Ins Dunkel

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HerbertH

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Hallo Herbert, sind diese Gedichte die Fortsetzung deiner wunderbaren Strandlieder?
Lieber Oliver,

es sind einige Nachtgedanken, die in der Lupenpause den Weg in meine Notizen fanden.

Wenn Du sie zum Zyklus Strandlieder zählen magst, freut mich das natürlich, denn stilistisch würden sie durchaus passen. Aber sie sind inhaltlich eher ohne Bezug zum Meer, bis auf Scherben.

Herzliche Grüße

Herbert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tula

Mitglied
Hallo Herbert

Stimmig, gefällt mir. Beim Einstieg könnte man allerdings zwei Wörter überdenken:
wächsern - mir reicht das Schimmern
Neonlicht - hhmm, liest man nicht selten, aber gibt es den ins Dunkel kriechenden Abglanz der Stadt wirklich gut wieder?

Das Wolfsgebiss ist cool, gut beobachtet.

LG
Tula
 

HerbertH

Mitglied
Hallo Herbert

Stimmig, gefällt mir. Beim Einstieg könnte man allerdings zwei Wörter überdenken:
wächsern - mir reicht das Schimmern
Neonlicht - hhmm, liest man nicht selten, aber gibt es den ins Dunkel kriechenden Abglanz der Stadt wirklich gut wieder?

Das Wolfsgebiss ist cool, gut beobachtet.

LG
Tula
Hi Tula,

die stabreimartig wiederholten Anfangskonsonanten
Wolken...wächsern...Wolfs...
Neon...Narben
fetzt...fahle
schimmern...Schwaden...Schwestern
Regen...Ruhe
setze ich hier als Stilmittel ein.

Und wächsern korrespondiert zum Neonlicht in seiner Künstlichkeit.

Ich werde nochmal darüber nachdenken, ob ich das ändern möchte.

Auf jeden Fall aber danke für die Textarbeit. Die weiss ich sehr zu schätzen. :)

LG
Herbert
 

blackout

Mitglied
Beim Lesen merkt man dem Gedicht das Gesuchte des Ausdruck für meine Begriffe zu stark an. Du willst Kunst machen und bleibst tatsächlich aber mit diesem Gedicht im Beliebigen. Alles Seele, alles nichts. Ich kann nicht sagen, dass mir dieses Gedicht auch nur irgend etwas gegeben hat, weder an lyrischen Gedanken, an Kritik der heutigen Großstädte noch am Wetterbericht.

blackout
 
Guten Abend HerbertH,

mir gefällt besonders die Umschreibung der Sterne mit “Schwestern unsres Plasmaballs“ - ebenso die Mehrdeutigkeit letzten beiden Verse: So wie das lyrische Ich den wolkenverhangenen Erdtrabanten nicht richtig erkennen kann, geschweige denn die Region der Mondlandung (meine ich zumindest), so findet es auch keine Ruhe in der hektischen Großstadt, nach der es sich zu sehnen scheint ... vielleicht, hier geht mir die Fantasie durch, neidet es auch den Pionieren von 69, die es ganz weit weg geschafft haben.

Viele Grüße,
Artbeck
 

Otto Lenk

Mitglied
Ich blicke oft mondwärts, wünsche mich ins Meer der Ruhe. Aber meistens finde ich mich auf der dark side. Aber immerhin lässt es sich dort unbekümmert heulen.
 

revilo

Mitglied
Ja, ich diese Sachen haben das Zeug zum Nachfolger der Strandlieder.......Wer sie noch nicht gelesen und die tollen Vertonungen noch nicht gehört hat, der tue es jetzt......
 

HerbertH

Mitglied
Beim Lesen merkt man dem Gedicht das Gesuchte des Ausdruck für meine Begriffe zu stark an. Du willst Kunst machen und bleibst tatsächlich aber mit diesem Gedicht im Beliebigen. Alles Seele, alles nichts. Ich kann nicht sagen, dass mir dieses Gedicht auch nur irgend etwas gegeben hat, weder an lyrischen Gedanken, an Kritik der heutigen Großstädte noch am Wetterbericht.

blackout
Hallo blackout,

Danke fürs Reinlesen und für das Teilen Deiner Lesart dieses Gedichtes, die ich allerdings nicht nachvollziehen kann.

Leider hat Dein Beitrag keine konkreten Punkte genannt, wo man etwas verbessern könnnte: Textarbeit stelle ich mir anders vor. Wenn Du hier eine Kritik der heutigen Grossstädte erwartet hast, oder einen Wetterbericht, verstehe ich natürlich, dass Du das nicht gefunden hast. Diese Gedicht ist schliesslich kein Essay oder gar eine Wettervorhersage. Dass Du keine lyrischen Gedanken bei diesem Gedicht findest, tut mir leid, aber daran kann ich leider nichts ändern. Eigentlich will ich keine "Kunst" machen, wie Du behauptest, sondern Gedichte schreiben mit guten Metaphern. Aus meiner Sicht ist mir das insbesondere in Z5/6 gelungen.



Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Guten Abend HerbertH,

mir gefällt besonders die Umschreibung der Sterne mit “Schwestern unsres Plasmaballs“ - ebenso die Mehrdeutigkeit letzten beiden Verse: So wie das lyrische Ich den wolkenverhangenen Erdtrabanten nicht richtig erkennen kann, geschweige denn die Region der Mondlandung (meine ich zumindest), so findet es auch keine Ruhe in der hektischen Großstadt, nach der es sich zu sehnen scheint ... vielleicht, hier geht mir die Fantasie durch, neidet es auch den Pionieren von 69, die es ganz weit weg geschafft haben.

Viele Grüße,
Artbeck
Lieber Artbeck,

da hast Du einige schöne Deutungsmöglichkeiten herausgearbeitet, die für mich sehr interessant waren: Ein Gedicht entsteht immer beim Leser neu.

Danke dafür und viele Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Ich blicke oft mondwärts, wünsche mich ins Meer der Ruhe. Aber meistens finde ich mich auf der dark side. Aber immerhin lässt es sich dort unbekümmert heulen.
Lieber Otto,

the dark side of the moon

ist natürlich eine sehr schöne Assoziation. Einer meiner Lieblingssongs aus alten Tagen :)

Danke fürs Reinlesen und Deinen Kommentar.

Herzliche Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Ja, ich diese Sachen haben das Zeug zum Nachfolger der Strandlieder.......Wer sie noch nicht gelesen und die tollen Vertonungen noch nicht gehört hat, der tue es jetzt......
Das würde mich natürlich freuen, wenn es mit den Gedichten aus dem Zyklus mithalten kann. Reinhören kann man hier:

Rezitation

habe ich hinzugefügt...

Viel Spass beim Reinhören.
[URL unfurl="true"]https://www.leselupe.de/beitrag/zyklus-strandlieder-111188/[/URL]
 

 
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