Kein liebes Gedicht (Sonett)

4,20 Stern(e) 5 Bewertungen

anbas

Mitglied
Kein liebes Gedicht

Mein Herz gerät durch dich in Turbulenzen
ein jedes Mal, wenn wir uns wiedersehn.
Ich kann mich selber nicht so ganz versteh'n,
denn all dein Charme hält sich doch sehr in Grenzen.

Du raunst mir zu: "Ich kann dich wirklich leiden!"
und bittest mich dann um ein Rendezvous.
Ich überrasch mich selbst, denn ich sag zu –
und denk: "Es ließ sich eh nicht mehr vermeiden."

Nun sitzen wir im Eiscafé zusammen.
Was du erzählst, geht mir am Arsch vorbei.
Da wird sich zwischen uns wohl nichts entflammen.

Dein Smartphone summt, du schaust die Nachricht an.
Dann stehst du auf und sagst: "Das war mein Mann.
In Zukunft glotz woanders hin. Bye Bye!"
 

molly

Mitglied
Hallo Andreas

Was du erzählst, geht mir am Arsch vorbei.
Sie erzählt, doch den lyri intressiert das nicht,
Dann stehst du auf und sagst: "Das war mein Mann.
In Zukunft glotz woanders hin. Bye Bye!"
Wie "charmant" von der Dame, aber dass sie kaum Charme besitzt, weiß Lyri ja schon. Das Beste an dem Treffen war doch das Eis.

Gut geschrieben, wie ich meine.
Liebe Grüße
molly
 

anbas

Mitglied
Moin Oscarchen,

Danke für das Angebot. Zum Glück sind hier LyrIch und Autor nicht die selben Personen ...;)



Hallo Monika,

ich denke, hier geben sich beide nicht viel. Das LyrIch lässt sich auf das Date ein, obwohl es schon ahnt, dass das nichts wird. Doch auch die Dame spielt nur mit ihm - haut aber, im übertragenen Sinne, deutlich fester zu :cool:.



Vielen Dank an Euch beide für Eure Rückmeldungen!

Liebe Grüße

Andreas
 

Mondnein

Mitglied
Das mit dem "woanders hin Glotzen", lieber Anbas, geht mir nicht ganz auf. Die beiden sind doch nicht "auf den ersten Blick" ineinander vertieft, sondern sitzen aneinander vorbeischauend im Café?
 

anbas

Mitglied
Hallo Hansz,

das "Glotzen" bezieht sich auf die Zeit vor dem Rendezvous. Sie hat also schon längst seine Blicke mitbekommen und mit ihm gespielt ...

Liebe Grüße

Andreas
 

Oben Unten