in der stille der nacht

Perry

Mitglied
in der stille der nacht

mach das fenster auf wenn die gedanken frische luft brauchen
lass das zwitschern der vögel herein denn ihr singen ist balsam
für die seele dann tragen dich ihre flügel auch durch dunkle zeiten

schalte das licht aus wenn die augen keine worte mehr erkennen
richte den blick zum himmel denn die sterne brauchen keine schrift
um dir ihre botschaft vom werden und vergehen zu verkünden

kommt aber die zeit in der winde verwehen und kometen verglühen
dann suche die antworten in den katakomben der erinnerung dort
findet sich alles was du brauchst die stille der nacht zu überstehen
 

anbas

Mitglied
Hallo Manfred,

ein wirklich schönes, fast schon meditatives Gedicht, das mir wirklich gut gefällt. Es ist für mich einer jener Texte, in denen sich beim wiederholten Lesen immer noch mal ein neuer Aspekt, ein neues inneres Bild auftut.

Lediglich das Wort "Katakomben" erlebe ich etwas als Fremdkörper. "Katakombe" bedeutet so viel wie "unterirdische Begräbnisstätte" - sind die Erinnerungen wirklich begraben im Sinne von "zur letzten Ruhe gebettet" oder eher verschüttet?
Doch auch der Klang des Wortes an sich passt für mich irgendwie nicht in den Gesamttext hinein.

Liebe Grüße

Andreas
 

Perry

Mitglied
Hallo Andreas,

danke fürs Feedback.
Natürlich wirken Begriffe wie "Katakomben" unterschiedlich, je nach dem, wie sie ein Leser interpretiert.
Für mich stehen sie hier für Zufluchtsstätten vor den Widrigkeitenn des Lebens, in denen alles geborgen bleibt, was nur dem inneren Frieden dient.
LG
Manfred
 

blackout

Mitglied
Mich spricht dieses Gedicht in keiner Weise an, Perry, zumal es wenig lyrische Momente enthält, es ist ein Fließtext, preußisch-ordentlich in gleiche Länge der Zeilen ausgerichtet. Absätze haben gerade in freien Versen einen Sinn, sie bedeuten Zäsuren. So aber geht es atemlos durch drei Dreizeiler wie üblich, und es tut mir leid, ich kann mit diesem Gedicht nichts anfangen. Leider ist daran aber nicht nur die eingerastete Form schuld.

blackout
 

Perry

Mitglied
Hallo blackout,

danke für deine offene Kritik, auch wenn ich sie eher für allgemein wertend und wenig konstruktiv halte.
Ich schreibe Prosalyrik, wobei mir die Terzettform als Rahmen und inhaltliche Gliederung dient. Lyrische Elemente sind für mich mal mehr, mal weniger lautliche Wiederholungen.
Wenn Dir das nicht gefällt, verstehe ich das durchaus.
LG
Manfred
 

Oben Unten