ich träumte nachts von mata hari / pantoun

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Mimi

Mitglied
ich träumte nachts von mata hari

ich träumte nachts ich würde ihre lippen schmecken
und ihr geschmack glich süßem honigwein
ich wollt mit weichen küssen ihre haut bedecken
ihr tanz war ein duett aus gold und lichterschein

und ihr geschmack glich süßem honigwein
es blühten rosa knospen unter einem hauch gewand
ihr tanz war ein duett aus glanz und lichterschein
als sie sich eine feder in die strähnen band

es blühten zarte knospen unter meiner hand
und ihre iris war das guckloch in eine galaxie
als sie sich eine feder an die hüften band
und mein verstand versank in bunter fantasie

und ihre iris war der blick in eine galaxie
ich wollt mit heißen küssen ihre haut bedecken
denn mein verstand ertrank in bunter fantasie
ich träumte nachts ich würde ihre lippen schmecken
 
Zuletzt bearbeitet:

Frodomir

Mitglied
Hallo Mimi,

nachdem ich gestern schon bei Michael Domas gesehen habe, wie ideal sich die Pantun-Form für erotische Inhalte handelt, finde ich hier gleich ein nächstes Beispiel. Insgesamt finde ich es sehr gut gelungen, es gibt nur ein paar kleine Stellen, an denen die Metrik holpert.

Strophe 2, Vers 1:
und ihr geschmack glich dem süßen honigwein
Wenn du den Artikel entfernst, ändert sich am Inhalt nichts, aber die Metrik ist wieder harmonisch.

Strophe 3, Vers 2:
und ihre iris war das guckloch in eine galaxie
Ich würde hier das Wort guckloch, auch wenn es schön ist, durch blick ersetzen wie Strophe 4, Vers 1.

Liebe Grüße
Frodomir
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Was ist ein pantoun?
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Das Pantun, auch Pantum, Pantoun, ist eine ursprünglich mündlich vorgetragene Gedichtform in malaiischer Sprache. Schriftlich tauchen Pantuns erstmals in den Malaiischen Annalen (Sejarah Melayu)[1] aus dem 16. Jahrhundert und in der Legendensammlung Hikayat Hang Tuah aus dem 17. und 18. Jahrhundert auf. In Frankreich, England und Deutschland haben Lyriker seit dem 19. Jahrhundert Pantune gedichtet.
2020 wurde die Pantun-Gedichtform in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.[2
]
Die Wikipdia enthält mehr Infos, insbesondere zur Form.

In der Leselupe gibt es schon einige.
 

Mimi

Mitglied
Danke Bernd für den Link ... und natürlich für die Empfehlung.

Vielleicht noch ein paar Infos zu Mata Hari... für die Leser, denen der Name nichts sagt:




Lieber Frodomir,
lieben Dank für Deinen Kommentar dazu...
Ja, ich glaube auf den Artikel kann das Gedicht verzichten...
Nun, und auch wenn es metrisch mit dem Wort "guckloch" nicht so recht glatt ist... ich finde diesen "Ausdruck" sehr passend zu Mata Hari...


Liebe Grüße
Mimi

Gruß auch an revilo... ich weiß ja, dass Du (vielleicht) eher einen schlichteren/klareren Lyrikstil bevorzugst...
( also ohne das ganze "Lametta" :p... umso mehr freut mich Dein Interesse und Nachfragen an der Stelle...
 
Hallo Mimi,

ein sehr hübsches Gedicht. Bei Mata Hari denke ich immer an den Film, die Szene mit den kleinen Elefanten und die lustige Musik dazu. :)

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

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