Ins Horn gestoßen - Sonett

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Walther

Mitglied
Ins Horn gestoßen

Ich trau mich nicht, mich an dich anzuschleichen:
Du bist so schön, so turmhoch träumend schön!
Dein Blick allein, er macht es, dass ich stöhn!
Wer will nur, soll nur, dir das Wasser reichen?

Ach, gib es mir, ach, schreibe mir ein Zeichen
Auf meine Stirn, ins Herz, ach hör, ich dröhn
Von seinem Schlagen und in wilde Höhn
Will mir der Blutdruck steigen: Lass erweichen

Dies harte Herz, das dir dein Stolz gebietet.
Ich habe mich an dich und deinen Hals verlorn,
Hab mich im gleichen Eingang eingemietet

Und fühl bei dir, als wär ich nur geborn,
Dass ich – von deinem Anblick umgenietet –
Mich hoffnungsvoll verblasend stoß ins Horn!
 

Mimi

Mitglied
...so turmhoch träumend schön...
klingt sehr schön!
( eine ähnliche "klingende" Metapher gibt es in der alt-arabischen Poesie auch
من اعلى درجات الجمال mn aela darajať áljamál)

Liebe Grüße
Mimi
 

Walther

Mitglied
...so turmhoch träumend schön...
klingt sehr schön!
( eine ähnliche "klingende" Metapher gibt es in der alt-arabischen Poesie auch
من اعلى درجات الجمال mn aela darajať áljamál)

Liebe Grüße
Mimi
Hi Mimi,
leider bin ich des arabischen nicht mächtig. ich muß mich mit den sicherlich ungenügenden übertragungen arabischer und persischer poesie ins deutsche oder englische zufrieden geben. das bildhafte der metaphern hat mich immer angeregt, obgleich ich daran diesmal gar nicht gedacht habe. ich spielte hier mit alten bildern, deren ton und klang mir gefielen.
danke fürs lesen und emfehlen.
lg W.
 

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