen ist nur die sehnsucht
etwas zu werden
die wir leben nennen
 

jon

Mitglied
Ich bin über die letzte Zeile gestolpert. Bei einem so knappen Gedicht ist die Doppel-Bestimmung von „sehnsucht“ (einmal „sehnsucht, etwas zu werden" und einmal „sehnsucht, die wir leben nennen") störend.

Wenn das Lyrische Ich bereits „zu nichts wurde“, dann war dazwischen die Sehnsucht. Und wer ist dann wir?

Streng genommen kommt niemand vom nichts.
 



 
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