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Iriden (Gedicht aus Haikus bzw.Senryus)

Sonnenregen streut
aus weichen Diamanten
den Augen ein Bad

Regensonne spannt
eine leuchtende Brücke
von irgend nach wo

Schillernd treiben, haut-
zart, Sphären aus Lauge und
Licht von hier nach fort

Edelsteinfeuer
spielt in Gallerten: im Meer
und auch im Auge

Leichthin schlägt ein Buch
seinen Blick aus Augen auf,
die lang gebrochen

Anmutig beugt sich
ein Wort, schnippt Sphären, Blicke
von irgend nach Du
 
G

Gelöschtes Mitglied 22727

Gast
Guten Morgen Anne,

eine Haikusequenz, allerdings ohne Haiku! Einige sind dicht dran, andere weit entfernt.

Die fortführende 'Erzählung' wie im ersten Dreizeiler ist schön zu lesen, aber ohne innere Spannung.

von irgend ... das Adverb ist keine Ortsbezeichnung.

haut-/zart - die Trennung ist für ein Haiku eher ungewöhnlich, kann aber als Stilmittel Gebrauch finden, wenn die jeweiligen Wortteile zu den Zeilen passen.
haut passt nicht in der erste Zeile, zart ginge soeben für die zweite.

Ganz unglücklich die Dreifachnennung des Umstandswortes 'in/im' des vierten Dreizeilers.

Fünf und sechs sind angefüllt mit rätselhaften Symbolen/Metaphern, die ein Haiku nicht kennt, wie auch die Personalisierung toter Gegenstände, hier Buch und Wort.

Das Thema Iriden hast Du allerdings sehr schön umgesetzt. Das Hinbiegen zu 'echten' Haiku würde ich nicht machen, das würde möglicherweise die Bildkraft der Texte zerstören. Vielleicht vielleicht als sechsstrophiges Gedicht in Ungereimtes stellen lassen ... Ganz fern ließe sich auch die Verstrengung zu Terzinen überlegen.


Alles Gute
dmity
 


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