In der Stadt

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H

Heidrun D.

Gast
Liebe Seelenstimme,

das ist dir gut gelungen: auf das Wesentliche reduziert, ohne an bedrohlicher Stimmung zu verlieren.

Herzliche Grüße
Heidrun
 
G

Gelöschtes Mitglied 8846

Gast
Hallo seelenstimme,

für mich stimmen viele Bilder, wenn ich es noch einmal lese, eigentlich alle nicht.

LG Franka
 

seelenstimme

Mitglied
Liebe Heidrun!
Vielen Dankfür dein Kompliment! :) Ich freue mich sehr!
Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir!
Anna

Liebe Franka!
Mmmm... woran liegt es? Verstehst du das Bild nicht, oder meinst du meine Wortwahl ist nicht stimmig??
Würde mich über eine ehrliche Antwort freuen!
Viele liebe Grüße
Anna
 
G

Gelöschtes Mitglied 8846

Gast
Liebe seelenstimme,

es hat ein wenig gedauert, aber nun ist Zeit für eine Antwort.

Endlose Straße
von grauem Stein
umzingelt

[blue]Bereits hier entsteht bei mir die Frage, weshalb sind Straßen von grauem Stein umzingelt? Ist wirklich jede Stadt so, oder beziehst du dich auf eine ganz bestimmt Stadt? Schlängelt sich nicht eher die Straße manchmal durch endloses Grau? [/blue]

Gesichtslose Fassaden
rücken
immer näher

[blue]Wann sind Fassaden ohne Gesicht? Haben sie nicht Fenster? Wie können sie näher rücken? [/blue]

Regennasser Asphalt
hallt
in deinen Ohren

[blue]Kann Asphalt schallen? Schritte darauf vielleicht.[/blue]

Maskenhafter Mensch
sieht an dir
vorbei

[blue]Hier stolpere ich über die Maske, der Mensch kann eine tragen, das Gesicht wie eine Maske sein.[/blue]

Heimatlose Vögel
suchen Schutz

wie du

[blue]Wann sind Vögel heimatlos? Was verstehst du unter der Heimat der Vögel?[/blue]

Wie du siehst, ergeben sich bei mir sehr viele Fragen, wollen sich mir deine Bilder nicht erschließen, dabei ist mir die Idee schon vertraut, der Einzelne kann sich in der Großstadt verlieren, in dem Meer aus Beton und er kann einsam sein unter vielen Menschen, aber das konnte mit diesem Text nicht lyrisch umgesetzt werden.

LG Franka
 

seelenstimme

Mitglied
Liebe Franka!
Vielen Dank für deine Kritik! Ich werde versuchen dir meine Bilder ein wenig klarer zu machen... Also:


[blue]Endlose Straße
von grauem Stein
umzingelt

Bereits hier entsteht bei mir die Frage, weshalb sind Straßen von grauem Stein umzingelt? Ist wirklich jede Stadt so, oder beziehst du dich auf eine ganz bestimmt Stadt? Schlängelt sich nicht eher die Straße manchmal durch endloses Grau? [/blue]
Ich spreche hier von meinem Eindruck, als ich durch eine Straße in einer fremden Stadt war. Eigentlich war es eher eine Gasse, sodass es einem vorkam, als würden die riesigen Häuser an den Seiten die Staße umzingeln, bedrängen. Du hast recht. manchmal schlängelt sich die Starße eher durch das endlose Grau, aber in diesem Fall sah ich nichts endloses, sondern eher nur diesen kleinen Teil, verstehst du?


[blue]Gesichtslose Fassaden
rücken
immer näher

Wann sind Fassaden ohne Gesicht? Haben sie nicht Fenster? Wie können sie näher rücken? [/blue]
Die Häuserwände, die zu der kleinen Gasse zeigten hatten kleine Wände, sie waren einfach nur abweisend, soweit Wände dies sein können. Das näherrücken habe ich geschrieben, um diese Enge zu verdeutlichen. Man kam sich eingequetscht vor... ich kann es nicht ganz beschreiben...


[blue]Regennasser Asphalt
hallt
in deinen Ohren

Kann Asphalt schallen? Schritte darauf vielleicht.[/blue]
Ok, hier gebe ich dir recht. Ich habe lange an dieser Formulierung gesessen...und bin immer noch nicht zufrieden. Natürlich soll es nicht der Asphalt selber sein, der hallt!

[blue]Maskenhafter Mensch
sieht an dir
vorbei

Hier stolpere ich über die Maske, der Mensch kann eine tragen, das Gesicht wie eine Maske sein.[/blue]
Ich wollte sagen, dass das Gesicht des Menschen, wie eine Maske war. Keine Regung, keine erkennbaren Gefühle,... Du hast recht, es ist nicht der Mensch selber, der maskenhaft ist.. hättest du einen Vorschlag, wie man das besser formulieren kann??


[blue]Heimatlose Vögel
suchen Schutz

wie du

Wann sind Vögel heimatlos? Was verstehst du unter der Heimat der Vögel?[/blue]
Die Heimat der Vögel ist für mich der frei Himmel und ein Baum in dem sie nisten können, wenn sie den nicht mehr finden, sind sie heimatlos.

Ich hoffe du verstehst meine Bilder und was ich damit sagen wollte nun. Ich finde es sehr gut, dass du mich mit deinen Fragen auch selbt noch einmal über meine Bilder hast nachdenken lassen... Ich weiß ich bin nicht perfekt, aber man kann ja dazulernen. Und das geht nur mit ehrlichen Kommentaren.
Liebe Grüße
Anna
 
G

Gelöschtes Mitglied 8846

Gast
Liebe Anna,

ich glaube, dass Problem bei diesem Gedicht liegt an deinen Erinnerungen, an deinem Erlebnis, der Leser kann das nicht erahnen, nicht herauslesen. Er sieht sich nicht in der Gasse stehen. Das müsste er aber, um deine Bilder zu verstehen.

LG Franka
 

seelenstimme

Mitglied
Das könnte sein, dass ich das Gedicht mit einem anderen Hintergrundwissen lese... Vielen Dank für diese Anregung!!
Viele liebe Grüße
Anna
 
H

Heidrun D.

Gast
Liebe Seelenstimme,

meine Wertung ist auch ehrlich, nur werte ich ganz anders als Franka.

In meiner Wahrnehmung steht der persönliche Fortschritt des Autors im Vordergrund. Und zwischen diesem Gedicht und deinen bisherigen liegen für mich Welten.

Am liebsten hätte ich dir eine 10 gegeben ... ;)

Herzliche Grüße
Heidrun
 
H

Heidrun D.

Gast
Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass mir deine Bilder durchaus stimmig erscheinen, genau in dem Sinne wie du sie beschrieben hast.

Auch ich kenne dieses Gefühl, dass Hausfassaden auf mich zukommen, wenn ich einmal bedrückt bin, das Klacken der Absätze und die diffuse Furcht in der Dunkelheit.

Ich finde, das hast du sehr treffend beschrieben.

Lass dich nicht entmutigen!

Liebe Grüße
Heidrun
 

seelenstimme

Mitglied
Liebe Heidrun!
Danke! Das freut mich zu hören!! :)
Ich bekomme hier selten positive Kommentare, da freut man sich gleich noch mehr :)
Danke!
Einen wunderschönen Tag
Anna
 


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